Austrian

Bis Oktober 13,3 % mehr Passagiere

Die AUA (Austrian Airlines) ist unterwegs zu einem neuen Passagierrekord. Der Vorstand geht für das Jahr 2017 von mehr als 12 Mio. Fluggästen aus. Auch im Oktober ist es mit den Fluggastzahlen weiter nach oben gegangen. Die Flugzeuge waren auch besser ausgelastet.

Von Jänner bis Oktober 2017 hat die AUA in Summe knapp elf Millionen Passagiere befördert, das war ein Anstieg um 13,3 %. Ihr Flugangebot hat die österreichische Lufthansa-Tochter in den vergangenen Monaten erhöht. Bis Ende Oktober dieses Jahres verkaufte Austrian rund 17,4 Mrd. Sitzkilometer, ein Zuwachs um 8,1 %. Die Auslastung der Maschinen ist um 0,4 Prozentpunkte auf 77,4 % leicht gestiegen.

Im Monat Oktober flogen knapp 1,17 Mio. Passagiere mit der AUA. Das war ein Wachstum von 8,7 % gegenüber Oktober 2016. Dieser Anstieg war nach AUA-Angaben vorwiegend auf die Aufstockung des Europa-Angebots zurückzuführen. Die Auslastung lag im Durchschnitt bei 77,8 %, ein Anstieg um 1,2 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2016.

Schon in den vergangenen Monaten hatte die AUA einen "airberlin"-Effekt für sich verbucht. Bei der insolvent gewordenen deutschen Airline waren viele Flüge ausgefallen, verunsicherte Fluggäste buchten woanders. Die schon seit längerem anhaltende höhere Nachfrage nach Flügen aus dem bisherigen airberlin-Streckennetz wird der AUA wohl auch im traditionell schwachen vierten Quartal mehr Geschäft bringen, darauf hat sich der AUA-Vorstand schon eingestellt. airberlin hat am 27. Oktober 2017 ihren Flugbetrieb endgültig eingestellt.

Kollektivvertragsverhandlungen

Bei der AUA laufen seit Anfang Oktober wieder Kollektivvertragsverhandlungen. Ein nächster Verhandlungstermin ist für 20. November 2017 angesetzt. Ein Abschluss ist da aber nicht in Sicht. Auf Arbeitnehmerseite stellt man sich noch auf ein paar weitere Runden ein. Es geht um Gehaltserhöhungen und Arbeitsbedingungen für rund 4.000 Beschäftigte des fliegenden Personals.

In den nächsten zwei Wochen könnte es Betriebsversammlungen geben. Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, sprach gegenüber der APA von einer schwierigen Runde. Sollten sich "in Lufthansa-Manier" auch die AUA-Manager zieren, könne es unter Umständen zur Eskalation kommen, sagte Schwarcz.

Für die Gewerkschaft sind die Passagierzuwächse Anlass, für die Beschäftigten ein anständiges Stück vom Gewinnkuchen zu verlangen. "Jetzt ist der Vorstand am Zug, er muss bei den laufenden KV-Verhandlungen die Einkommen kräftig anheben.

Vor allem bei der Entlohnung in der Kabine und im Cockpit gebe es noch viel Luft nach oben. Ziel der Arbeitnehmerverhandler sei es, dass es bei den Einkommen der knapp 4.000 Beschäftigten "kein Zuwachslüfterl gibt, sondern einen richtigen Sturm."

Zumindest wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren werden die KV-Partner bei der österreichischen Lufthansa-Tochter Eurowings Europe in Wien. Nachdem vor einigen Wochen Verhandlungen über einen Kollektivvertrag für die in Österreich stationierten Eurowings-Mitarbeiter geplatzt waren, hat es auf Vermittlung der Wirtschaftskammer ein "Annäherungsgespräch" gegeben. Am 21. November 2017 sollen die Verhandlungen nun wieder aufgenommen werden.

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