Austrian Airlines

Staatsgeld für AUA-Pensionen?

Austrian Airlines schießt vor allem in der Niedrigzinszeit mehreren hundert Alt-Pensionisten Geld nach, wenn die Veranlagungserträge zu niedrig sind. Auch für das Krisenjahr 2020 drohen teure Nachzahlungen. Die österreichische Lufthansa-Tochter erhält, um in der Coronakrise über die Runden zu kommen, Staatsgeld. Dass Steuerzahlergeld für derartige Nachschüsse für Pensionsprivilegien fließt, ist politisch umstritten. Entsprechende Verhandlungen laufen bereits.

Austrian Airlines bestätigten, dass sie im Jahr 2019 im Rahmen der "Leistungspensionen" auch eine entsprechende Nachschusszahlung geleistet haben. Ob die für 2020 ebenfalls erforderlich sein wird, stehe erst zum Jahresende fest, meinte eine Sprecherin – es sei aber bereits angekündigt worden, dass alle Beteiligten einen entsprechenden Krisenbeitrag leisten müssen – das betreffe auch die Alt-Pensionisten. Details könne man aber noch nicht nennen.

Im "Kurier" wurden diese Pensionsleistungen wieder thematisiert, die NEOS haben Parlamentsanfragen gestellt. Es geht um 550 Bezieher von Leistungspensionen – also von zusätzlich zu ihren ASVG-Pensionen. Die Betriebsrenten, die in eine Pensionskasse ausgelagert wurden, basieren auf Einzelverträgen mit leistungsorientierten Zusagen. Das Firma garantiert die Pensionshöhe, unabhängig davon, wie die Pensionskasse performt. "Wenn die Pensionskasse die kalkulierten 6,5 % nicht erwirtschaftet, muss die AUA die Rückstellungen nachdotieren", zitierte die Zeitung den NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker.

In der Bilanz 2019 haben Austrian Airlines rund 120 Mio. Euro an Pensionsrückstellungen ausgewiesen, nachgeschossen wurden laut Zeitung mehr als 34 Millionen. In der Lufthansa-Bilanz sind für Austria Airlines 450 Mio. Euro an leistungsorientierten Verpflichtungen ausgewiesen.

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