ANA

Wachstum durch Europa- und USA-Strecken

ANA profitiert vom Ausbau des internationalen Streckennetzes vor allem nach Europa und Nordamerika. In den zurückliegenden neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte die Gruppe den Umsatz um fast ein Prozent auf umgerechnet etwa 13,1 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden japanischen Wirtschaft und eines anhaltenden Exportrückgangs sank der Nettogewinn allerdings im Vorjahresvergleich um knapp 20 % auf umgerechnet etwa 713,8 Millionen Euro.

Vor allem schlägt die weltwirtschaftliche Lage auf das Frachtgeschäft der ANA, eine der größten Fluggesellschaften Asiens, durch. Im wichtigen Geschäft mit China belasteten die Handelsstreitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und China das Geschäft, ebenso wie der außergewöhnlich starke 19. Taifun des letzten Jahres. Der operative Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr, was auf höhere Personal-, Flugzeug- und Wartungskosten zurückzuführen ist. ANA investiert derzeit kräftig, um fit zu sein für die in diesem Jahr anstehende Kapazitätserweiterung an den beiden Tokioter Flughäfen Haneda und Narita.

Höhere Einnahmen vor allem aus dem Luftverkehr führten zu einem Umsatzanstieg auf 13,1 Milliarden Euro (plus 0,9 %), dem allerdings ein Anstieg der Betriebskosten um 3,6 % auf umgerechnet etwa 12,1 Milliarden Euro gegenübersteht. Das führt zu einem Nettoergebnis vom umgerechnet etwa 713,8 Millionen Euro (minus 19,1 %).

Im internationalen Personenverkehr litt ANA zwar unter einer schwächeren Nachfrage nach Geschäftsreisen von Japan aus und unter dem verschärften Wettbewerb durch chinesische Fluggesellschaften. Dennoch führten die Ausweitung des europäischen und asiatischen/ozeanischen Netzwerks und die Einführung des Airbus A380 auf der Strecke nach Hawaii zu einem Anstieg von Passagierzahl und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.

Die Airline führte neue Strecken ein, wie zum Beispiel die Route Tokio/Narita – Perth (Westaustralien) oder Tokio/Narita – Chennai (Südindien). Um den Service weiter zu verbessern, wurden die branchenweit Maßstäbe setzenden neuen Produkte „THE Suite“ (First Class) und „THE Room“ (Business Class) in den Boeing 777-300ER auf den Strecken Tokio/Haneda – London/Heathrow und Tokio/Haneda – New York sowie Tokio/Narita – New York eingeführt. Für die Strecke Tokio/Handea – Frankfurt steht die Einführung unmittelbar bevor. In der Folge stieg der Umsatz aus den internationalen Passagierdiensten um 2,3 % auf umgerechnet etwa 4,2 Milliarden Euro. ANA beförderte auf den internationalen Strecken etwa 7,7 Millionen Passagiere.

Auch im Inlandsverkehr sorgten eine günstige Geschäftsreisesituation und die Rugby-Weltmeisterschaft sowie der erfolgreiche Einsatz von Sondertarifen zu nachfrageschwachen Zeiten für ein Wachstum bei Umsatz und Anzahl der Passagiere. Der japanische Marktführer beförderte mehr als 34,7 Millionen Fluggäste und erflog auf den Inlandsstrecken einen Umsatz von umgerechnet etwa 4,57 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 3,5 % entspricht.

Das Streckennetz von ANA wurde durch auf der Strecke Tokio/Narita – Nagoya (Chubu) und der Strecke Nagoya – Kumamoto sowie durch den flexiblen Einsatz der Flugzeugmodelle und weitere Effizienzsteigerungen optimiert. Im November vergangenen Jahres startete die Airline den Umbau der Boeing 777-200-Flotte für den Inlandsverkehr, stattete auch die Sitze in der Economy Class mit persönlichen Touchscreen-Monitoren aus und führte in der Premium Class neue, elektronisch verstellbare Sitze ein. POCKETALK, ein mit künstlicher Intelligenz arbeitender Übersetzungscomputer, erhöht die Servicequalität seit Dezember auf allen Inlandsflughäfen.

Bei den Low Cost Aktivitäten der ANA Gruppe stellte Vanilla Air Inc. den Flugbetrieb Ende Oktober ein und schloss die Integration in die Peach Aviation Limited ab. Sowohl die Zahl der Fluggäste als auch der Umsatz gingen im Jahresvergleich zurück, was auf eine im Zuge des Integrationsprozesses vorübergehend niedrigere Zahl an Flügen zurückgeht. Auch die zivilen Unruhen in Hongkong und die schwierige Beziehung zwischen Korea und Japan beeinflussten das Geschäft. Alle Flugstrecken wurden von Vanilla Air Inc. an Peach Aviation Limited übertragen, die Integration wurde durch besondere Marketing- und Sales-Aktivitäten unterstützt. In der Summe sank der LCC-Umsatz um 7,1 % im Vergleich zum Vorjahr auf umgerechnet etwa 531 Millionen Euro, 5,77 Millionen Passagiere flogen mit den Low Cost Airlines der ANA. Die sonstigen Einnahmen im Lufttransportgeschäft einschließlich der Einnahmen aus dem Meilenprogramm, aus dem Verkauf von Flugzeugen und aus Wartungsverträgen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 %.

Im Ausblick bleibt ANA bei der aktuellen Prognose und rechnet für das komplette Geschäftsjahr mit einem Gesamtumsatz von umgerechnet etwa 17,3 Milliarden Euro sowie einem Nachsteuergewinn von umgerechnet etwa 776 Millionen Euro.

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