Alpin Tourismus

Der Sommer ist der neue Winter 

Die einen verfluchen den Schnee, die anderen sehnen ihn herbei, damit das Wintersportvergnügen losgehen kann. Doch die Bedingungen werden immer extremer und reichen von gefährlichen Schneemassen bis zu schneearmen Wintern. Wie alpine Tourismusdestinationen damit umgehen und was für Alternativen sie entwickeln, um auch in Zukunft attraktiv zu bleiben, hat Prof. Dr. Philip Griesser von der SRH Fernhochschule analysiert.

„Sich auf den Klimawandel einzustellen, ist für alpine Tourismusdestinationen keine Option – es ist ein Muss! Neben der Umsetzung eines adäquaten Tourismus-Krisen-Managements stellen sich die Wintersportorte durch gezielte Maßnahmen auf die sinkende Schneesicherheit ein. Denn die letzten Jahre haben gezeigt: der Schneefall ist unberechenbar,“ so Prof. Griesser, Studiengangsleiter Hotel- und Tourismusmanagement an der SRH Fernhochschule – The Mobile University.

Ein gutes Beispiel für Maßnahmen bei unsicheren Schneeverhältnissen ist der auf 1.500 Metern Höhe im Kanton Graubünden liegende Ort Lenzerheide: In dieser Ferienregion werden eine Reihe von unterschiedlichen Events angeboten, um Touristen auch bei schlechten Schneeverhältnissen einen unvergesslichen, einzigartigen Urlaub zu ermöglichen. Zu den Angeboten zählen unter anderem Events für die ganze Familie, Konzerte und kulinarische Erlebnisse. „Das Ziel ist es, mit diesem vielfältigen Gesamtangebot positive Emotionen zu wecken und eventuelle Enttäuschungen bei nicht befahrbaren Pisten zu neutralisieren,“ erklärt der Tourismusexperte Griesser.

Darüber hinaus setzt der Ort Lenzerheide zudem vermehrt seinen Vermarktungsschwerpunkt auf den alpinen Sommertourismus. Dazu wurde das Angebot von sportlichen Aktivitäten um zum Beispiel Mountainbike und Downhill-Touren sowie Paragliding oder Wake-Boarden erweitert. „Da durch den Klimawandel der alpine Wintertourismus immer unbeständiger wird, muss sich der Fokus auch verstärkt auf den Sommer richten, um weiterhin erfolgreich zu bleiben. Der Ort Lenzerheide geht dabei einen sehr guten Weg und hat auch erkannt, dass ein entsprechendes digitales Marketing ein entscheidende Erfolgskomponente ist,“ erklärt Prof. Griesser. So bietet der Ort im gesamten Gebiet kostenloses WLAN an und platziert erfolgreich entsprechend begeisternde Story-Telling Aspekte, sowie relevante Informationen in den sozialen Medien.

Sein Fazit: „Es kommt auf ein innovatives Ganz-Jahres-Konzept an: der Erfolg einer alpinen Tourismusregion hängt entsprechend davon ab, ob eine digitale Vermarktungsstrategie umgesetzt werden kann und innovative, emotional ansprechende Produkte auch in verstärktem Maß in den Sommermonaten über die relevanten Medien angeboten werden.“

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