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Allianz des Europäischen Tourismusmanifests

Tourismus braucht dringend Unterstützung

Der Reise- und Tourismussektor ist einer der am stärksten von COVID-19 betroffenen Branchen und erfordert Investitionen im Wert von 161 Mrd. Euro, um wieder auf das Niveau vor der Krise zurückkehren zu können. Der Vorschlag einer neuen Kreditmöglichkeit der EU-Kommission bietet das Potenzial, den Tourismus beim Wiederaufbau nach der Pandemie zu unterstützen. 

Ziel des Kredits ist, umfangreiche finanzielle Unterstützung für Reformen und Investitionen der Mitgliedstaaten bereitzustellen, um den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken und die Volkswirtschaften der EU nachhaltiger und widerstandsfähiger zu machen. Um die Finanzierungsmöglichkeit zu erhalten, müssen die Mitgliedstaaten der Kommission ab 15. Oktober 2020 (bis April 2021) ihre Restrukturierungspläne vorlegen, in denen die nationalen Investitions- und Reformagenden im Einklang mit den beiden strategischen Zielen Digitalisierung und Nachhaltigkeit dargelegt werden. Die Allianz des Europäischen Tourismusmanifests fordert nun eine feste Integration des Tourismus in die Restrukturierungspläne. Der Sektor braucht weiterhin Unterstützung, um zu Überleben und die Erholung vorantreiben zu können. 

Die Tourismusindustrie ist von KMUs geprägt, wirtschaftlich betrachtet kehren Arbeitsplätze in kleinere Unternehmen meist schneller als in größeren Unternehmen zurück. Zugang zu kurzfristiger Finanzierung bedeutet daher langfristige Arbeitsplatzschaffung. Der Tourismussektor erwirtschaftet 9,5 % des BIP der EU, bietet 37,1 Mio. Menschen Arbeitsplätze (= 9,7 % der Gesamt-Arbeitsplätze) und hat direkte Auswirkungen auf den Verkehr, den Einzelhandel, die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie und die Wirtschaft insgesamt. Nach Angaben der UNWTO verzeichnete Europa in der ersten Hälfte des Jahres 2020 einen Rückgang der Touristenankünfte um 66 %, und das WTTC schätzt , dass die gesamte EU-Region Gefahr läuft, 29,5 Mio. Arbeitsplätze im Reise- und Tourismussektor (80 % von 2019) und 1.442 Mrd. Euro im Reise- und Tourismus-BIP (80 % von 2019) aufgrund von COVID-19 zu verlieren.

"Die europäische Wirtschaft und das soziale Wohlergehen sind eindeutig in Gefahr, wenn wir keine Sofortmaßnahmen zum Aufbau und zur Finanzierung der Erholung des Reise- und Tourismussektors ergreifen: ein Euro Wertschöpfung durch den Tourismus führt zu zusätzlichen 56 Cent Wertschöpfung mit indirekten Auswirkungen auf andere Branchen. Investitionen in den Tourismus werden den Gemeinden, Besuchern und Unternehmen in ganz Europa langfristigen Nutzen bringen.", so das einhellige Conclusio.

Mit entsprechender Unterstützung kann der Tourismus einer der wirksamsten Motoren für eine nachhaltige Entwicklung sein: Er fördert die Beschäftigung in allen Bereichen, trägt zum Wohlbefinden bei und generiert Einnahmen, die für die Erhaltung der Identität, der Kultur und des Erbes einer Region erforderlich sind. 

Daher ist von wesentlicher Bedeutung, dass die Auswirkungen auf das Reise- und Tourismus-Ökosystem ein Bewertungskriterium für alle Hauptkomponenten der Erholungs- und Resilienzpläne sind. Der Multiplikatoreffekt von intelligenten Investitionen, die auch dem Tourismus zugutekommen, ist von großer Bedeutung. Die Allianz des Europäischen Tourismusmanifests ist bereit, die Mitgliedstaaten bei der Ausarbeitung ihrer Konjunkturpläne zu unterstützen, um sicherzustellen, dass die vorgeschlagenen Reformen und Investitionen ein günstiges Umfeld schaffen, in dem sich der Tourismus nachhaltig und widerstandsfähig entwickeln kann, und um weiterhin Arbeitsplätze zu schaffen, den Zusammenhalt zu fördern und den Weg für eine nachhaltige Erholung von den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu ebnen.

Weitere Infos unter www.tourismmanifesto.eu 

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