Alitalia

Italienische Staatsbahn verzichtet auf Einstieg

Die italienische Staatsbahn (FS - Ferrovie dello Stato) verzichtet auf weitere Initiativen zur Rettung der krisengeschüttelten Alitalia. "Für uns ist die Operation Alitalia vom Tisch", sagte FS-Chef Gianfranco Battisti in einer Ansprache vor dem Parlament in Rom am Mittwoch.

Am 21. November war eine schon sieben Mal verlängerte Frist zur Rekapitalisierung der seit Mai 2017 insolventen Airline abgelaufen. Eigentlich sollten die italienischen Staatsbahnen (FS) mit dem Infrastrukturkonzern Atlantia und der US-Gesellschaft Delta Airlines ein Konsortium für die Übernahme bilden. Vierter Partner wäre das italienische Finanzministerium geworden. Kurz vor Ablauf der Frist stieg Atlantia aber aus. Jetzt betonte der FS-Chef, dass die Bahn keine weiteren Schritte zur Alitalia-Rettung unternehmen will.

Der im Dezember ernannte Insolvenzverwalter der Fluggesellschaft Alitalia, der Anwalt Giuseppe Leogrande, arbeitet an einer neuen Ausschreibung für den Verkauf der Airline. So kündigte Leogrande weitere Gespräche mit Delta Airlines nächste Woche an. Ziel sei es, einen Partner aus der Luftfahrtbranche für Alitalia zu finden.

Dem neuen Insolvenzverwalter läuft die Zeit davon. Seitdem Alitalia 2017 unter Insolvenzverwaltung gestellt wurde, schrieb die Airline weiter rote Zahlen in Millionenhöhe. Leogrande kündigte einen Plan an, mit dem die Verluste reduziert und Alitalia für potenzielle Käufer attraktiver werden solle.

Die italienischen Gewerkschaften sind wegen der Zukunft der Airline besorgt und forderten ein Treffen mit Alitalias Insolvenzverwalter und der italienischen Verkehrsministerin Paola De Micheli. Diese betonte, dass Priorität der Regierung die Rettung der rund 11.000 Jobs bei der Airline sei.

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