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abta

Stimmungsbild mit Licht und Schatten

Wie in der letzten E-Paper Ausgabe des Jahres 2020 berichtet, hat die Auszeichnung der Austrian Business Travel Association (abta) für unliebsame Leistungen bzw. Entscheidungen in der Branche, der sogenannte "Kaktus", Zuwachs bekommen. In einem so turbulentem Jahr wie 2020 entschied man sich daher, die Dienstleister für besonders guten Service während der Corona-Krise mit einer "Rose" auszuzeichnen. In einer Online-Umfrage konnten Teilnehmer zudem die Gelegenheit nutzen, um persönliche (anonymisierte) Kommentare abzugeben. Das Stimmungsbild könnte facettenreicher nicht sein. 

Das Meinungsbild ist breit gefächert

Gelobt wird der partnerschaftliche Zusammenhalt der Branche und die vielfachen Hilfestellungen während der Corona-Krise. Im Mittelpunkt der positiven Nennungen stehen Hotels und Reisebüros. Bei den Hotels wurden kulante Regelungen bei Stornos und Umbuchungen vermerkt. Auch Einzelaktionen wie „Kochen für Risikogruppen“ (z.B. Interconti Wien) wurden herausgehoben. Anerkannt wurden die Day-Use-Angebote der Stadthotels, um den Home-Office-Mitarbeitern eine Alternative zum heimischen Küchentisch zu bieten. Dass die Teilnehmer sehr differenziert urteilten, geht auch aus vereinzelten kritischen Kommentaren hervor. Vermerkt wurden beispielsweise die faktischen Preiserhöhungen von einzelnen österreichischen Hotels während des Sommers.

Reisebüros erhielten viel Lob für ihre ständige Erreichbarkeit. Ein Teilnehmer wörtlich: „Reisebüros haben sich im Unterschied zu Airlines hervorragend und kundenorientiert verhalten. Gratulation.“ Ein weiterer Kommentar: „Die Reisebüros waren wirklich bemüht, alles rasch abzuwickeln. Das ist auch gelungen.“

Ein besonderes Lob für ihren Einsatz erhielten auch die Branchenverbände und speziell die Außenwirtschafts-Center der Wirtschaftskammer: „Vielen lieben Dank für die Unterstützung, ohne WKO wäre unser Alltag als Travel Manager in den letzten Monaten sicherlich um vieles schwieriger gewesen.“ Ähnlich das Lob für International SOS: „Blitzschnelle Antworten auf alle Fragen.“

Erwartungsgemäß zogen Airlines wegen der verzögerten Erstattung nicht genutzter Tickets viel Kritik auf sich. Die Liste der Kommentare ist lang: „Frechheit, Staatshilfe zu beantragen und Kunden monatelang mit Refunds hängen zu lassen. Telefonisch nicht erreichbar. Abtauchen. Schlechte Kommunikation. Missachtung der EU-Passagierrechte.“

Kritisch beurteilten viele Teilnehmer der Umfrage das Handeln der politischen Institutionen: „Europäischer Fleckerlteppich von Reiseeinschränkungen. Bürokratischer Hindernislauf. Halbherzige Hilfsmaßnahmen seitens der österreichischen Bundesregierung.“

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