ABTA

Leichter Aufwind mit großem Minus

Der österreichische Geschäftsreisemarkt kommt wieder in Fahrt, bleibt aber noch weit unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit, wie aus einer Kompaktanalyse der Austrian Business Travel Association (ABTA) hervorgeht.

Es ist ein zarter Hoffnungsschimmer, der zwar noch keine großen Sprünge, so doch einigermaßen Zuversicht auf eine nachhaltige Besserung des schwer angeschlagenen Geschäftsreisemarktes erlaubt. Denn im zweiten Quartal 2021 wurden mit einem Plus von 270 Prozent deutlich mehr Flugtickets ausgestellt, als im Vergleichszeitraum zum Vorjahr. Wird aber das, noch stark vom Lockdown gezeichnete erste Quartal 2021 (minus 84 Prozent) einbezogen, beträgt der Rückgang noch immer 61 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020.

Dazu ABTA-Präsident Andreas Gruber und Travel Manager bei Siemens Österreich: „Wir sehen, dass die Unternehmen wieder zu Kunden reisen, aber weiterhin werden viele interne Meetings durch Video-Konferenzen ersetzt.“

Für die Kompaktanalysen wertet die ABTA die ausgestellten Tickets führender Travel Management Companies aus. Die Werte basieren daher auf tatsächlichen Marktdaten und nicht auf Umfragen oder persönlichen Einschätzungen. Die Rückgänge im „Krisenquartal“ Jänner bis März 2021 sind dramatisch im Vergleich zum relativ normalen ersten Quartal 2020: Minus 75 Prozent bei Business-Class-Tickets, Minus 85 Prozent bei Economy-Tickets. Bemerkenswert ist ein leichter Shift im zweiten Quartal: Business-Class-Tickets legten um 497 Prozent zu; Economy-Tickets nur um 255 Prozent. Für das erste Halbjahr 2021 in dem die beiden extrem unterschiedlichen Quartale einflossen, beträgt der Rückgang der Business-Class-Tickets 43 Prozent, für Economy-Tickets 63 Prozent. 

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