A3M

Extreme Temperaturen in Indien

Der Krisenfrühwarnspezialist A3M analysiert die Hitzewellen der vergangenen zehn Jahre auf dem Subkontinent. Ungewöhnlich früh haben sie heuer bereits im April gestartet.

Hitze und praktisch kein Ende in Sicht: Weite Teile Nord- und Westindiens leiden aktuell unter enorm hohen Temperaturen bis zu 50 Grad. Zusätzliches Problem: Da die Klima-Anlagen vielerorts auf absoluten Hochtouren laufen, kommt es auch zu Versorgungsengpässen bei der Stromversorgung.

Extreme Temperaturen seien in Indien zwar keine Seltenheit, auffällig ist aber der vergleichsweise frühe Zeitpunkt. Bereits seit Mitte März hatten Regionen mit hohen Werten zu kämpfen. Im Vergleich der letzten zehn Jahre traten Perioden von Extremwerten später im Jahr auf. So zum Beispiel 2012 Anfang Juni – im Jahr darauf etwa Mitte Mai. Auch 2014 hatten die Bürger:innen in weiten Teilen des Landes mit extremer Hitze zu kämpfen. 2015 kostete dies mehr als 1.000 Menschen das Leben. 2016 verlief ähnlich wie heuer – hier trat die Hitzewelle bereits im April auf. 

2017 war ebenfalls ein ungewöhnlich frühes Jahr mit einer Hitzeperiode um Ende März. In den Jahren darauf kämpften die Menschen deutlich später mit Extremwerten – 2018 etwa Ende Mai. 2019 kletterten die Temperaturen zu Beginn des Junis auf Höchstwerte. Noch später war dies mit Mitte Juni im Jahr 2020 der Fall. Im vergangenen Jahr 2021 trat eine Hitzewelle sogar erst Anfang Juli auf.

Neben Indien bleibt im Frühling und Frühsommer auch das westliche Nachbarland Pakistan oftmals nicht verschont. Besonders verheerend war hier eine Hitzewelle Ende Juni 2015 rund um die Metropole Karachi, die mehr als 700 Todesopfer forderte. Sowohl in Indien als auch in Pakistan endet die jährliche Gefahr von Extremwerten auf dem Thermometer traditionell mit dem Einsetzen des Sommermonsuns, der jedoch zu Wetterkapriolen des anderen Extrems führen kann – auch oder besonders, weil große Regenmengen dann auf einen enorm trockenen Boden treffen. In Teilen beider Länder sind allerdings häufig Brunnen mit elektrischen Pumpen für die Wasserversorgung zuständig. Gibt es aufgrund von Hitze keinen Strom, leidet auch die Wasserversorgung, was wiederum zu Unruhen führen kann.

Reisen in diese Gebiete sind daher aktuell mit Vorsicht zu genießen. Für die Branche bietet A3M seit geraumer Zeit die App "Global Monitoring" an, um Naturkatastrophen sowie Unruhen in den Ländern im Auge zu behalten. Im Zuge der Reiserestriktionen durch Corona ist auch der sogenannten Destination Manager hinzugekommen. Für Endkunden bietet sich analog die kostenlose Website der-reisemanager.com/de an. 

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