2022 – Unsere Zeit für Reisen!

„Wir haben Urlaub im Kopf erzeugt!“

Liquide zu bleiben war für die meisten Reiseunternehmen in den letzten beiden Jahren eine der größten Herausforderungen, auch für „Die Profiurlauber“ aus St. Johann in Tirol. Nie den Draht zu den Kunden verlieren, sichtbar bleiben und Mehrwert bieten, mit dieser Strategie haben Kati und Michael Ladurner in dieser schwierigen Zeit Oberwasser behalten und neues Potenzial geschöpft. 

traveller: Zwei Jahre Pandemie – wie geht es Ihrem Unternehmen heute und war 2021 „besser“ als 2020?

Michael Ladurner: Im Jahresvergleich brachte 2020 wenig überraschend sowohl aus wirtschaftlicher als auch organisatorischer Sicht die größeren Herausforderungen mit sich. Weltweite Reisewarnungen und Lockdowns haben unser Geschäft nahezu zum Erliegen gebracht. Arbeit hatten wir trotzdem jede Menge mit der Abwicklung von Reisestornierungen. 

Das Jahr 2021 fing verhalten an. Wir hatten in Q1 ein paar Abreisen nach Dubai, auf die Malediven und in die Dominikanische Republik. Allesamt Reiseziele außerhalb der EU, wo eine Einreise zum damaligen Zeitpunkt überhaupt möglich war. Quasi zeitgleich mit Rücknahme zahlreicher Covid-19 Maßnahmen in Österreich im Mai sind dann auch wieder vermehrt Buchungsanfragen bei uns eingegangen. Im Juni haben wir wieder unsere ehemalige Mitarbeiterin eingestellt und einen weiteren erfahrenen Reiseprofi für unser Team gewinnen können.

Das Sommergeschäft von Juni bis September war dann den Umständen entsprechend zufriedenstellend, ein Großteil der Buchungen ist dann tatsächlich auch abgereist. In den Herbstmonaten Oktober und November haben wir ein paar schöne und hochwertige Buchungen mit kurzfristigen Abreisen gehabt.

Was waren für Sie und Ihr Unternehmen die größten Herausforderungen in dieser Zeit?

Liquide zu bleiben war sicher eine der größten Herausforderungen. Vor allem 2020 hatten wir hohe Rückzahlungsverpflichtungen aufgrund von Reisestornos bei gleichzeitigem Buchungsstillstand. Wir haben laufend daran gearbeitet, dass wir bei unseren Kunden und Social Media Followern sichtbar bleiben und ihnen Mehrwert geben – durch Live Streams mit Insidern, Social Media Content, Verkauf und Versand von Urlaubsboxen mit verschiedenen Köstlichkeiten und Rezepten und vieles mehr. Während der Lockdowns und Reiseverbote haben wir sozusagen „Urlaub im Kopf“ erzeugt. Durch diese Strategie haben wir gänzlich neue Kunden auch jenseits unserer Landesgrenzen gewonnen. 

Sind Sie Mitglied eines Verbandes (ÖRV oder ÖVT) und waren bzw. sind Sie mit der Arbeit der Interessensvertretungen (auch des Fachverbandes in der WKO) und den Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand zufrieden?

Ein großer Dank an alle Vertreter unser Branche, die sich für uns bei den zuständigen Ministerien und politischen Kräften stark gemacht haben. Die Corona-Unternehmenshilfen und Soforthilfen für Unternehmer waren für uns in jeder Hinsicht überlebensnotwendig.

Wie stellt sich das Reisejahr 2022 dar – welche Erwartungen und Hoffnungen haben Sie?

Der Jänner ist bei uns sehr gut angelaufen. Wir erwarten uns gerade deshalb für 2022 eine weiterhin stark wachsende Urlaubsnachfrage. Vor allem das Sommergeschäft wird sehr gut laufen. Zugleich hoffen wir, dass wir in der Wintersaison 22/23 auch wieder viele Abreisen in die Ferne haben werden. 

Haben, müssen bzw. werden Sie Ihr Portfolio verändern?

Im Vermittlungsgeschäft werden wir unsere Zusammenarbeit mit österreichischen, eigentümergeführten Spezial-Reiseveranstaltern intensivieren. Als Gründungsmitglied von wirsindreisen.at haben wir die Basis hierfür schon erfolgreich gelegt.

Im Veranstaltungsgeschäft versuchen wir mit innovativen Reiseprodukten neue Kunden und Märkte zu erschließen. Unseren Fokus richten wir auf dabei vermehrt auf Destinationen, wo wir selbst schon waren bzw. gelebt und intensiv bereist haben. Auch von uns begleitete Gruppenreisen werden wir verkaufen, sowohl im Eigenvertrieb als auch im B2B Vertrieb über Reisebüros.

Was sind für Sie die Lehren aus der Krise und was glauben Sie, hat der Kunde aus der Krise „gelernt“? Wird sich das Reisegeschäft verändern?

Aufgrund der anhaltenden Dynamik am Reisemarkt mit ständig sich ändernden Reisebedingungen wird der Profi am Counter und die persönliche Beratung wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Krise hat uns gezeigt, welche Partnerveranstalter und Agenturen auch in schwierigen Zeiten hinsichtlich Erreichbarkeit und Service einen guten Job machen. Und nur mit denen werden wir auch in Zukunft weiterarbeiten.

Wir für uns haben jedenfalls gelernt, dass mit ständiger Sichtbarkeit auf unterschiedlichsten Kanälen, mit Top Mitarbeitern, tollem Netzwerk und gutem Mindset auch schwierige Zeiten sich meistern lassen. Jede Krise birgt auch Chancen! 


Über "Die Profiurlauber"

„Wir lieben Reisen“, lautet das Credo des jungen eigenständigen Reiseunternehmens und eben diese große Leidenschaft und Erfahrung aus vielen eigenen Reisen verpacken Kati und Michael Ladurner und ihr Team in außergewöhnliche und einzigartige Reiseerlebnisse rund um die Welt. Ob in der Gruppe oder individuell, durch die Zusammenarbeit mit vielen namhaften Reiseveranstaltern ist das Portfolio nahezu grenzenlos. 
Mehr zum Angebot unter www.dieprofiurlauber.at. Die Profiurlauber sind per-E-Mail an info@dieprofiurlauber.at erreichbar.

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