2022 – Unsere Zeit für Reisen!

„Die Relevanz der Reisebüros nimmt zu!“

Reisen ist und bleibt ein Grundbedürfnis, sagt Andrea Springer, im dritten Beitrag der Serie „2022 – Unsere Zeit für Reisen!“. Die Geschäftsführerin von Springer Reisen ist überzeugt, dass die Sommerfrische für den Kopf heuer wichtiger wird denn je.

traveller: Zwei Jahre Pandemie – wie geht es Ihrem Unternehmen heute und war 2021 „besser“ als 2020?

Andrea Springer: Die Planungsunsicherheit und die ständig wechselnden Vorschriften in verschiedenen Ländern stellten uns vor große Herausforderungen. Nach dem Stornojahr 2020 konnten wir im darauffolgenden Sommer wieder einen leichten Aufwärtstrend spüren. Die Kunden wollten wieder einen Ortswechsel, raus aus dem Alltag. Italien, Kroatien und Griechenland waren gut gebucht. Für Griechenland konnten wir mit der unkomplizierten und direkten Anbindung der Inseln Paros ab Graz und Skiathos ab Klagenfurt eine hohe Auslastung erzielen.
Auch Kurzbadereisen an die Obere Adria sowie Bus- und Kulturreisen waren 2021 gut gebucht. Auflagen, wie etwa die Maskenpflicht während der gesamten Busfahrt, haben unsere Kunden in Kauf genommen.
Sicherheit spielte und spielt nach wie vor eine große Rolle, einfache Anreise, kurze Wege und vertraute Kulturkreise geben ein Gefühl der Sicherheit.

Sind Sie Mitglied eines Verbandes (ÖRV oder ÖVT) und waren bzw. sind Sie mit der Arbeit der Interessensvertretungen (auch des Fachverbandes in der WKO) und den Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand zufrieden?

Wir sind weder ÖRV noch ÖVT-Mitglied. Die Wirtschaftskammer hat ganz tolle Arbeit geleistet, hier wurde Unterstützung und Hilfestellungen gegeben, damit die Betriebe gut durch die Krise kommen und möglichst viele Menschen ihren Arbeitsplatz behalten. Das Ansuchen von Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen war aber oft mit großen Unsicherheiten und vielen offenen Fragen verbunden.

Wie stellt sich das Reisejahr 2022 dar – welche Erwartungen und Hoffnungen haben Sie?

Nach wie vor herrscht eine gewisse Unsicherheit, doch längst nicht mehr in so einem Ausmaß wie in den letzten zwei Jahren. Die Buchungen laufen wieder an. Nicht nur für den Sommer, sondern auch noch kurzfristig für Fernreisen in diesem Winter, zum Beispiel nach Dubai, auf die Malediven, nach Mauritius oder Mexiko. Sommerfrische für den Kopf wird heuer wichtiger denn je. Je weniger Corona in den Medien präsent ist, umso reisefreudiger sind die Menschen. Ich habe bemerkt, dass in den Wochen der österreichischen Regierungskrise die Reisebuchungen sprunghaft angestiegen sind. Für den Sommer erwarten wir uns eine relative „Normalisierung“, eine gewisse Normalität ist ja schon wieder da, vielleicht müssen wir von einer anderen Normalität sprechen.

Haben, müssen bzw. werden Sie Ihr Portfolio verändern?

Wir haben unser Portfolio erweitert und freuen uns, im kommenden Sommer einen Direktflug ab Klagenfurt auf die Insel Paros anbieten zu können. Die exklusiven Charterflüge ab Klagenfurt und Graz auf die Insel Skiathos und ab Graz auf die Insel Paros werden von Mai bis September - wie schon letztes Jahr - fortgeführt. Mit der Flugverbindung auf die Insel Paros wird auch die Insel Naxos leicht erreichbar. Das private Taxiboot bringt die Gäste in nur 20 Minuten auf Naxos.

Auch die direkten Verbindungen ab Wien auf die griechischen Inseln Skiathos, Chalkidiki, Kefalonia, Mykonos und Santorin werden heuer wie auch schon im letzten Jahr gut angenommen.
Im Hotelsegment haben wir unser Angebot auf Villen erweitert, denn es werden vermehrt Unterkünfte der höherpreisigen Kategorie gebucht, wodurch sich auch die Reisepreise erhöhen. Billiger wird Reisen nicht.
Bus- und Kulturreisen werden wieder verstärkt nachgefragt und gebucht, lediglich das Buchen von mehrtägigen Busrundreisen ist noch sehr verhalten, auch der Städtetourismus lässt noch auf sich warten.

Was sind für Sie die Lehren aus der Krise und was glauben Sie, hat der Kunde aus der Krise „gelernt“? Wird sich das Reisegeschäft verändern?

Reisen ist und bleibt ein menschliches Bedürfnis, daran wird auch die Coronakrise nichts verändern. Es wird zukünftig notwendig sein, so schnell wie möglich auf verändernde Umweltbedingungen zu reagieren und dementsprechende Produktanpassungen vorzunehmen.
Der Trend geht in Richtung geringerer Reisehäufigkeit. Wahrscheinlich aufgrund der sich ständig ändernden Einreisebedingungen, komplizierten Registrierungen und Testpflichten.
Die Relevanz des Reisebüros nimmt wieder zu, der direkte Kundenkontakt in Zeiten wie diesen ist wichtiger denn je. Jetzt haben Reisebüros die Chance ihren Mehrwert zu vermitteln.

Über Springer Reisen

Was 1912 mit einem Taxiunternehmen in Villach begann, wurde aktuell mit rd. 130 Mitarbeitern, einem jährlichen Gesamtumsatz von mehr als 60 Mio. Euro, 23 Reisebüros in Kärnten und der Steiermark, Geschäftsreisen (Lufthansa City Center) und einem eigenen Reiseveranstalter zum größten touristischen Full-Service Dienstleister im Südosten Österreichs, der in dritter Generation von Andrea Springer geleitet wird. Sie hat das Unternehmen zu einem führenden Spezialisten für Griechenland ausgebaut. Das Besondere anzubieten, Neues zu entdecken und eine Vorreiterrolle zu übernehmen stehen für den Erfolg des Familienunternehmens. Mehr zum umfangreichen Angebot unter www.springerreisen.at. Die Reiseexperten von Springer Reisen sind per E-Mail an springer@springerreisen.at erreichbar.

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