traveller 02/2022

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Ausgabe 02 2022 27. Juni 2022 | Nr. 1963 Ab in die Ferne Trendsetter &Topseller Star Alliance Jubiläum& Zukunft

Marrakesch - Perle Südmarokkos 29.10. - 2.11.22, 29.12.22 - 2.1.2023 Flug ab Wien, Bus/ Kleinbus, ****/*Hotel/tw. HP, Eintritte, RL ab € 1.360,– Große Südafrika Rundreise + Mkhaya Big Game Reserve in Eswatini/Swasiland 23.10. - 11.11., 6. - 25.11., 26.12.22 - 13.1.2023 Flug ab Wien, Bus/Kleinbus, *** und ****Hotels u. Lodges/meist HP, Gamedrives, Bootsfahrt, Eintritte, RL € 3.790,– Naturerlebnis Uganda Auf den Spuren von Berggorillas und Schimpansen 25.12.22 - 8.1.23, 21.1. - 4.2.2023 Flug ab Wien, Geländefahrzeuge, Bootsfahrten, Schimpansen - und GorillaTracking, *** und ****Hotels u. Lodges/meist HP, Wildbeobachtungsfahrten, Eintritte, RL € 5.680,– Jordanien intensiv 6. - 16.10., 22.10. - 1.11., 25.12.22 - 3.1.2023 Flug ab Wien, Bus/Kleinbus, Geländewagen, *** u. ****Hotels/HP u. 1x Zelt-Lodge/HP, Eintritte, RL ab € 2.120,– Ostkanada - Indian Summer 24.9. - 8.10.2022 Flug ab Wien, Bus/Kleinbus, *** und ****Hotels/NF, Schifffahrten, Eintritte, RL € 4.440,– Höhepunkte Mexikos 13. - 28.11., 24.12.22 - 8.1., 11. - 27.2.2023 Flug ab Wien, Bus/Kleinbus, meist ****Hotels/NF, Bootsfahrt, Eintritte, RL ab € 3.190,– Hamburg mit Elbphilharmonie + Alster- und Hafenrundfahrt + Ausflug nach Lübeck inkl. Europ. Hansemuseum 25. - 29.8.22 Flug ab Wien, Transfers, Ausflug, Stadtbesichtigung, zentrales ***Hotel/NF, Eintritte, RL € 1.020,– „Pittsburgh Symphony Orchestra“ Elphi ab € 127,– Burgund intensiv Prägende Kultur, wohltuende Landschaft, berühmte Weine und genussreiche Wanderungen 3. - 10.9.2022 Flug ab Wien, Bus, *** u. ****Hotels/tw. HP, Verkostungen, Eintritte, RL € 1.690,– Portugal Rundreise 17. - 24.9., 24.9. - 1.10., 22. - 29.10.2022 Flug ab Wien, Bus, ****Hotels/meist HP, Eintritte, RL ab € 1.560,– Höhepunkte Sardiniens 11. - 18.9., 18. - 25.9.2022 Flug ab Wien, Bus, ****Hotels/ meist HP, Eintritte, RL € 1.590,– Rom - die ausführliche Reise + Vatikanische Museen und Sixtinische Kapelle 22. - 26.10., 29.10. - 2.11.22 Flug ab Wien, Transfers, zentrales ***sup. Hotel/NF, Eintritte, RL € 960,– Montenegro - Kleinod am Mittelmeer 10. - 17.9., 22. - 29.10.2022 Flug ab Wien, Bus/Kleinbus, ****Hotel/HP, Bootsfahrten, Eintritte, RL € 1.420,– Kneissl Touristik Zentrale Lambach, zentrale@kneissltouristik.at, ☎ 07245 20700, www.kneissltouristik.at Rom © Foto Julius Herbst · Winter · Frühling 2022/23 Europa | Nordland | Fernreisen SommerReisen 22 Europa | Nordland | Fernreisen

02 | 2022 5 Kommentar So sehr hätte uns ein Reisesommermit nur positiven Nachrichten gutgetan. Es war alles angerichtet, die riesige Reiselust in den Süden sorgt für viel Betrieb in denReisebüros, volle Flieger und gefüllte Betten. Auch der Alpenraum ist gefragt, selbst wenn die euphorischen Meldungen von den Seenregionen heuer leiser klingen als 2021. In den Städten wuseln die Menschenmassen wie in alten Zeiten durch die Einkaufsstraßen, drängen in die Museen und lassen sich in denGastgärten ihren Eiskaffee schmecken. Alles eitleWonne, wenn da nicht die Krisenmonster mit gefletschten Zähnen hinter der nächsten Ecke lauernwürden. Die Pandemie, klar, da haben wir alle schonRoutine entwickelt. Aber, dass auch in der Hitze des Sommers einem zusätzlich zur Sonne auchdie Sorge umsteigende Infektionszahlen die Schweißperlen auf die Stirn treibt, das hätten wir gerne vermieden. Was im Herbst wieder auf uns zukommt, das weiß ehniemand so genau. Nicht einmal die echten und die selbsternannten Experten. Vielleicht verläuft dieKurve dannflacher, weil sie davor schonhöher ist. Sicher ist nur, vorbei ist noch lange nichts. Der Ausnahme- ist der Normalzustand. Normal ist das hingegen nicht, was sich derzeit an Flughäfen abspielt. Allein für Juli strich die Lufthansa rund900 Flüge inEuropa anWochenenden, was etwa fünf Prozent der Kapazität entspricht. Billigflieger Easyjet hat tausende Flüge gecancelt. Der Grund ist der Personalmangel aufgrund von Erkrankungen (Corona!) undUnterbesetzung. Vor allemdas Bodenpersonal ist ausgedünnt als Folge von Entlassungen und Jobwechsel. An deutschen Airports etwa sind laut FlughafenverbandADV rund 20 Prozent der Stellen unbesetzt. In Europas LuftfahrtindustriegingendurchdieCoronakrise600.000 Arbeitsplätze verloren, weltweit sind es 2,3Millionen Jobsweniger. Die sindnichtmit einemFingerschnippserwieder da. Vor allemdieBodendienste sind schwer nachzubesetzen, weil die Kombination von niedrigen Löhnen für harte Arbeit undwenigWertschätzung für nur geringeMotivation sorgt. EinEinstiegsgehalt von1.700Brutto lockt niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Zusätzliche Diäten steigern das Einkommen, sind jedoch unzuverlässig. Das Argument gilt schon in der Gastronomie, woman sichmit Trinkgelderndas oftmals vergleichsweise niedrige Grundeinkommen auffettet, nur bedingt. Garantiendafür gibt es halt nicht. Dass mittlerweile Arbeitgeber Gehälter deutlich über demKVanbietenmüssen, umüberhaupt eine Chance zu haben, kennt man aus den meisten Branchen. Es zeigt aber einGrundproblem, für das es besser bald als später eine Lösung braucht: Das Wirtschaftssystem hat sich durch die Digitalisierung, Globalisierung unddemografische Entwicklung verändert, das Steuersystemnicht. Die Steuern auf Arbeit sind viel zu hoch, gerade bei personalintensiven Branchen der Dienstleistung wie dem Tourismus läuft der Rechenstift heiß, damit sich der Betrieb noch auszahlt. Die Arbeitskräfte bekommen zu wenig Netto vom Brutto. Auf der anderen Seite wird Amazon für Rekordumsätze an der Börse gefeiert. Im Jahr 2020 erzielte der Multi alleine in Europa (Firmensitz in Luxemburg) 51,3 MilliardenEuroUmsatz, bezahlte keinenCent Steuernund erhielt sogar eine Steuergutschrift inHöhe von 56 Millionen Euro! Den normalen Betrieben wirdnichts anderes übrigbleiben, als über dieMaßengut zubezahlen. Tunoder können siedas nicht, müssen sie Leistungen einschränkenoder zusperren. Beides sorgt nicht für bessereGeschäfte. Reisen ist ein Grundbedürfnis, aber nicht lebensnotwendig. DerGipfel der Teuerungswelle steht erst bevor, die Auswirkungen auf viele Lebensbereiche sind nochnicht abschätzbar.Mit Blickauf all dieseMonster könnte uns der Optimismus verloren gehen – aber gerade den braucht es. Ich bin überzeugt, es kommen wieder bessere Zeiten. Genießen auch Sie dieUrlaubszeit, wennmöglich, und schnaufen Sie durch. Ich wünsche Ihnen sonnige Tage. System mit Reformbedarf Inhalt Aktuell Die Zukunft der Allianzen ������ 06 Agenttour nach Zakynthos ���� 16 TRVLX: Auftakt in Georgien ��� 21 Interview Edward Ho, EVA Air �������������������������������������� 08 Phillies Ramberger, Pur Touristik ������������������������������� 18 Special Highlights Winter 2022/23 ���� 12 Grüne Seite ������������������������������� 23 Kreuzfahrttrends ��������������������� 24 Island entdecken ��������������������� 28 IMPRESSUM Medieninhaber und Verleger: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H. | Verlagsort/Anschrift Medieninhaber/Redaktion/Herausgeberin: Euro Plaza 5, Gebäude J, Kranichberggasse 4, 1120Wien | Tel.: +43/1/866 48-0, Fax: DW -100 | Internet: www.manstein.at | Geschäftsführung: Mag. Markus Gstöttner | Herausgeberin: Mag. Dagmar Lang, MBA | Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H. eine 100% Beteiligung der dfv Mediengruppe, Frankfurt/Main | Sprecher der Geschäftsführung Deutscher Fachverlag GmbH: Peter Esser, Sönke Reimers | Alle anderen im Mediengesetz (§25 MedienG) aufgelisteten Angaben finden Sie unter: www.traveller-online.at/impressum | Firma des Herstellers: Friedrich Druck& Medien GmbH | Herstellungsort: Zamenhofstraße 43, 4020 Linz | Titelbild: foto8tik - stock.adobe.com traveller – INDIVIDUELL | AKTUELL | UNABHÄNGIG Chefredakteur: Mag. Thomas Schweighofer (ts) | Sales&Marketing: SusanneWernbacher-Pretsch (Leitung), Manuela Sommer | Mitarbeit in dieser Ausgabe: Nadine Vejnoska (nv), Brigitte Charwat (bc), Kurt Hofmann, Daniel Scherz, Silvia Moser | Online-Redaktion: Nadine Vejnoska | Sekretariat: Gisela Imnitzer (DW211 / g.imnitzer@manstein.at) | Aboverwaltung: vertrieb@ manstein.at | Produktion: Georg Vorstandlechner (g.vorstandlechner@manstein.at) | E-Mail: redaktion@traveller-online.at | www.traveller-online.at, www.facebook.com, linkedin.com Thomas Schweighofer Chefredakteur t.schweighofer@manstein.at

6 02 | 2022 Aktuell 25 Jahre Star Alliance „Together. Better. Connected.“ Star Alliance, die älteste Luftfahrt-Allianz, hat Trends geschaffen, welche Flugpassagiere bis heute schätzen. Doch diese Form der Bündnisse haben ihren Zenit schon lange überschritten. Es war schon spannend, als im Jahr 1997 zunächst fünf Airlines – Lufthansa, United Airlines, SAS, THAI und Air Canada – sich zu einemglobalen Bündnis namens Star Alliance vereinten, „um Kunden eine nahtlose, weltweite Reichweite und ein konkurrenzloses Angebot zu bieten“, wie es der aktuelle Star Alliance-CEO Jeffrey Goh bezeichnet. Einer der damals führenden Masterminds war der ehemalige LufthansaChef JürgenWeber. Die Allianz war durchaus sein Baby. Denn es war die Zeit der ersten bilateralen Abkommen zwischen Fluglinien. So hatte Lufthansa bereitsmit SAS zusammengearbeitet, auch einOpen-Sky-Abkommenmit UnitedAirlines gab es. All das trug dazu bei, dass sich die Airlines untereinander besser kennenlernten. Dies zu einer Zeit, in der auch die Globalisierung begann. Zudem war damals keine der Fluglinien wirklich global aufgestellt. Den elitären Verband sollten nur Gleichgesinnte beitreten, also die guten Airlinenamen der Branche, um auch den globalen Kundenwünschen zu entsprechen. Die Allianz wuchs und deren „Boom-Zeit“ begann ab den frühen 2010er-Jahren. Konkurrenzverbände wie Oneworld (British Airways, Japan Airlines etc) oder SkyTeam (Air France-KLM, Delta, Alitalia u.a.) – alle drei Allianzen haben weiter versucht sich zu erweitern. Die Blüte der Star Alliance war auch jene Zeit, wo der ÖsterreicherWolfgangMayhuber die Lufthansa führte (2003 bis 2010) und Beitritte etwa einer Turkish Airlines oder Egyptair befürwortete. Mittlerweile hatten die Passagiere schon gelernt, die Vorteile der Allianzen zu schätzen. Oft waren die Kundenmehr von einer Allianz begeistert als die Airline-Manager selbst, die warenmanchmal schwer zu überzeugen. Die Luftfahrtallianzen haben zudem viele Millionen investiert, sei es in gemeinsame Lounges, in Vielfliegerabkommen etc. Daher wäre es aus heutiger Sicht wohl töricht, das zu ändern. Geburt des Joint Ventures Der Luftverkehrwurde immer liberaler, dieAllianzSysteme entwickelten sich von einst vorrangig bilateralen Abkommen nun in intensive Joint Ventures, wo Airlines wirklich Geld verdienen. Jetzt wirddirekt über Preise oder Flugpläne geredet, was aus gesetzlichenGründen zuvor nichtmöglichwar. Und, in den Allianzen haben sich die Airlines gut kennengelernt, vorangetrieben wurde auchdieGlobalisierung. Auch für AustrianAirlines-CCO Michael Trestl sind Joint Ventures ein wichtiger Punkt. „Unsere Joint Ventures stellen eine unverzichtbare, enge Zusammenarbeitmit unserengrößten undwichtigsten Partnern dar, um für unsere Fluggäste ein maßgeschneidertes Angebot auf den Kooperationsstrecken zusammenstellen zu können“, so Trestl gegenüber dem traveller. Der kontinuierlicheAusbaubeider Partnerschaft-Varianten, alsoauchderAllianz, werde künftig imFokus liegen, soder AUA-Vertriebsvorstand: „Wir freuenunsmit allen anderen Mitgliedsgesellschaften über das 25-jährige Jubiläum der Star Alliance! Mit dieser Plattform können wir unseren Kund:innen ein weltumspannendesNetz undnahtloses Reisenmit 26 Airlines anbieten“. © Star Alliance „Wir arbeiten hart daran, die Netzwerkführerschaft und die globale Präsenz der Star Alliance zu gewährleisten und stärken.“ Jeffrey Goh, CEO Star Alliance

Wie überall, gibt es auch unter den Allianz-Mitgliedern nicht nur Freude und Zufriedenheit. Manche hinterfragen ihren Stellenwert, in so einem Findungsmodus befindet sich etwa EGYPTAIR. Auch gibt es Airlines, die überhaupt nichts damit amHut haben. „Wir schauen uns das regelmäßig an und evaluieren genau, kommen aber zumSchluss, das esmit den Code-Share Abkommen für uns ambesten ist“, so Icelandair-CEO Bogi Bogason gegenüber dem traveller. Auch Air Astana aus Kaschastan, welchemit ihrer Qualität, modernen Flotte und ihrem Netzwerk eigentlich prädestiniert für eine Allianz wäre, ist von diesem Konzept überhaupt nicht überzeugt. „Wir bleiben bei unseren bilateralen Abkommen und wollen selbst entscheiden, was wir tun“, so deren Präsident Peter Foster. Nicht alles macht Sinn Auch gab es Pleiten innerhalb der Star Alliance: Varig, Ansett, Adria Airways, Avianca Brasil ... Continental Airlines wurde vonUnited übernommen und integriert, South African Airways befindet sich seit „Ewigkeiten“ in einer Finanzkrise. Auch somanch große Idee konnte nicht umgesetzt werden. Eine einheitliche Flotte, im IT-Bereich und sogar beimCatering gab es Überlegungen zur Vereinheitlichung. Diese Projekte wurden nicht weiter verfolgt, weil es nicht funktionieren konnte. Heute fokussiert man auf spezielle Projekte, wenn alle 26 Mitglieder es für gut empfinden. Übrigens war es auch in der Vergangenheit oft kein Leichtes, Entschlüsse zu fassen. Im Jubiläumsjahr gibt es weitere Entwicklungen in der nahtlosen Konnektivität – wie neue digitale und mobile Innovationen. Kunden ineiner digitalisierten Welt erwarten sich entsprechende Dienstleistungen. „Es ist unsere oberste Priorität sicherzustellen,dassStarAllianceseineBranchenführerschaft durch die Bereitstellung innovativer Allianzerfahrungen fortsetzt“, so Jeffrey Goh. Auch wurden in den letzten Jahren eigene Star Alliance Lounges in Los Angeles, Amsterdam, Rome, Rio de Janeiro, Buenos Aires und Paris eingerichtet. Vor allem an jenen Hubs, wo die Allianzen über keinen eigenen Homecarrier verfügen, aber der Standort von vielen Mitgliedern angeflogen wird und extremwichtig ist. Fix dürfte jedenfalls sein: Der Kunde wird auch weiterhin die wertvollen Vorteile und das Angebot schätzen. Die Marke Star Alliance ist gern gesehen und somit gut verankert. Und nicht zuletzt haben sich die große Allianzen nicht nur bei vielen Kunden beliebt gemacht, sondern die meisten Airlines konnten damit auch gutes Geld verdienen. Wie meinte ein Insider: Das war für alle Beteiligten eine Porto-Kasse, alle Investitionen kamen um ein Vielfaches wieder zurück. Kurt Hofmann Gründung: 14. Mai 1997 (von Air Canada, Lufthansa, Scandinavian, Airlines, THAI, United) Unternehmenssitz: Frankfurt am Main CEO: Jeffrey Goh Bilanz: mehr als 10.000 Flüge täglich zu 1.200 Flughäfen in 184 Ländern Slogan: „Together. Better. Connected.” Mitglieder: 26 Aegean Airlines, Air Canada, Air China, Air India, Air New Zealand, ANA, Asiana Airlines, Austrian, Avianca, Brussels Airlines, Copa Airlines, Croatia Airlines, EGYPTAIR, Ethiopian Airlines, EVA Air, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Scandinavian Airlines, Shenzhen Airlines, Singapore Airlines, South African Airways, SWISS, TAP Air Portugal, THAI, Turkish Airlines, United Star Alliance Jetzt bringen Sie mal Ihre Kinder auf die Palme.

8 02 | 2022 Interview EDWARD HO „We cannot fly alone“ Was im November 1991 mit der Aufnahme von Wien als erste europäische und gleichzeitig erste Langstrecken-Verbindung der damals noch blutjungen EVAAir begann, wurde zu einer mittlerweile mehr als 30Jahre währenden Erfolgsgeschichte, die coronabedingt nur kurz gebremst wurde. Auch wenn Aufgaben und Herausforderungen für die globale Luftfahrt in Zeiten von Pandemie, Krieg,Teuerung und Klimaveränderung nicht einfacher werden, an der klaren Zielsetzung der privaten taiwanesischen Fluglinie ändert dies nichts. Im Gegenteil, wie EDWARD HO, General Manager Austria & CEE, im Interview ausführlich erklärt. traveller: Zwei Jahre Pandemie habendie Luftfahrt schwer getroffen. Wie gut ist EVA Air durch diese Zeit gekommen? EDWARDHO: Ja, es ist eine herausfordernde Zeit. Ich erinnere mich noch gut an unseren letzten regulären Flug am 23. März 2020 und die rasch folgendenÜberlegungen, inwelcher Formwir den Flugbetrieb aufrecht halten können. Wir haben dann bereits Mitte April und mitten im ersten Lockdown unsere Frachtflügemit demDreamliner wieder aufgenommen und diese rasch auf bis zu vier wöchentliche Flüge gesteigert. Das hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, wir halten diese Frequenzen seit nunmehr zwei Jahren auf stabilemNiveau. Die Möglichkeit der Kurzarbeit durch die österreichische Regierung hat hier sehr geholfen, wir konnten unseren gesamten Staff behalten. Von den rd. 30 Mitarbeitern waren ungefähr die Hälfte in Kurzarbeit, die anderen blieben inVollzeit undwurden vorrangig im Cargobereich sowie für Sonderprojekte eingesetzt. Es gab also fast zwei Jahre nur Frachtflüge nach Taiwan? Ja, eine reguläre Linienverbindung hat nicht stattgefunden, es gab aber in den erstenMonaten der Pandemie Repatriierungsflüge. Etwa in Zusammenarbeit mit der thailändischen Botschaft für Rückführungen von thailändischen Staatsbürgern. Läuft der Flugbetrieb im gesamten Netz nun wieder normal? Nein, leider noch nicht. Der Ladefaktor liegt im Vergleich zu 2019 weltweit immer noch bei rund 20 Prozent. Hingegen liegt der Bereich Cargo bei mehr als 93Prozent, Cargo ist wirklichein „Lebensretter“. Aber wir setzen alles daran, unseren Passagierdienst wieder vollumfänglich aufzunehmen. Was nur insofern schwierig ist, da die meisten asiatischenLänder inden letztenzwei Jahrengeschlossenwaren.WillmannachTaiwan reisen,mussman drei (neu!) Tage Quarantäne berücksichtigen. Seit 15. Juni ist der Transit wieder erlaubt, was den nötigen Schub, vor allemauch für unserenDirektflug von Wien nach Taipeh, bringen wird. (Anm.: Mit November 2022 kehrt EVA Air zu ihrem normalen Flugplan mit sieben wöchentlichen Rotationen zurück. Mehr imDetail auf travellere-online.at) Bald kommt der beliebte Stopp inBangkok zur Wiener Taipeh-Verbindung dazu? Wir freuen uns immens, dass die Wien-BangkokRoutemit 06. Juli – vorerst zweimal bzw. imAugust und Oktober dreimal wöchentlich – wieder zurückkommt. Und unsere Passagiere scheinen sich mit uns zu freuen, denn kaum war der Flug announced, waren die ersten vier Flüge ausgebucht. Die Passagiere überlaufen uns förmlich, die Buchungszahlen im Juli auf diesemLeg haben bereitsmehr als 90 Prozent erreicht. Das ist wirklich fantastisch, aber auch das Incoming liegt im August bereits bei durchschnittlich 70 Prozent Auslastung. Es geht Schritt für Schritt aufwärts! Cargohat also inden letzten zwei Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Inwiefern hat dies die Geschäftsstrategie vonEVAAir verändert? Die Evergreen Group und ihre Schwestergesellschaft Evergreen Line basieren als eine der weltweit größten Containerschiff-Reedereien auf Fracht, der Linien-Passagierdienst hat sich erst seit 1991 zu entwickeln begonnen. Seit mehr als 30 Jahren ist neben dem Fracht- auch der Passagierverkehr für das Unternehmen essenziell, mit Ausbruch der Pandemie wurde die Strategie aber sofort wieder auf Fracht umgestellt. Mit großem Erfolg, dennoch ist EVA Air ein Lufttransportunternehmen, das eben auch die Bedürfnisse der Passagiereweltweit zu erfüllen hat. Und dieNachfrage ist eine sehr, sehr große. Zurück zur Luftfahrt: Denktman inZeitenwie diesen an Streckenexpansion? Eventuell in Europa, wo EVA Air mit Wien, Amsterdam, London und Paris vier Ziele bedient? Oberste Priorität ist, den Flugverkehr zu diesen vier Zielenwieder konstant mit Erfolg bringender Auslastung bedienen zu können. Aber ja, wir möchten neue Service-Routen, die wir bereits vor zwei Jahren geplant haben, einführen. So stehen Direktflüge von Taipeh nach Mailand und München amWunsch-Flugplan. So sich die PandemieSituationen nachhaltig stabilisiert und Reisebeschränkungen entfallen, hoffen wir auf baldige Inaugurals. Nun liegt München sehr nahe zu Österreich, waswürde diese Verbindung für denWien-Flug bedeuten? Der Plan ist, mit München und Wien im Herzen Europas ein Twin-Hub-Konzept zu betreiben. Für Asiatenmacht es wenig Unterschied, ob sie nach Wien oder München fliegen. Denn von beiden Airports gibt es Verbindungen zu allen europäischenDestinationen. Auchwenn es anfangs vielleicht ein Wettbewerb ist, wäre ein Twin-HubKonzept für beide Flughäfen sehr effizient. Denn sowohl von Wien oder München kann nach Taipeh geflogen werden, und mit der Bangkok-Verbindung ab Wien stehen zudem weitere Flüge nachThailand zur Verfügung. Was für die Urlaubsplanung ein zusätzliches Asset ist. Unser Anspruch ist, das Produkt für den Passagier komfortabler zu machen. Reisen wird in Zeiten der allgemeinen Teuerung immer mehr zur Preisfrage. Wie wird es mit den Ticketpreisenweitergehenund ist aus Ihrer Sicht Low Cost ein Auslaufmodell? In den letzten Jahren sind die Ticketpreise bei nahezu allen Fluggesellschaften gesunken. Jetzt, in Zeiten der Pandemie, denken viele Airlines darüber nach, wie man die Preise erhöhen kann, umdie Kosten zu decken. Unserer Erfahrung nach hängt es vom jeweiligen Markt ab. Das Fluggeschäft muss sich an die Bedürfnisse der Passagiere anpassen. Was hat man davon, die Preise zu erhöhen, wenn sich diese dann aber kaum jemand leisten kann? Das Preis-Leistungsverhältnis muss ein ausgewogenes sein. Nehmen Sie unsere Economy-Class Durchschnittspreise nach Bangkok © EVA AIR „Der Plan ist, mit München und Wien im Herzen Europas ein Twin-Hub-Konzept zu betreiben.“

02 | 2022 9 (700 bis 1.100 Euro) und Taipeh (rd. 800 bis 1.200 Euro), ich denke, diese sind für den Passagier akzeptabel. Wir haben schon so vieleWellen erlebt – etwa das ständige Auf und Ab des Treibstoffpreises – und natürlich müssen auch wir kostendeckend fliegen und vor allem unsere Serviceleistungen stabil halten. Denn das ist eminent, um das Vertrauen der Passagiere nicht zu verlieren. Apropos Vertrauen, wie hat EVA Air das Umbuchungs- und Stornochaos zu Beginn der Pandemie bewältigt? EVAAir war indieser Zeit sehr kulant, ichbinwirklich stolz auf unser Unternehmen. Natürlichmussten wir den Regeln für Umbuchungen und Stornierungen folgen, aber wir haben den Fluggästen gemeinsam mit den Agenturen immer geholfen, auch beim Umbuchen auf andere Carrier. Denn Erstattung undUmbuchung gehören zudenRechtender Passagiere. Die Rückerstattungendauerten meist nie länger als einen Monat. Die Passagiere wussten dies zu schätzen undwarenmit unserem Service sehr zufrieden. Wir ziehen auch bei unangenehmenDingen vor, unseren Service zuhundert Prozent zu gewährleisten. Denn es geht auch um die Wahrung unseres Images und des Vertrauens zwischen Airline und Passagieren. Eine professionelle Servicekultur ist demnach Teil des Erfolgs von EVA Air? Ich glaube, nur noch sehr wenige Fluglinien verfügen über ausreichend Personal, fast alle haben personell reduziert. Nicht EVA Air, wir haben in Wien immer noch 30Mitarbeiter. Unser PassengerServicecenter ist immermit drei Personen besetzt. Eine hohe Servicequalität und die Sicherheit waren für den Gründer von EVA Air das Wichtigste und sind Teil unserer DNA. Von der Wartung der Flugzeuge bis zumCatering undGroundhandling wurden jeweils eigene Units gegründet, um den besten Service für EVA Air zu gewährleisten. Auf diesem Konzept basiert die ganze EvergreenGroup, es gibt Evergreen Aviation Technologies, Evergreen Hotels, Evergreen Busse, Evergreen Containerschiffe und eben EVA Air. Sicherheit steht dabei immer an oberster Stelle, und hier rangiert EVAAir bekanntlich seit vielen Jahren im Ranking der sichersten Airlines ganz weit oben. Gibt es Neuigkeitenbzw. Änderungen imBordservice, etwa im Catering? Ich freue mich hier auch auf einige Neuigkeiten (lacht). Während der Pandemie konntenwir unser gewohntes Service vomWagen nicht bieten, sondern nur im vorgefertigten Tray servieren. Wir werden aber bald wieder den gewohnt hohen Standard anbieten können. Und in Wien pflegen wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit DO&CO. EVA Air war die erste Airline mit einer PremiumEconomy-Class, geflogenwirdaber aktuell im Zwei-Klassen-System? Ja, die Wien-Route wird in zwei Klassen – Royal Laurel und Economy-Class – bedient. Aber wir hoffen sehr, dass uns das HQ bald grünes Licht für die PremiumEco auf demWien-Flug gibt. Die Passagiere bevorzugen diese Klassemitmehr Platz und Service. Ich hoffe, dass in den neu georderten Flugzeugen (Boeing 787-10 Dreamliner) die Premium-Economy wieder ein fixer Bestandteil werden könnte. Aus Sicht vonEVAAir, inwelche Richtung sollte sich das Produkt Fliegen in naher Zukunft entwickeln? Das ist eine gute Frage, über diewir intensiv nachdenken. Natürlich müssen wir unseren Standard beibehalten, wie wir Partner mit gleich hohen Qualitätsansprüchen benötigen, um unser Netz zu erweitern. Wir können nicht alleine fliegen, auch, um Emissionen zu sparen und Ziele mit Partnerdiensten zu verbinden. Aber, wir müssen einen vergleichbar hohen Servicestandard garantieren können. Deshalb glaube ich, dass gerade Wien großes Potenzial für ein neues Produkt hat und eine sehr gute Brücke zwischen Asien und Europa sein kann. Mit Taipeh als Hub nach Asien undWien als Hub innerhalb Europas. Hier sehen wir z.B. mit Star Alliance Mitgliedern großes Potenzial, um unsere beiden Netzwerke mit einem sehr passagierorientierten Produkt zu erweitern. Einfach nur zu sagen, man habe die besteQualität reicht nicht, wenn man den Bedarf der Kunden nicht erkennt. Sie benötigen eine Fluggesellschaft, umzu reisen und das Produkt Reisenmuss für sie überzeugend sein. EVA Air befindet sich als Mitglied der Star Alliance im Kreis vieler guter Partner?

10 02 | 2022 Interview Ja, und hier ist Wien als Star-Hubmit der Lufthansa Group und Austrian Airlines im Vergleich zu London, Paris oder Amsterdam – die keine StarHubs sind – in einer sehr guten Position, um das Netzwerk zu erweitern. Star Alliance feiert heuer ihr 25-jähriges Bestehen. Welchen Stellenwert haben Allianzen noch? Als EVA Air 2013 der Star Alliance beigetreten ist – wir feiern nächsten Jahr das zehnjährige Jubiläum (18.06.) – waren wir der Junior in der ältesten Allianz mit Branchengrößen wie Lufthansa oder Thai Airways und den vielen anderenMitgliedern. Aber wir sind mit dem Beitritt „gewachsen“ und haben uns kontinuierlich verbessert. Gerade der Systemumstieg auf Amadeus hat hierzu enorm viel beigetragen. Das Konzept einer Allianz sind die gleiche Systemwelt und ein gleichwertiger Standard, der auch für die Passagiere sichtbar ist. Der Hauptvorteil einer Allianzmitgliedschaft ist aber ein starkes Netzwerk, das das eigene Angebot ergänzt bzw. erweitert und dem Passagier zur Verfügung steht. Für Frequent Flyer ergeben sich dadurch schier unendliche Möglichkeiten. Star Alliance Member zu sein bzw. mit einem StarMitglied zu fliegen, bringt also beiden Seiten – Kunden wie Fluglinie – Vorteile. Fliegen und Nachhaltigkeit, passt das überhaupt zusammen? Kann es eine grüne Zukunft für die Luftfahrt geben? Umweltfreundliches Reisen ist eines unserer ganz großenUnternehmens-Themen, diemeisten Fluggesellschaften und auch wir haben sich bis 2050 zu Null Emissionen verpflichtet. Das ist unser aller Ziel, jedes Unternehmenmuss darüber nachdenken, wie man die Kohlenstoffemissionen minimieren kann. Auch wir haben bereits dahingehend Pläne entwickelt, etwa das „Geen Travel“ Carbon Offset Program initiiert, umCO2-Neutralität zu erreichen. Die StreckeWien-Taipeh beträgt rd. 10.000 Kilometer und kostet etwa eine Tonne CO2-Emissionen pro Passagier. Ihn für diesewichtige Thematik zu sensibilisieren, ist Teil unserer Aufgabe. Ist die Einführung einer CO2-Steuer der richtige Weg? Wenn er funktioniert, um die Umwelt zu verbessern, ja. Nur muss es ein globaler Weg und nicht nur punktuell für Regionen sein. Man kann die Luft nicht auf ein bestimmtes Gebiet beschränken. Das Problem dieser Steuer ist die Zweckgebundenheit, wofür das Geld letztlich verwendet wird. Schließlich sollte die Natur davon profitieren, nur was macht die Natur mit Geld? Waswünscht sichEDWARDHOfürdie Zukunft, für sich und sein Unternehmen? Ich bin glücklich und zufrieden, hier inWien sein zu können. Denn, anders als eigentlich üblich, musste ich nicht nach meinen ersten drei Jahren an eine andere Station oder ins HQ nach Taipeh wechseln, sondern durfte bleiben. Dafür bin ich meinemUnternehmenwirklich sehr dankbar, dass es meine Entscheidung unterstützt hat. Ich liebe Wien, meine Familie und ichwerden inÖsterreich bleiben. Ichdenke, dass ich inWiennoch vielmehr erreichen kann. DasUnternehmen expandiert und Wien ist eine sehr wichtige Station in Europa. Der Markt ist nicht groß, aber es gibt vieleMöglichkeiten und wir haben nun unseren Platz im Markt gefunden. Nicht nur imPassagierbereich, sondern vor allemauch in der Fracht. Ja, es gibt für EVAAir – für mich selbstverständlich die beste Fluglinie – gemeinsammit unseren sehr gutenPartnernwie dem Flughafen Wien und den Star Alliance Partnernnoch sehr viel zu tun.Wir werdenuns laufend weiter verbessern, umdann vielleicht eines Tages jene Rolle zu spielen, dass Fluggesellschaften von uns lernen. So wie EVA Air in ihren Anfängen von den Großen gelernt hat. bc/ts Allianz Partners Wird der Sommer 2022 zu teuer? Die persönliche Finanzsituation und steigenden Lebensunterhaltungskosten sind für die Urlaubshungrigen ein potenzielles Hindernis. Viele wägen ab, ob sie sich einen Urlaub überhaupt erlauben können. Zusätzlich erschweren die geopolitischenUnruhen eine unbekümmerte Haltung einzunehmen. Und auch auf den Herbst sieht man mit etwas Unbehagen. Es gibt also viele Faktoren, die Reisende aktuell in einen „summerblues“ versetzt, wie eine aktuelle Umfrage von Allianz Partners zeigt. Die tatsächliche Reisetätigkeit spricht aber eine ganz andere Sprache und lässt zumindest für die kommende Saison noch eine erfreuliche Aussicht zu. Denn in Österreich planen 87 %der Bevölkerung einen Urlaub dieses Jahr – was uns imEU-Schnitt nach Italien (92 %) und Spanien (89 %) zum reisefreudigsten Land macht. Gereist wird wieder vermehrt ins Ausland (58 %), aber überwiegend innerhalb Europas, während die andere Hälfte (45 %) einen Urlaub im Inland wählt und damit den anhaltenden Trend vom Urlaub im eigenen Land fortsetzt. Auf Platz 2 bei Auslandsreisen sind die Schweizer:innen (57 %), überall anders tendiert man zum Teil deutlich stärker zu Reisen innerhalb der eigenen Grenzen, am meisten in Italien (81%), Spanien (75%) und denUSA (67%). Wenn es dann Urlaub sein soll, wird auch nicht gespart. Die Österreicher:innen planenmit einem Budget von durchschnittlich 2.300 Euro proHaushalt und liegen damit im Vergleich zu anderen europäischen Ländern auf dem Spitzenplatz. In Deutschland sind es gerade einmal 1.680 Euro, in Italien rund 80 Euro weniger. Jeder vierte österreichische Haushalt beabsichtigt sogar, noch mehr als 3.000 Euro für den heurigen Urlaub auszugeben. Nur die Amerikaner übetreffen hier den EU-Durchschnitt mit 3.061 Euro. Einen Strich durch die Rechnung könnten aber weiterhin die steigenden Reisekosten machen. Eine Einschätzung für die nächsten Jahre ist daher schwierig und hängt auch davon ab, ob Corona wieder dazwischenfunkt. Angsichts der aktuellen Krisen ist es daher nicht verwunderlich, dass die Menschen in fast allen Ländern ihre größteHoffnung in einen entspannten und erholsamen Urlaub stecken. „Die Menschen freuen sich auf den Sommer ohne Einschränkungen, das ist spürbar. Dennoch sind Pandemie, geopolitische Lage undwirtschaftliche Herausforderungen in denKöpfen“, kommentiert ErikHeusel, Geschäftsführer vonAllianz Partners Österreich. nv © MicroOne - stock.adobe.com

02 | 2022 11 Special Winter 2022/23 Ins Angebot geblickt Nahezu alle Länder haben ihre Einreisebeschränkungen gelockert bzw. aufgehoben, damit kehren nun auch die beliebten Winter-Fernreiseziele im Indischen Ozean, in der Karibik und den USA sowie in Asien wieder ins Angebot zurück. Und die Palette ist bunt und vielfältig wie eh und je und reicht vom Sonnenurlaub unter Palmen bis ins Südsee-Paradies am anderen Ende derWelt. Die Trendsetter werden wohl einmal mehr die Malediven, Mauritius und Mexiko sein, aber auch die Topseller Thailand und Ägypten locken mit tollen Angeboten. Der traveller gibt einen ersten Überblick auf dieWintersaison 2022/23, mit besonderen Tipps der großen Reisemacher. Die Dauerbrenner auf der touristischen Langstrecke, die Malediven, Mauritius undCancún/Mexiko, werden abOktober 2022 bis Ende April 2023 wieder bis zu dreimal wöchentlich von Austrian Airlines mit einer Boeing 777 im Drei-Klassen-System (Business,- PremiumEconomy und Economy Class) nonstop ab Wien angeflogen. Die Malediven mit ihrer großartigen Unterwasserwelt sind längst nicht mehr nur DER ultimative Hotspot vieler Taucher und Schnorchler, sondern gelten mit ihren exquisiten Resorts als Ganzjahresziel aller Reisegruppen, das sich mit passgenauen Angeboten und Konzepten immer mehr auch bei Familien und Kindern etabliert. Auch während der Pandemie waren die Malediven nahezu uneingeschrankt bereisbar, mit dem „One Island One Resort“ Konzept hat man sich einen wichtigen USP, gerade für all jene, die Privatsphäre im Urlaub suchen und schätzen, verschafft. Tipp REWE Austria Touristik: Neu eroffnet und exklusiv bei DER Touristik buchbar ist die Resortinsel OBLU SELECT at Loebigili als Traum fur Parchen sowie OBLUXPErience Ailafushi, welche Familien in eine locker-legere Atmosphare einladt. Tipp TUI Österreich: Die Malediven sind seit Jahren die Nummer Eins Winterdestination der TUI Gäste. Mit Winter wird das neue TUI BLUE Olhuveli Romance eröffnen – eine Adults-only Anlage ab 16 Jahren speziell für Paare. In den beiden ROBINSON Clubs – ROBINSON MALDIVES und ROBINSON NOONU – erwarten TUI Gäste neben der traumhaften Umgebung Wellness, Sport, Kulinarik und viel Entertainment. Mauritius, das andere Paradies im Indischen Ozean, steht den rd. 3.000 km entferntenMalediven mit einer Top-Hotellerie für alle Ansprüche und Brieftaschen, Puderzuckerstränden, türkisfarbenemMeer, sattgrüner Natur und ebensolchen Golfplätzen sowie vielfältigen kulturellen Einflüssen, die sich auch in einer hervorragenden Kulinarik spiegeln, um nichts nach. Anders als die MaledivenwarMauritius wahrend der Pandemie langer geschlossen, erfreut sich nun aber wieder wachsender Nachfrage. Tipp REWE Austria Touristik: Aktive erfreuen sich im LUX* Le Morne an einer wunderschonen Umgebungmitten imGrunen. Fur Paare empfiehlt sich der neu erbaute Adults-Only Bereich Beachcomber Victoria for 2. Auf der anderen Seite der Weltkugel lockt in Mexiko auf der Halbinsel Yucatán ein Urlaubsparadies der karibisch-unbeschwerten Art. Tolle Urlaubsresorts an wundbaren Stränden, ein pulsierendes Nachtlebenmit hippenNightclubs und Restaurants sowie fantastische Shoppingmöglichkeiten machen Cancún mit der faszinierenden alten Welt der Mayas quasi vor der Hoteltüre zu einem überkompletten Urlaubsziel. © icemanphotos – stock.adobe.com

12 02 | 2022 Special Tipp REWE Austria Touristik: Der Veranstalter hat das Hotelportfolio in Cancún sowie an der Riviera Maya für den Winter 2022/23 aufgestockt und bietet mit demAustrian Direktflug eine breite Angebotspalette für einen Winterurlaub unter mexikanischer Sonne. Tipp TUI Österreich: Der Austrian Direktflug nachCancúnwird in Kombinationmit einemder vielenHotels aus demTUI Portfolio und demgroßen Angebot an TUI Experiences Ausflügen, z.B. nach Chichen Itzá, Tulumoder in ein karibisches Fischerdorf auf der Insel Holbox gebucht. Ein Strandurlaub auf der Halbinsel Yucatán ist die perfekte Ausgangslage für die Erkundung derMaya Kultur Mexikos, aber auch Tauch- und Schnorchelfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Ideal für Familien ist das 4* RiuDunamarmit Aquapark, Sportanimation und deutschsprachiger Kinderbetreuung, das TUI Blue El Dorado Seaside Suites an der Riviera Maya wiederum ist auf die Bedürfnisse von Erwachsenen ausgerichtet . Das vierte „M“ imReigen der AustrianWinterdestinationen ist mit Marrakesch ein nicht ganz so fernes Reiseziel, das ab Oktober angeflogen wird und sichmit seinen bunten Souks für einen Kurztrip zumWeihnachtsshopping ebenso empfiehlt wie als Ausgangs- oder Endpunkt für eine Rundreise zu den anderen vier Köngisstädte Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat. Natürlich darf Thailand im Winterreigen nicht fehlen, Bangkok wird von Austrian ganzjährig bedient, Reiseeinschränkungen gibt es nur noch marginal. Damit steht das Tor zu den beliebten Urlaubszielen wieder weit offen. Tipp REWEAustria Touristik: Thailand wird der Preis-Leistungssieger des kommenden Winters sein, derzeit besonders nachgefragt sind die Badeziele Phuket und Khao Lak, aber auch Privatreisenmit eigenemReiseleiter sind seit der Pandemie beliebter. XMas Shopping bis Sunshine Feeling Reisen in die USA gehen endlich wieder und gerade in der Vorweihnachtszeit sind Shoppingtrips nach New York besonders beliebt. Wenn der Big Apple glitzert und funkelt, riesige Weihnachtskugeln die Straßen und überdimensionierte rote Maschen die Häuser schmücken und Santa Claus von jeder Eckewinkt. DasweihnachtlicheHighlight schlechthin ist das Rockefeller Center mit seinem riesigenWeihnachtsbaum. Einpaar flotte Runden am Eislaufplatz drehen, den Trubel am Times Square genießen, über die vielenWeihnachtsmärkte schlendern und last but not least bei einemHot Apple Cider den aufregenden Shopping-Tag ausklingen lassen, das ist Christmasmade inNewYork. Tipp TUI Österreich: 2016 feierte RIU mit der Eröffnung des Riu Plaza New York Times Square in New York Premiere. Im Februar 2022 kam mit dem Riu Plaza Manhattan Times Square an der 47th Street – nahe Broadway – das zweite Haus dazu. Es verfügt ab der siebten Etage über 656 Zimmer und erstreckt sich über 47 Stockwerke. Tipp FTI Österreich: Türkisblaues Meer und schneeweiße Strände gibt es auch inNordamerika zuhauf. Direkt am traumhaften Sandstrand im Stadtteil Miami Beach, liegt das charmante „The Palms Hotel & Spa“, woman bei tropischemFlair, ausgezeichneter Küche und exzellentemSpa ausgiebigst entspannen und abends an einer der Bars bei einemerfrischendenCocktail den Tag ausklingen lassen kann. Preisbeispiel: EineNacht imDZ ohne Verpflegung ist ab 96 Euro buchbar. Mit FTI in the deep south Marsa Alam- „The deep south“, der tiefe Süden - ist der Beiname für einen besonderen Küstenabschnitt am Roten Meer. FTI und Fly Egypt fliegen seit 04. Juni bis 29. Oktober jeden Samstag ab Wien nach Marsa Alam. „Mehr als 51Hotels stehen zur Verfügung und sind in den Systemen buchbar, wie z.B. das am österreichischen Markt sehr beliebte Hotel Gorgonia“, so Andreas Kovacsics aus dem Product Sales Management. © TUI Das TUI Blue El Dorado Seaside Suites amTraumstrand von Tulum/Mexiko ROBINSON Maldives und die fantastische Unterwasserwelt der Malediven

02 | 2022 13 Ab 03. November wird das beliebte Reiseziel am RotenMeer dann amwichtigen „VerkehrstagDonnerstag“ mit Austrian bedient, womit man auch den Wunschtag der großen Taucher-Community erfüllt. „Imneu aufgelegten Booklet – abrufbar auf der FTI Service Seite (www.ftigroup-service.at) - finden sich alle wichtigen Informationen zuMarsa Alam, zu den Vollchartern, Hotels, die auf die detaillierteHotelbeschreibung verlinken, zu Ausflügen und Transfers und natürlich zumFTI 3Fach Schutz. Ebenso stehen Postingvorlagen und Bilder für die Region sowie die Hotels auf der Serviceseite zur Verfügung,“ erklärt Julia Prankl, Teamleitung Sales & Marketing. Tipp FTI Österreich: Der Veranstalter setzt weiterhin stark auf Ägypten, was auch den Ausbau der Flugverbindungen und Kapazitäten erfordert. Preisbeispiel: Gorgonia Beach Resort 4*+, 1Woche DZ/AI inkl. Flug, Transfer, Reiseleitung pP ab 629 Euro, gültig für Abreisen z.B. am 08.12.2022, EDV Code: RMF369 DZT Die „andere“ Ferne Die Traumziele im Sudpazifik empfangen nach langer pandemiebedingter Pause seit AnfangMai wieder Touristen. Zweifach geimpfte Besucher aus den Visa Waiver Ländern, darunter auch Österreich, können wieder nach Neuseeland reisen, somit sind die Cook Islands wieder von Neuseeland aus erreichbar. DieWeiterreise vonAuckland nach Rarotonga ist mit einemnegativen PCR-Test und den gängigen Einreiseformularen problemlos moglich. Gerade Rarotonga und Aitutaki zahlen mit paradiesischen Stränden und Lagunen zu den absoluten Sehnsuchtsziele. Tipps von Best4Travel von GEO Reisen: Die neuntägige Rundreise „Perlen der Sudsee“ ab/bis Rarotonga ab 1.374 EUR pP bietet neben viel Kultur und Begegnungen mit den Inselbewohnern mit Wandern, Tauchen oder Kitesurfen auch viel sportliche Aktivität und auch das süße Nichtstun an weißen Sandstränden kommt nicht zu kurz. Womit sich die Cook Islands auch bestens als Honeymoon-Destination empfehlen, wie Produktmanagerin Siegi Hackl weiß und das romantische Boutique Hotel Little Polynesian – ein „Small Luxury Hotel of the World“ – empfiehlt. Eine Übernachtung im Garden Studio kostet ab 233 EUR pP, im Beachfront Bungalow ab 349 EUR pP. Ein besonderer Tipp ist auch die dreiwochige Mietwagenrundreise „Once in a Lifetime“, die alle Hohepunkte vonNeuseelands Nord- und Sudinsel beinhaltet. Buchbar ab 5.457 EUR pP. Von Salzburg in dieWelt Air Serbia hat im Juni mit Direktflügen von Salzburg nach Belgrad gestartet. Jeweils dienstags, donnerstags und sonntags geht es in die lebendige serbische Hauptstadt, von wo sich Umsteigemöglichkeiten nach Athen, Thessaloniki, Tirana, Podgorica und Tivat, Sarajevo, Skopije, Split, Pula, Zadar sowie nach Nis ergeben. ber Frankfurt geht es mit Eurowings Discover auf der Mittelstrecke viermal wöchentlich nach Lanzarote und Marrakesch sowie zweimal wöchentlich nach Agadir. Mit nur einmal Umsteigen rücken Mombasa, Mauritius, Windhoek, Male, Las Vegas, FortMyers, Tampa, Barbados, Varadero, Punto Cana, Montego Bay, Cancun und Panama nahe an Salzburg heran. Und imWinter geht es ab Salzburg per Direktflug nach Teneriffa, GranCanaria, Hurghada und Larnaca. Optimal sind auch Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und Düsseldorf ebenso wie ganzjährig Istanbul und Dubai angebunden. Das aktuelle Flugprogramm: www.salzburg-airport.com austrian.com lufthansaexperts.com www.tui.at www.fti.at www.georeisen.com www.billareisen.at Es regiert wieder die Reisefülle Kneissl Touristik hat die schönsten SommerReisen zusammengestellt und bis weit in den Spätfrühling 2023 die Versorgung mit hochkarätigen StudienErlebnisReisen und StudienReisen gesichert. Unverändert zeigt sich die Qualitätshandschrift von Kneissl Touristik in sorgfältig zusammengestellten Reiseprogrammen, dem fairen PreisLeistungs Verhältnis, der Transparenz in der Leistungsbeschreibung und exzellent ambitionierten Reiseleiter:innen. Und im verlässlichen Service vor, während und nach der Reise! SommerReisen 2022: Ein Highlight im Hochsommer sind Game Drives und Wildlife in Uganda, Kenia, Namibia. Kneissl Touristik ist seit vielen Jahren Experte für Reisen inAfrika. Rumänien und Armenien-Georgien sind faszinierende Reiseziele, die Naturschauspiele und Kulturgeschichte ideal vereinen. Immer eine Attraktion sind SkandinavienReisen, ausführlich bis zum Nordkap oder als Reise zu den Hauptstädten. Wanderfreunde erobern Island Schritt für Schritt – eine einzigartige Erfahrung! Neu im Angebot ist eine intensive Burgund-Erkundung – natürlich auch mit Weinverkostungen. ImSeptember bieten sich Barcelona, Katalonien und die Kombinationen Südfrankreich-Périgord-Bordeaux sowieNormandie-Bretagne als attraktive Reiseziele an. Kulturfreunde schätzenMusikReisen zu den Bregenzer Festspielen oder nach Hamburg mit einem Konzert in der Elphi! Auf der Kneissl-Homepage kann man im Sommerkatalog blättern: www.kneissltouristik.at/de/kataloge/ Herbst – Winter – Frühling 2022/23: Im Herbst schenken RundReisen u.a. in Spanien, Italien, Griechenland, Portugal, Madeira und Marokko Sonnenstunden und genussreiche Kultur- und Naturhighlights. Viele Reisen sind passgenau auf die Herbstferien abgestimmt! Der Winter serviert u.a. Nordlichter in Island und am Nordkap, Silvester inDresden (endlichwieder!), Weihnachtsferien inMexiko… ImFrühling punkten ein ausgewähltes Angebot an Reisen in Asien, (Süd) Amerika, Ozeanien sowie ein üppiges EuropaPortfolio. Reisefreunde werden über das umfangreiche Angebot staunen! bc Auf der Kneissl-Homepage kannman imKatalog Herbst-Winter-Frühling 2022/23 blättern: www.kneissltouristik.at/de/kataloge/ Tipp: Bei Kneissl Touristikwird jede Busfahrt, jeder Flug, jede Schifffahrt automatisch CO2-kompensiert. Infos und Kataloge: Tel: +43 (0)7245 20700 E-Mail: zentrale@kneissltouristik.at www.kneissltouristik.at

14 02 | 2022 Special Ferne Ziele Mau-Me-Ma sind wieder da! Die drei beliebtesten „M’s“ – Mauritius, Mexiko und die Malediven – stehen ergänzt um eine viertes Mittelstrecken-M im kommendenWinter wieder im Austrian-Flugplan, aber auch Thailand, die Karibik, USA & Kanada, Afrika, Australien und Neuseeland haben ihre Grenzen wieder für fernreiseverliebte Winterurlauber geöffnet. Aber wie „heiß“ wird der kommende Winter, kann er mit COVID und weiteren Unwägbarkeiten an den buchungsstarken Sommer anschließen? Der traveller hat die Reiseprofis um Ihre Einschätzung gebeten. Ist Planungssicherheit für die bevorstehende Wintersaison gegeben? Wie teuer wird der Winter, bleiben winterliche Fernreiseziele leistbar? Und wird sich das Angebot durchArbeitskräftemangel, zunehmenden Kostendruck durch erhöhte Hotel- und Unterkunftspreise sowie steigender Ticketpreise aufgrund steigender Kerosinkosten weiter verteuern? Wie sieht die Vorausbuchungslage für Fernreisen aus? Wie schätzt man hier die allgemeine Reiselust und Buchungslaune ein und welche Erwartungen bzw. Hoffnungen hat man für die Wintersaison 22/23? Doris Oberkanins – Director Sales and Trade Marketing FTI Touristik Österreich Wir können Planungssicherheit bieten, haben vorausschauend für die Wintersaison ausreichend Kapazitäten reserviert und geben mit unserem FLEX-Tarif zusätzliche Sicherheit. Unsere Empfehlung ist, sich aus diversen Gründen möglichst frühzeitig für die Wunschreise zu entscheiden und sich damit die aktuell verfügbaren Preise zu sichern. Zudem machen Frühbucher-Rabatte die zeitnahe Urlaubsentscheidung attraktiv. Aktuell sind die Preise im Schnitt stabil, mittelfristig könnte aber ein Preisanstieg denkbar sein. Denn Airlines werden die gestiegenen Treibstoffpreise mittelfristig weitergeben, auch die weltweite Inflation könnte das Urlaubsbudget belasten. Bei Rundreisen muss mit einem verknappten Angebot bei Mietwagen oder Campern gerechnet werden, je kürzer hier der Buchungsvorlauf ist, desto höher liegen die Preise für die verbleibenden Fahrzeuge. Generell ist die Nachfrage für den Winter 22/23 erfreulich und hat sich im Vergleich zum Winter 21/22 mehr als verdoppelt. Relativierend muss man allerdings dazu sagen, dass die Möglichkeiten im vergangenen Winter bei vielen Fernstrecken-Destinationen pandemiebedingt eingeschränkt waren. Die Entwicklung der Pandemie lässt sich auch jetzt nicht vorhersagen, wir hoffen aber, dass die Vorbereitungen auf mögliche Eventualitäten und, wenn nötig, ein gutesManagement auf allen Ebenen, erneute Reiserestriktionen verhindern. Die Reiselust derMenschen ist ungebrochen und ein Abflauen der hohenNachfrage ist aktuell nicht in Sicht. Patrik Weitzer & Bernd Knoflach – Geschäftsführung GEO Reisen&RaiffeisenReisen Grundsätzlich ist Planungssicherheit gegeben. Sollten sich die pandemiebedingte Situation und damit einhergehend die Einreisebestimmungen nicht nochmals deutlich ändern, steht einer ersten „echten“ Wintersaison wie vor COVID-19 nichts imWeg. Wie teuer und leistbar derWinter wird, ist schwer vorauszusagen. Klar ist aber, dass die Preise im Vergleich zu den letzten Jahren aufgrund der aktuellen Teuerungen steigen werden bzw. im Vergleich zum letzten Jahr bereits gestiegen sind. Die Buchungslage für den Sommer ist zufriedenstellend und auch dieWintersaison ist gut angelaufen. Die Reiselust der Menschen ist zurzeit ungebrochen, allerdings wird oft sehr kurzfristig gebucht. Für den Winter ist zeitgerechtes Buchen wichtig, da vor allem bei den klassischen Fernreisezielen wie den Inseln im IndischenOzean aber auch für das südliche und östliche Afrika, allen voran Tansania, Kenia und Südafrika, die Kapazitäten sowohl bei den Flügen als auch den Hotels bereits eng sind. Die Kurve der Preise speziell bei Flügen und Mietwägen zeigt schon länger nach oben. Die Preisentwicklung in den nächstenMonaten hängt nicht unwesentlich von der politischen Situation ab. Auch die weitere Entwicklung der Pandemie wird eine Rolle spielen. Der Nachholbedarf bei Fernreisen ist vorhanden, wir hoffen, dass die Situation stabil bleibt, Reisen uneingeschränkt möglich sein werden und es damit eine Wintersaison wie damals, vor der Pandemie, werden kann. Markus Fritz – Bereichsleitung Produktmanagement REWE Austria Touristik Hundert Prozent Planungssicherheit ist in unserer Branche nie gegeben. Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist die Wintersaison noch etwas schwer einschatzbar. Wir gehen aber davon aus, dass speziell imBereich Fernreise eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist und Menschen weiterhin reisen wollen und werden. Für einige Zielgebiete werden die Preise nach aktuellem Stand moderat steigen. Schwer vorhersehbar ist allerdings die kurzfristige Preisentwicklung. Wir gehen aber davon aus, dass sich ein gewisser Preistrend nach oben einstellen wird. Abhangig von der weiteren geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklung wird sich zeigen, in welchem Ausmaß. Hier gilt der Hinweis an unsere Kunden, sich ihr Wunschangebot moglichst fruh und damit zu einem attraktiven Preis zu sichern. DieNachfrage nach speziellen Peak-Terminenwie Weihnachten und Silvester ist bereits wie gewohnt stark, generell wird mit der Winterbuchung aber noch zugewartet. Was die Reisefreiheit betrifft, erwarten wir eine Situation, die deutlich besser sein (und bleiben) sollte als noch im vergangenen Winter. Wir hoffen natürlich auf ein baldiges Ende des Krieges und einen Virus, der uns nicht mehr langer einschrankt. Wir freuen uns, dass die Reiselust durch die Pandemie nicht weniger geworden ist, im Gegenteil man freut sich auf die Urlaubsreise. Verschiedene Destinationen sind nach der ungewollten Pause wieder beliebtes Urlaubsziel. © TUI, GEO Reisen, REWE Austria Touristik, TUI/Florian Albert, Ruefa Reisen

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