traveller 02/2022

Wie überall, gibt es auch unter den Allianz-Mitgliedern nicht nur Freude und Zufriedenheit. Manche hinterfragen ihren Stellenwert, in so einem Findungsmodus befindet sich etwa EGYPTAIR. Auch gibt es Airlines, die überhaupt nichts damit amHut haben. „Wir schauen uns das regelmäßig an und evaluieren genau, kommen aber zumSchluss, das esmit den Code-Share Abkommen für uns ambesten ist“, so Icelandair-CEO Bogi Bogason gegenüber dem traveller. Auch Air Astana aus Kaschastan, welchemit ihrer Qualität, modernen Flotte und ihrem Netzwerk eigentlich prädestiniert für eine Allianz wäre, ist von diesem Konzept überhaupt nicht überzeugt. „Wir bleiben bei unseren bilateralen Abkommen und wollen selbst entscheiden, was wir tun“, so deren Präsident Peter Foster. Nicht alles macht Sinn Auch gab es Pleiten innerhalb der Star Alliance: Varig, Ansett, Adria Airways, Avianca Brasil ... Continental Airlines wurde vonUnited übernommen und integriert, South African Airways befindet sich seit „Ewigkeiten“ in einer Finanzkrise. Auch somanch große Idee konnte nicht umgesetzt werden. Eine einheitliche Flotte, im IT-Bereich und sogar beimCatering gab es Überlegungen zur Vereinheitlichung. Diese Projekte wurden nicht weiter verfolgt, weil es nicht funktionieren konnte. Heute fokussiert man auf spezielle Projekte, wenn alle 26 Mitglieder es für gut empfinden. Übrigens war es auch in der Vergangenheit oft kein Leichtes, Entschlüsse zu fassen. Im Jubiläumsjahr gibt es weitere Entwicklungen in der nahtlosen Konnektivität – wie neue digitale und mobile Innovationen. Kunden ineiner digitalisierten Welt erwarten sich entsprechende Dienstleistungen. „Es ist unsere oberste Priorität sicherzustellen,dassStarAllianceseineBranchenführerschaft durch die Bereitstellung innovativer Allianzerfahrungen fortsetzt“, so Jeffrey Goh. Auch wurden in den letzten Jahren eigene Star Alliance Lounges in Los Angeles, Amsterdam, Rome, Rio de Janeiro, Buenos Aires und Paris eingerichtet. Vor allem an jenen Hubs, wo die Allianzen über keinen eigenen Homecarrier verfügen, aber der Standort von vielen Mitgliedern angeflogen wird und extremwichtig ist. Fix dürfte jedenfalls sein: Der Kunde wird auch weiterhin die wertvollen Vorteile und das Angebot schätzen. Die Marke Star Alliance ist gern gesehen und somit gut verankert. Und nicht zuletzt haben sich die große Allianzen nicht nur bei vielen Kunden beliebt gemacht, sondern die meisten Airlines konnten damit auch gutes Geld verdienen. Wie meinte ein Insider: Das war für alle Beteiligten eine Porto-Kasse, alle Investitionen kamen um ein Vielfaches wieder zurück. Kurt Hofmann Gründung: 14. Mai 1997 (von Air Canada, Lufthansa, Scandinavian, Airlines, THAI, United) Unternehmenssitz: Frankfurt am Main CEO: Jeffrey Goh Bilanz: mehr als 10.000 Flüge täglich zu 1.200 Flughäfen in 184 Ländern Slogan: „Together. Better. Connected.” Mitglieder: 26 Aegean Airlines, Air Canada, Air China, Air India, Air New Zealand, ANA, Asiana Airlines, Austrian, Avianca, Brussels Airlines, Copa Airlines, Croatia Airlines, EGYPTAIR, Ethiopian Airlines, EVA Air, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Scandinavian Airlines, Shenzhen Airlines, Singapore Airlines, South African Airways, SWISS, TAP Air Portugal, THAI, Turkish Airlines, United Star Alliance Jetzt bringen Sie mal Ihre Kinder auf die Palme.

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