traveller 02/2022

6 02 | 2022 Aktuell 25 Jahre Star Alliance „Together. Better. Connected.“ Star Alliance, die älteste Luftfahrt-Allianz, hat Trends geschaffen, welche Flugpassagiere bis heute schätzen. Doch diese Form der Bündnisse haben ihren Zenit schon lange überschritten. Es war schon spannend, als im Jahr 1997 zunächst fünf Airlines – Lufthansa, United Airlines, SAS, THAI und Air Canada – sich zu einemglobalen Bündnis namens Star Alliance vereinten, „um Kunden eine nahtlose, weltweite Reichweite und ein konkurrenzloses Angebot zu bieten“, wie es der aktuelle Star Alliance-CEO Jeffrey Goh bezeichnet. Einer der damals führenden Masterminds war der ehemalige LufthansaChef JürgenWeber. Die Allianz war durchaus sein Baby. Denn es war die Zeit der ersten bilateralen Abkommen zwischen Fluglinien. So hatte Lufthansa bereitsmit SAS zusammengearbeitet, auch einOpen-Sky-Abkommenmit UnitedAirlines gab es. All das trug dazu bei, dass sich die Airlines untereinander besser kennenlernten. Dies zu einer Zeit, in der auch die Globalisierung begann. Zudem war damals keine der Fluglinien wirklich global aufgestellt. Den elitären Verband sollten nur Gleichgesinnte beitreten, also die guten Airlinenamen der Branche, um auch den globalen Kundenwünschen zu entsprechen. Die Allianz wuchs und deren „Boom-Zeit“ begann ab den frühen 2010er-Jahren. Konkurrenzverbände wie Oneworld (British Airways, Japan Airlines etc) oder SkyTeam (Air France-KLM, Delta, Alitalia u.a.) – alle drei Allianzen haben weiter versucht sich zu erweitern. Die Blüte der Star Alliance war auch jene Zeit, wo der ÖsterreicherWolfgangMayhuber die Lufthansa führte (2003 bis 2010) und Beitritte etwa einer Turkish Airlines oder Egyptair befürwortete. Mittlerweile hatten die Passagiere schon gelernt, die Vorteile der Allianzen zu schätzen. Oft waren die Kundenmehr von einer Allianz begeistert als die Airline-Manager selbst, die warenmanchmal schwer zu überzeugen. Die Luftfahrtallianzen haben zudem viele Millionen investiert, sei es in gemeinsame Lounges, in Vielfliegerabkommen etc. Daher wäre es aus heutiger Sicht wohl töricht, das zu ändern. Geburt des Joint Ventures Der Luftverkehrwurde immer liberaler, dieAllianzSysteme entwickelten sich von einst vorrangig bilateralen Abkommen nun in intensive Joint Ventures, wo Airlines wirklich Geld verdienen. Jetzt wirddirekt über Preise oder Flugpläne geredet, was aus gesetzlichenGründen zuvor nichtmöglichwar. Und, in den Allianzen haben sich die Airlines gut kennengelernt, vorangetrieben wurde auchdieGlobalisierung. Auch für AustrianAirlines-CCO Michael Trestl sind Joint Ventures ein wichtiger Punkt. „Unsere Joint Ventures stellen eine unverzichtbare, enge Zusammenarbeitmit unserengrößten undwichtigsten Partnern dar, um für unsere Fluggäste ein maßgeschneidertes Angebot auf den Kooperationsstrecken zusammenstellen zu können“, so Trestl gegenüber dem traveller. Der kontinuierlicheAusbaubeider Partnerschaft-Varianten, alsoauchderAllianz, werde künftig imFokus liegen, soder AUA-Vertriebsvorstand: „Wir freuenunsmit allen anderen Mitgliedsgesellschaften über das 25-jährige Jubiläum der Star Alliance! Mit dieser Plattform können wir unseren Kund:innen ein weltumspannendesNetz undnahtloses Reisenmit 26 Airlines anbieten“. © Star Alliance „Wir arbeiten hart daran, die Netzwerkführerschaft und die globale Präsenz der Star Alliance zu gewährleisten und stärken.“ Jeffrey Goh, CEO Star Alliance

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