traveller 02/2022

02 | 2022 21 Georgien Auftakt zur TRVLX-Veranstaltungsreihe Mit der TRVLX-Veranstaltungsreihe hat die ITB Berlin ein neues B2B-Veranstaltungsformat geschaffen, das nach Jahren der Pandemie mit virtuellen Veranstaltungen den aktuellen Bedarf an persönlichen Begegnungen durch interessante Networking-Events decken soll. Laut Deborah Rothe, Head of Business Development bei der ITB Berlin, bietet TRVLX einzigartige Erlebnisse undMarkteinblicke, die vom Destinationspartner bereitgestellt werden, kombiniert mit zahlreichen Networking-Möglichkeiten und Veranstaltungen. Das exklusive Kick-Off Event fand im Mai 2022 in der Landeshauptstadt Tiflis statt. Dabei trafen Buyer undMedien auf ausgewählte Supplier Georgiens. Neben dem Business-Tag, der unter anderem aus themenspezifischen RoundtableDiskussionen und Networking-Sessions bestand, präsentierte das Gastgeberland kulturelle und historische Highlights auf ausgewählten Touren durch das facettenreiche Georgien. Bei der feierlichen Unterzeichnung des Partnerlandabkommens betonte der georgische Minister für Wirtschaft, Levan Davitashvili, die besondere Bedeutung, Partnerland der ITB 2023 sein zu können, da dieser ersten realen Veranstaltung nach der Pandemie ein besonders großes Interesse weltweit entgegen gebracht werden wird. Der deutsche Botschafters Hubert Knirsch erinnerte an das Jahr 2018, als Georgien Partnerland der Buchmesse in Frankfurt war und alleMedien ausführlich über die reiche Kultur und Geschichte von Georgien referierten. Daraus folgend kann man auch imBereich Tourismus eine große Aufmerksamkeit erwarten, wenn Georgien imMärz 2023 in Berlin als Solist unter hunderten teilnehmenden Ländern auftreten wird. Zuletzt setzte David Rütz, Leiter der ITB Berlin, seine Unterschrift auf den Partnervertrag. Diese Veranstaltung selbst gab schon einen wunderbaren Einblick in jene Richtung, in die sich Georgien und seineHauptstadt entwickeln könnte. Unterzeichnung und Networking-Sessions fanden imStamba-Hotel inTiflis statt. EinemehemaligenVerlagshaus, das seit längeremungenutzt war und zu einemHotelmit zeitgemäßenKomfort ausgestaltet wurde. Dabei hat man den ganz besonderen Vintage Flair betont, wiemit hohen Bücherwänden in den großen Zimmern, der nostalgisch anmutenden Beleuchtung oder der Ausstattung der Badezimmer mit Armaturen, die jenen aus der Gründerzeit nachempfunden sind. So spürt man auch bei einem Rundgang durch Tiflis, wie altes Bauwerk bewahrt wird, manchmal schon aufwendig restauriert wurde oder noch auf eineWiederinstandsetzungwartenmuss. Zwischen allenHäuserzeilen entlang der Hauptstraßen und Alleen fallendie hoch indenHimmel wachsenden Platanen auf, deren Blätter so manchen Balkon verdecken. Aus dem weiten Häusermeer der georgischenHauptstadt ragen auch einigemoderne Bauten mit Glasfassaden heraus, am besten zu sehen vonderNarika Festung, die über Tiflis thront. Bequem zu erreichen mit einer Gondelbahn, vor 10 Jahren errichtet, vomneuenRike-Park aus. Eine weiteAnlagemit Rosenbeetenund Springbrunnen, mit Kinderspiel- und Abenteuerplätzen und mittendrin zwei mächtige Röhren, künftige Konzert- und Ausstellungshallen. Langjährige Kontaktemit Österreich Der Kick-Off-Event der ITB fand zeitgleich mit einem Jubiläumder österreichischen Botschaft in Tiflis statt, man feierte 30 Jahre diplomatische Beziehungen zwischenÖsterreich undGeorgien. Thomas Mühlmann ist Österreichs Botschafter und ist von demLand amKaukasus sehr angetan: „Österreich hat über Bertha von Suttner eine besondere Beziehung zu Georgien erfahren, jene Österreicherin die als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und zehn Jahre inGeorgien lebte. Auf einerWanderausstellung soll in Georgien das Leben und Schaffen dieser Frau bekannt gemacht werden, ihr Buch „Die Waffen nieder“, das in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurde, hat jetzt besondere Aktualität bekommen. Als Österreicher:in kann man unbesorgt nach Georgien reisen. Erstens ist die Corona-Situation in Georgien insgesamt sehr gut, die Regierung hat die Covid-Pandemie für beendet erklärt, vielleicht etwas voreilig, aber die Infektionszahlen sind derzeit extrem niedrig. Die sicherheitspolitische Lage ist derzeit stabil, das Land ist wunderschön und wunderbar zu bereisen. Man erlebt von den 5.000er Gipfeln des Kaukasus bis zum Schwarzmeer großartige Landschaften, von Weingegenden bis zur subtropischen Hafenstadt Batumi. Ein kleines Land mit einer großen Vielfalt an Kultur- und Naturschätzen. Mich persönlich haben schon viele Orte beeindruckt, besonders hervorheben möchte ich den Nationalpark Vashlovani, eine weite Steppenlandschaft mit Vulkankegel, wo man mit etwas Glück auch Gazellen sehen kann. Manfred Ruthner © Manfred Ruthner Feierlichen Unterzeichnung des Partnerlandabkommens mit ITB Messe-Chef David Ruetz (l.) und dem georgischen Minister fürWirtschaft, Levan Davitashvili.

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