traveller 02/2022

14 02 | 2022 Special Ferne Ziele Mau-Me-Ma sind wieder da! Die drei beliebtesten „M’s“ – Mauritius, Mexiko und die Malediven – stehen ergänzt um eine viertes Mittelstrecken-M im kommendenWinter wieder im Austrian-Flugplan, aber auch Thailand, die Karibik, USA & Kanada, Afrika, Australien und Neuseeland haben ihre Grenzen wieder für fernreiseverliebte Winterurlauber geöffnet. Aber wie „heiß“ wird der kommende Winter, kann er mit COVID und weiteren Unwägbarkeiten an den buchungsstarken Sommer anschließen? Der traveller hat die Reiseprofis um Ihre Einschätzung gebeten. Ist Planungssicherheit für die bevorstehende Wintersaison gegeben? Wie teuer wird der Winter, bleiben winterliche Fernreiseziele leistbar? Und wird sich das Angebot durchArbeitskräftemangel, zunehmenden Kostendruck durch erhöhte Hotel- und Unterkunftspreise sowie steigender Ticketpreise aufgrund steigender Kerosinkosten weiter verteuern? Wie sieht die Vorausbuchungslage für Fernreisen aus? Wie schätzt man hier die allgemeine Reiselust und Buchungslaune ein und welche Erwartungen bzw. Hoffnungen hat man für die Wintersaison 22/23? Doris Oberkanins – Director Sales and Trade Marketing FTI Touristik Österreich Wir können Planungssicherheit bieten, haben vorausschauend für die Wintersaison ausreichend Kapazitäten reserviert und geben mit unserem FLEX-Tarif zusätzliche Sicherheit. Unsere Empfehlung ist, sich aus diversen Gründen möglichst frühzeitig für die Wunschreise zu entscheiden und sich damit die aktuell verfügbaren Preise zu sichern. Zudem machen Frühbucher-Rabatte die zeitnahe Urlaubsentscheidung attraktiv. Aktuell sind die Preise im Schnitt stabil, mittelfristig könnte aber ein Preisanstieg denkbar sein. Denn Airlines werden die gestiegenen Treibstoffpreise mittelfristig weitergeben, auch die weltweite Inflation könnte das Urlaubsbudget belasten. Bei Rundreisen muss mit einem verknappten Angebot bei Mietwagen oder Campern gerechnet werden, je kürzer hier der Buchungsvorlauf ist, desto höher liegen die Preise für die verbleibenden Fahrzeuge. Generell ist die Nachfrage für den Winter 22/23 erfreulich und hat sich im Vergleich zum Winter 21/22 mehr als verdoppelt. Relativierend muss man allerdings dazu sagen, dass die Möglichkeiten im vergangenen Winter bei vielen Fernstrecken-Destinationen pandemiebedingt eingeschränkt waren. Die Entwicklung der Pandemie lässt sich auch jetzt nicht vorhersagen, wir hoffen aber, dass die Vorbereitungen auf mögliche Eventualitäten und, wenn nötig, ein gutesManagement auf allen Ebenen, erneute Reiserestriktionen verhindern. Die Reiselust derMenschen ist ungebrochen und ein Abflauen der hohenNachfrage ist aktuell nicht in Sicht. Patrik Weitzer & Bernd Knoflach – Geschäftsführung GEO Reisen&RaiffeisenReisen Grundsätzlich ist Planungssicherheit gegeben. Sollten sich die pandemiebedingte Situation und damit einhergehend die Einreisebestimmungen nicht nochmals deutlich ändern, steht einer ersten „echten“ Wintersaison wie vor COVID-19 nichts imWeg. Wie teuer und leistbar derWinter wird, ist schwer vorauszusagen. Klar ist aber, dass die Preise im Vergleich zu den letzten Jahren aufgrund der aktuellen Teuerungen steigen werden bzw. im Vergleich zum letzten Jahr bereits gestiegen sind. Die Buchungslage für den Sommer ist zufriedenstellend und auch dieWintersaison ist gut angelaufen. Die Reiselust der Menschen ist zurzeit ungebrochen, allerdings wird oft sehr kurzfristig gebucht. Für den Winter ist zeitgerechtes Buchen wichtig, da vor allem bei den klassischen Fernreisezielen wie den Inseln im IndischenOzean aber auch für das südliche und östliche Afrika, allen voran Tansania, Kenia und Südafrika, die Kapazitäten sowohl bei den Flügen als auch den Hotels bereits eng sind. Die Kurve der Preise speziell bei Flügen und Mietwägen zeigt schon länger nach oben. Die Preisentwicklung in den nächstenMonaten hängt nicht unwesentlich von der politischen Situation ab. Auch die weitere Entwicklung der Pandemie wird eine Rolle spielen. Der Nachholbedarf bei Fernreisen ist vorhanden, wir hoffen, dass die Situation stabil bleibt, Reisen uneingeschränkt möglich sein werden und es damit eine Wintersaison wie damals, vor der Pandemie, werden kann. Markus Fritz – Bereichsleitung Produktmanagement REWE Austria Touristik Hundert Prozent Planungssicherheit ist in unserer Branche nie gegeben. Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist die Wintersaison noch etwas schwer einschatzbar. Wir gehen aber davon aus, dass speziell imBereich Fernreise eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist und Menschen weiterhin reisen wollen und werden. Für einige Zielgebiete werden die Preise nach aktuellem Stand moderat steigen. Schwer vorhersehbar ist allerdings die kurzfristige Preisentwicklung. Wir gehen aber davon aus, dass sich ein gewisser Preistrend nach oben einstellen wird. Abhangig von der weiteren geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklung wird sich zeigen, in welchem Ausmaß. Hier gilt der Hinweis an unsere Kunden, sich ihr Wunschangebot moglichst fruh und damit zu einem attraktiven Preis zu sichern. DieNachfrage nach speziellen Peak-Terminenwie Weihnachten und Silvester ist bereits wie gewohnt stark, generell wird mit der Winterbuchung aber noch zugewartet. Was die Reisefreiheit betrifft, erwarten wir eine Situation, die deutlich besser sein (und bleiben) sollte als noch im vergangenen Winter. Wir hoffen natürlich auf ein baldiges Ende des Krieges und einen Virus, der uns nicht mehr langer einschrankt. Wir freuen uns, dass die Reiselust durch die Pandemie nicht weniger geworden ist, im Gegenteil man freut sich auf die Urlaubsreise. Verschiedene Destinationen sind nach der ungewollten Pause wieder beliebtes Urlaubsziel. © TUI, GEO Reisen, REWE Austria Touristik, TUI/Florian Albert, Ruefa Reisen

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