Traveller 08/2021

Servus Mexiko. Türkisfarbenes Wasser und weißer Sand. Entdecken Sie mit Austrian gemeinsam die schönsten karibischen Strände Cancúns. NEU: Cancún USA Seite 18 Ausgabe 08 2021 7. dezember 2021 | Nr. 1961 Österreichische Post AG, GZ 20Z042187, Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Euro Plaza 5 Gebäude J, Kranichberggasse 4, 1120Wien; Retouren an Postfach 100, 1350Wien. Einzelpreis: 2,00 €

2 08 | 2021 Kommentar Veränderung ist die große Konstante im Leben, nichts ist für immer, ob erwünscht oder geschehen. Während bei unseren Nachbarn imNorden AngelaMerkel imwahrsten Sinn des Wortes mit Pauken und Trompeten verabschiedet wurde, bläst unserer Regierungsspitze einmal mehr der Trauermarsch ins Gesicht. Ist Nehammer eigentlich noch Bundeskanzler, wenn Sie diese Zeilen hier lesen? Übrigens: Österreich verbrauchte seit dem Jahrtausendwechsel genauso viele Bundeskanzler wieDeutschland seit 1950. Irgendwie übertreibenwir esmit der Veränderung, denn imbesten Falle bedeutet diese eine Verbesserung oder zumindest einen anderen Weg, der nicht Chaos als Namen hat. Taktisch auf eine neue Situation einstellenmüssen wir uns aufgrund der späten Einwechselung von Omikron im Match um unsere Gesundheit und Freiheit. Welch harter Kerl dieser ist, wird sich erst weisen. DieWeltgemeinschaft macht einweiteres Mal den Fehler, auf diesen neuen Gegner überschießend zu reagieren. Nämlich mit Einschränkungen beimReisen, einmal mehr eines der ersten Opfer des Nichtwissens, was da eigentlich auf uns zukommt. Dabei können Reisebeschränkungen zwar eine Ausbreitung verzögern, aber nie verhindern, wie die letzten beiden Jahre bewiesen haben. Wird eine (neue) Variante identifiziert, ist diese schon längst da und hat sich ausgebreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) selbst hat die Reisebeschränkungen gegen mehrere afrikanische Länder wegen Omikron kritisiert. Damit greife man „die globale Solidarität an“. Deutlich sensibler sind Entscheidungsträger, wenn es um Nichtigkeiten geht. Die Corona-Variantenwerden nach demgriechischenAlphabet benannt, eigentlichwären die Buchstaben „Ny“ bzw. anschließend „Xi“ dran gewesen. Ersteres würde imEnglischen ausgesprochen zu sehr nach „new“ klingen, und einen new virus braucht nun wirklich niemand. Und „Xi“ hätte Millionen Menschen mit diesem Namen vor den Kopf gestoßen, vor allem einen Staatschef eines großenLandes. Dass dieGsiberger hinter oder vor demArlberg – je nach Blickwinkel – erfolgreich dagegen lobbyiert haben, ist nur ein Gerücht. Wir könnendenWindnicht ändern, aber die Segel anders setzen. Somachenwir esmit demtraveller. Die größte Veränderung ist sicher die Person an der Spitze. BrigitteCharwat hat alsChefredakteurin dem traveller ein Gesicht gegeben und über viele Jahre geprägt mit ihrer herzlichen Art, der tief verankerten Professionalität als emsige Journalistin mit stets gespitzter Feder und Wortmacht, die nie für sich selbst, sonderndie Sache steht. Ihr aufrichtiges Interesse andenMenschen, was sie sagenund vor allem tun, hebt sie aus der Menge heraus. Ihr Herz schlägt fest für die Touristik und so tut es meins. Ich danke Gitti für alles, was sie für den traveller getan hat und freue mich, dass sie trotz der wohlverdienten Pension unser Teamals Beraterin und tatkräftige Hilfe weiterhin begleitet. Ich bin als neuer Chefredakteur gespannt auf neue Gesichter, interessante Destinationen, packende Themenundgemütliche Stunden, wennesmöglich ist. Ich freue mich auf Sie! Schreiben Sie mir­ (t.schweighofer@manstein.at) oder rufenSiemich an (0676/838 66 424), wenn Ihnenetwas unter den Nägeln brennt oder wir gemeinsam, als Branche, für das Richtige kämpfen müssen. Ich und das Team des traveller wünschen Ihnen schöne Festtage, einen guten Rutsch, Zeit mit Ihren Lieben und vor allem Gesundheit! Wir lesen uns wieder im nächsten Jahr. Herzlichst Thomas Schweighofer Wir können denWind nicht ändern … Inhalt Aktuell EVA AIR feiert 30 Jahre �������� 04 Dubai – Expo 2020 ���������������� 08 Taufe MSC Virtuosa ���������������� 10 Drei Verbände, eine Stimme ��� 12 Interview Christian Wildfeuer, Europäische Reisevers. . ���������� 06 Nicole Glöckl, RX Austria �������� 16 Special Air Canada �������������������������������� 24 Kreuzfahrten ���������������������������� 26 Grüne Seite ������������������������������� 34 Happy GlobeAir VaxxJet �������������������� 35 IMPRESSUM Medieninhaber/Verleger: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H. | Verlagsort/Anschrift Redaktion/Herausgeberin/Medieninhaber: Euro Plaza 5, Gebäude J, Kranichberggasse 4, 1120 Wien | Internet: www.manstein.at, stammgast.online, traveller-online.at | Tel.: +43/1/866 48-0 | Fax: DW -100 | Geschäftsführung: Mag. Markus Gstöttner | Herausgeberin: Mag. 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Aktuell 5-Star Airline EVA AIR Your First Step to Asia for 30 Years Gastbeitrag Die Unverzichtbarkeit der Luftfahrt Emotional betrachtet sind dieWunden der Luftfahrt derzeit tatsächlich tief: Da hat die Luftfahrt, lange bevor das zum politischen Thema wurde, mit Investitionen in teure Technologien denUmweltfußabdruck so deutlich reduziert, dass ein Flugzeug pro Passagier halb so viel Treibstoff auf 100 Kilometer braucht wie ein Auto, um jetzt trotzdem als Klimakiller Nr. 1 verunglimpft zu werden. Da hat die EU-Kommission, damit Fliegen für alle leistbar werde, die Ultra Low Cost Carrier herbeireguliert und die Netzwerkfluglinien damit zu dramatischen Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen gezwungen und jetzt wird Fliegen von eben denselben Behörden als zu billig kritisiert. Da hat die Luftfahrt, damit regionaleWirtschaftsstandorte entstehen können, mit der Anbindung an ihre Drehscheiben Regionen die Tür zur Welt geöffnet und wird jetzt dafür kritisiert, dass es Kurzstreckenflüge gibt, die man gar verbieten möchte. Da werden Passagiere nirgendwo so lückenlos kontrolliert wie imLuftverkehr, aber das erste woran die Politik denkt, wenn eine neue COVIDVariante auftaucht, ist, den Luftverkehrmöglichst zu unterbinden. Vomunüberschaubaren Fleckerlteppich der COVID-Reisebestimmungen innerhalb der EU gar nicht zu reden. Aber Wunden lecken liegt nicht in der Natur der Luftfahrt. Ob Finanzkrisen, Terrorgefahr oder eben auch Gesundheitskrisen – die Luftfahrt ist Krisen gewöhnt und hat sie alle überstanden. Und das obwohl jede Krise immer zu überdurchschnittlich vielen neuen Regularien und den damit verbundenen hohenwirtschaftlichenBelastungen für die Luftfahrt geführt hat, die dann, wenn eine Krise überstanden war, nur in den seltensten Fällen wieder abgeschafftwurden. Diesebemerkenswerte Resilienz war nur möglich, weil der Luftverkehr wachsen durfte. Eines wird die Resilienz des Luftverkehrs daher definitiv überstrapazieren: Nämlich das Wachstum des Luftverkehrs in Europa abzuwürgen. Und darauf zu hoffen, dass das europäische Beispiel demRest derWelt Vorbild sein möge. ImGegenteil: Der Rest der Welt wird – übrigens wesentlichweniger umweltverträglich – den Entfall europäischen Luftverkehrs überkompensieren und die europäische Luftfahrtindustriewird umsoweniger Geld haben, in umweltfreundliche Technologien zu investieren! Was also tun? Zumeinendie Luftfahrt nicht für symbolpolitische Aktionen missbrauchen, sondern sich wieder ins Bewusstsein rufen, wie unverzichtbar das Flugzeug für Versorgungssicherheit, kulturellenAustausch, Arbeitsplätze,WohlstandundFreiheit ist. Und zum anderen auf die richtigen Lösungen setzen: In neuen Technologien liegt auch der Schlüssel zum erklärten Ziel, den Luftverkehr weltweit CO2-neutral zu machen. Synthetische Kraftstoffe (SAFs) sindder erste undnahezu sofort umsetzbare Schritt dazu, der vonEuropa indenRest derWelt getragen werden kann. Dazu braucht es politisch eine verhältnismäßig geringe Anschubfinanzierung, Zweckbindung der Luftfahrtabgabenund schnelle Zertifizierungsverfahren. Sowird auchdiese Krise zu meistern sein und die Wunden heilen. Peter Malanik, Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbandes © ÖLFB

4 08 | 2021 Aktuell EVA AIR Eine Verbindung schreibt Geschichte Am 11. November 1991 hob nicht nur die erste Boeing 767-300 der jungen EVA AIR von Taipeh Richtung Wien ab, vielmehr war dieser Flug überhaupt der erste, den die private taiwanesische Airline nach Europa absolvierte. Eine Verbindung schreibt Geschichte und lässt sich auch in ihrem 30. Jahr nicht von einem Virus aus der Flugbahn werfen. Politisch veränderte sich 1991 mit dem Zerfall der Sowjetunion und der Gründung von Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Moldawien, Weißrussland, der Ukraine, Aserbaidschan, Litauen, Lettland und Estland dieWelt – und damit auch die Reiselandkarte. Heute kann in fast all diese Länder, auch wenn so manches eher noch exotisch anmutet, und, so nicht gerade ein Virus die Welt in Beugehaft nimmt, gereist werden. Exotisch, das war vor 30 Jahren wohl auch für viele Taiwanesen und Österreicher das rd. 9.000 Flugmeilen entfernte Wien bzw. Taipeh. Mit der regelmäßigen Flugverbindung vom fernen Taiwan ins Herz von Europa baute EVA AIR jedoch eine beständige Brücke zwischen beiden Ländern, wie Edward Ho, EVA AIR General Manager Österreich und CEE, im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten formulierte. Trotz und gerade in turbulenten Zeiten für die gesamte Branche, wofür man allen, die an dieser Erfolgsgeschichte bis heute mitgeschrieben haben – allen voran dem Flughafen Wien, der EVA AIR seit dem Erstflug immer begleitet und unterstützt hat – zu besonderemDank verpflichtet ist. Wien – das Tor nach Europa Mehr als zwei Millionen Passagiere – der zweimillionste Fluggast wurde am 01. April 2019 am Flughafen Wien begrüßt – wählten seit dem Inaugural im November 1991 also EVA AIR als ihren Carrier nach Bangkok bzw. Taipeh, bis zur reinenNonstop-Verbindung abMärz 2018 wurde der Flug über Bangkok geführt. Anfangs zweimal pro Woche, folgten bald saisonale Frequenzerhöhungen in denMonatenDezember und Jänner auf bis zu fünf Flüge wöchentlich. Kontinuierlich wurde das Geschäft ausgebaut, Taipeh wurde für immer mehr Österreicher zu einem interessanten Reiseziel wie auch immer mehr Taiwanesen nach Wien kamen, was sich ab September 2013 in vier wöchentlichen und letztlich ab März 2018 in einem täglichen Flug – viermal wöchentlich über Bangkok und dreimal pro Woche als Direktverbindung nach Taipeh – manifestierte. Dass Wien – noch vor den HUBs London, Paris und Amsterdam– als erstes europäisches Flugziel imdamals noch sehr dünnen Flugplan von EVA AIR stand, zeugt auch heute noch von besondererWertigkeit. Denn die erst zwei Jahre zuvor als Tochter der Evergreen Group gegründete Fluglinie bediente im regulären Linienverkehr mit Bangkok, Seoul, Jakarta, Singapur, Kuala Lumpur und Penangmit drei Boeing 767-300 gerade mal sechs asiatische Destinationen. 1992, also ein Jahr nach Aufnahme des Wien-Flugs und dem damit verbundenen Schritt nach Europa, folgte dann die erste Verbindung in die USA. Mit einer Bestellung von 25 Boeing und MD11Langstreckenmaschinen war der Fokus bereits klar auf Ausbau, Wachstum und ein innovatives und junges Flugprodukt gestellt. So war EVA AIR eine der ersten Fluglinien, die mit der Evergreen Deluxe Class, dann ELITE Class und letztlich Premium Economy Class bereits 1992 eine Premium Economy Class in ihren Maschinen einführte, die in den letzten Jahren von fast allen Flagcarrieren in ihren Flotten um viel Geld nachgerüstet wurde und noch immer wird. ImHeadquarter in Taipeh entstand ein Flight-Trainingscenter mit Flugsimulatoren zur laufenden Aus- und Weiterbildung des staffs, denn Sicherheit ist für das Star-Alliance-Mitglied – man trat der größten Airline-Allianz 2013 bei – oberste Unternehmensprämisse. Dass das nicht einfach nur so dahingesagt ist, belegt die kontinuierlich hohe Bewertung in den internationalen Safety Rankings, in denen EVA AIR seit vielen Jahren stets an vorderster Stelle rangiert und weltweit zu den sichersten Fluglinien zählt. Im Frühjahr geht‘s wieder los Zurück zu 30 Jahren Österreich und der Entwicklung des Wien-Fluges, der anhand eines rechnerischen Vergleichs deutlichwird: Von anfangs 200 Sitzplätzen in der Boeing 767 und zwei wöchentlichen Flügen bis zuletzt – bevor Corona die Luftfahrt stoppte –, 300 Sitzplätzen auf einemtäglichen Boeing 787 Flug, lässt sich die Kapazitätssteigerung leicht ausrechnen. Zwischen der ersten Boeing 767 und dem topmodernen Dreamliner, der seit Mai 2019 die Wien-Strecke befliegt, kamen auch noch ein Airbus A330-200 sowie eine Boeing 777- © Martin Dichler, EVA AIR Archiv Offizielle Begrüßung des EVA AIR Erstflugs am FlughafenWien am 12.11.1991

300ER – ab 2012 mit der exklusiven Royal Laurel Class – auf der Wien-Strecke zum Einsatz. Und wie zu Beginn in den 1990ern, setzt man auch heute unverändert auf die Zusammenarbeit mit denReiseveranstaltern undReisebüros, wie Eward Ho betont: „EVA AIR hat sich gut amMarkt etabliert und hat mitgeholfen, Wien zu einemwichtigenHub in Europa zumachen. Daher bleibt auch die Zusammenarbeit mit unseren GSAs in CEE (derzeit fünf ) unverändert ein wichtiger Faktor. Die Reisebüros sind nach wie vor ein wichtiger Kooperationspartner, denn obwohl das Internet oft bequem ist, schätzen und bevorzugen viele Kundenweiterhin den persönlichen Kontakt und Beratung.“ AuchwennEVAAIR – seit halt ein listiges Virus die Flugpläne schreibt – bis auf ein paar wenige Repatriationsflüge nachThailand imFrühjahr 2020 und nur drei Flügen imSommer 2021, die regelmäßigen Passagierflüge von Wien nach Taipeh ausgesetzt hat und seit Frühjahr 2020 „lediglich“ drei- bis vier wöchentliche Cargo-Flüge durchführt, steht die Wiederaufnahme der Linienverbindung für die mit fünf Sternen von SKYTRAX für herausragendes Service ausgezeichnete EVAAIR außer Frage.Weil Wien für EVAAIR vomersten Tag an einen besonderen Stellenwert hat. bc Sie sind seit 1999 bei EVA AIR inWien, können Sie sich noch an Ihren ersten Tag imWiener Büro erinnern? Edward Ho: Mein erster Tag war der 27. Dezember 1999. Es hatte Null Grad und ab dem nächsten Tag gab es starken Schneefall. EVA AIR ist gerade ins neue, größere Büro im ersten Stock des Hotels Hilton am Stadtpark gezogen. Ich arbeitete in der Abteilung „Administration & Finance“. Am 31. Dezember war ich mit dem damaligen General Manager, Freddy Huang und meinem Kollegen Joseph die ganze Nacht im Büro, um die Computer beimWechsel in das Jahr 2000 zu überwachen. Wir schickten jede Stunde ein Fax mit „Alles in Ordnung“ nach Taipeh. In der Früh haben wir dann einen Hot Pot im Büro gegessen. Meine erste Arbeitswoche in Wien werde ich sicher nie vergessen ... 30 JahreWien- Taipeh: Wie wichtig sindWien und Österreich für EVA AIR und das Streckennetz? Wien ist sehr wichtig für EVA AIR, denn Wien war die erste Langstreckendestination und die erste europäische Destination im EVA AIR-Netzwerk. Ohne den Flughafen Wien hätten wir nicht nach Europa fliegen können, wir freuen uns daher sehr über diese erfolgreiche 30-jährige Zusammenarbeit. Mit demWien-Flug waren die späteren Verhandlungen mit London, Paris und Amsterdam – unsere weiteren Europa-Destinationen – viel einfacher. Wien ist natürlich auch ein bedeutender Hub für CEE, weshalb wir auch seit vielen Jahren mit GSAs in einigen dieser Länder zusammenarbeiten. Was wünschen Sie sich für 2022 und für die nächsten 30 Jahre? Natürlich, dass wir bald wieder mit Passagierflügen starten können und dass die nächsten 30 Jahre so erfreulich werden, wie die bisherigen Jahre. Drei Fragen an Edward Ho

6 08 | 2021 Interview ChristianWildfeuer „Wir atmen mit dem Tourismus“ Das Reisen hat in der Pandemie durch immer neue und wiederkehrende Einschränkungen, die überall andere sind, ein gutes Stück seiner Freiheit verloren. Im traditionellen Jahres-­ Abschlussinterview spricht Christian Wildfeuer, seit September Vorstandsmitglied bei der Europäischen Reiseversicherung, über die Zusammenarbeit mit den Partnern im Tourismus, neue Herausforderungen und seine große Hoffnung. EineaktuelleUmfragederEuropäischenReiseversicherung liefert einoptimistischesBildüber die Reiselust für 2022. Ist das eine realistische Einschätzungoder einBlick indie „Blase“ jener, die ohnehin zu den Vielreisenden zählen? ChristianWildfeuer: DieUmfrage fand unter den Kund_innen der EuropäischenReiseversicherung statt, die unserenNewsletter abonniert haben. Die Anzahl der Rückmeldungen war sehr gut und natürlich ist die Zielgruppe sehr reiseaffin. Es zeigen aber auchandere StatistikenundUmfragen, eswird wieder gereist; der Reisewille ist ungebrochen.Wir wissen aus der Vergangenheit, je umfassender die Einschränkungen, destogrößer derWunschdaraus wieder auszubrechen. Ich vergleiche es gerne mit einem trockenen Schwamm, der bei ein bisschen Feuchtigkeit wieder aufquillt. Die Welt ist zu groß und zu schön, um nicht zu reisen. Merken Sie das auch bei den Versicherungsabschlüssen? Die Versicherungsabschlüsse bewegen sich bei einer Reiseversicherung parallel mit dem touristischen Buchungsverhalten. Ein Gutteil unserer Produkte wird für eine Reise abgeschlossen und über Reisebüros und Reiseveranstalter verkauft. Wir atmen mit dem Tourismus mit. Der Anteil des Jahres-KomplettSchutz hat sich in den letzten beiden Jahren nicht erhöht? Der Anteil an Jahresversicherungen hat sich in der Vergangenheit sukzessive erhöht. Die Nachfrage nacheinemumfassendenVersicherungsschutz bei allenReisen, ohne sich jedesMal denKopf zerbrechen zumüssen, wird größer. InSummehabendie Reisenden jetzt ein höheres Sicherheitsbewusstsein, darum ist die Abschlussquote bei Jahresversicherungen höher. Ohne Reiseversicherung fährt heute kaum jemand auf Urlaub. Nochmals zurUmfrage: Fast neunvonzehnder Befragten sind dieses Jahr verreist, jedoch in einem engeren Radius. Sind Sie optimistisch, dass Fernreisennächstes Jahrwiederanziehen? Optimistisch sind wir immer (lacht). Wir wissen, dasswir involatilenZeiten leben.Mit denMöglichkeitender Bekämpfungder Pandemiewird ineinem gewissenMaße Normalität einkehren. In eine Destination, die sich glaubhaft als sicher präsentiert undwodieMaßnahmen state-of-the-art sind, wird man relativ raschwieder reisenkönnenundwollen. Die Kette, von den Reiseveranstaltern und Reisebüros über Airlines bis zu den Hotels, arbeitet daran, Reisen sicher zu machen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass imnächsten Jahr vieleDestinationen wieder relativ normal bereist werden können. WerdengrenzüberschreitendeReisennurmehr für Geimpfte möglich sein? Zunächst ist es eine Frage der Zeit: Wenn die Situation sich bessert, wird man andere Maßnahmen ergreifen können. Die Signale aus demTourismus zeigen derzeit aber stark in diese Richtung. Der Nachweis einer Impfung ist schließlich deutlich leichter handhabbar als ein jeweils aktueller Test. Wer einen längeren Zeitraum unterwegs ist, muss sonst denTestnachweis ständigneu erbringen. Ich kann nicht sagen, wie es mittelfristig gehandhabt wird, aber in absehbarer Zeit wird der Nachweis einer Impfung wohl notwendig sein. Impfpflicht, ReiseeinschränkungenundCo:Wie ist Ihre Einschätzung als Jurist, werden uns rechtlicheAuseinandersetzungendarübernoch länger begleiten? Es gibt sowohl wirtschaftlichals auch juristischeine Vielzahl von Fragestellungen, die neu sind. Juristisch gesehen ist die Situation nicht schwarz oder weiß. Es gilt Abwägungen darüber zu treffen, was ist noch zumutbar und was nicht und was ist gerechtfertigt und unter den aktuellen Umständen angemessen? ZumBeispiel dieDiskussionbei den Stornierungen: Wann liegen außergewöhnliche Umstände vor? Zu Beginn der Pandemie war es ganz klar ein außerordentlicher Umstand. Mittlerweile tätigtmaneineBuchungwährend einer Pandemie und muss bewerten, ob zu einem späteren Zeitpunkt ein unvorhersehbarer, noch außergewöhnlicherer Umstand vorliegt. Sind Sie mit mehr Rechtsfällen konfrontiert? Rechtsfälle gibt es generell relativwenige, das liegt anunsererUnternehmenspolitik, weil wir service- und kundenorientiert, kulant agieren. Im Bereich der Reiseversicherung versuchen wir klar darzustellen, was gedeckt ist undwas nicht.Wir handeln außerdemproaktiv. Das heißt, tritt eine neue Situation ans Tageslicht, besprechen wir uns zeitnah, umdenKolleg_innen sehr rascheineEinschätzung gebenzukönnen, diedannunserenVermittlerpartner_innen und Kund_innen klare Informationen über unsere Einschätzungweitergeben.Wir bereiten uns intern permanent auf mögliche geänderte Umstände vor undwiewir damit umgehenwürden. Wir nähern uns demEnde des Jahres und dem zweiten JahrestagdesAusbruchsderPandemie. Was haben diese beiden Jahre und das letzte Jahr mit der Europäischen Reiseversicherung gemacht? DasGeschäftsvolumen ist zwar eingebrochen, dennoch konnten wir ohne Staatshilfen, mit Kostendisziplin ein positives Ergebnis erzielen und trotz Pandemie nahezu alle unsere Mitarbeiter_innen halten. Wir haben glücklicherweise viele treue Kund_innen, die wiederkommen. Was es mit uns gemacht hat:Wir habenuns Zeit für Veränderungen genommen. Etwa dieUmstellung auf Homeoffice, die in dieser Geschwindigkeit davor undenkbar gewesenwäre. DieArbeit imUnternehmenhat sich geändert, es sindneue Skills gefordert, zumBeispiel in der zwischenmenschlichen Zusammenarbeit. Dafür gibt es Trainings für Mitarbeiter_innen und Führungskräfte.Wir habenuns neueProdukteund Services überlegt sowie unsere Produkte überar- © Europäische Reiseversicherung/Martina Draper

08 | 2021 7 beitet. Der ReiseDoc – also telemedizinische Betreuung –wurde eingeführt. Last but not least haben wir unsereOrganisation internneu aufgestellt und die Touchpoints zu den Kund_innen und den Vermittlerpartner_innen neu definiert. Die Europäische Reiseversicherung ist personell, technisch, von den Produkten und Services her bestens aufgestellt für den Restart. Wie geht es Ihnen persönlich in Ihrer neuen Funktion als Mitglied des Vorstands? Es ist in der Krise sicherlich herausfordernd, aber ich habe die Funktion während der Krise bewusst angenommenundwurdenicht von ihr überrascht. Ich bin seit 17 Jahren im Unternehmen tätig und hatte das Vergnügen, schon in den vergangenen sehr gutenZeitenTeil des Teams der Europäischen Reiseversicherung zu sein und in führenden Positionenmitgestalten zu dürfen. An diese guten Zeiten werden wir wieder anschließen. Wie gestalten Sie Ihre Führungsaufgaben? Gerade jetzt, wo es gesamtwirtschaftlichdurchaus kritisch ist, ist es umsowichtiger, dieMitarbeiter_innen zumotivieren und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Die Unternehmensleitung muss vorleben, dass man nicht stagniert, sondern weiter an der Zukunft arbeitet.Worinwir uns alle einig sind, Reisen wird wiederkommen. Die Gesellschaft hat auf harteArt gelernt, dassGesundheit das höchsteGut ist. Man will sich daher auch auf Reisen schützen. Diesen Schutz wollen wir mit unseren Versicherungsprodukten ohneWenn und Aber umfassend bieten. Sie sind ja ein junger alter Hase in der Touristikbranche. Vonder gutenaltenTouropabis zu Gulet Touristik war Recht und Qualitätsmanagement IhrVerantwortungsbereich.Welchen Stellenwert hattendamalsReiseversicherungen, beimKonsumenten aber auch in der Beratung bzw. imVerkauf des Reisebüromitarbeiters? Das Thema Sicherheit auf Reisen ist den österreichischenReisebüros undReiseveranstaltern schon immer ein vorrangiges Anliegen gewesen. Das Reiseverhalten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten jedoch geändert: Es sind fernere, exotischereZiele gefragt, eine individuellereGestaltung, das Freizeitverhalten hat sich geändert und die demografische Entwicklung – Stichwort Golden Ager – bietet neue Zielgruppen. Dazu diverse geopolitische Krisen wie Terroranschläge, NaturkatastrophenundPandemien. Parallel dazugibt es neue rechtliche Bestimmungen wie die Informationspflicht über eine Reiseversicherung bei einer Pauschalreise. Einweiterer Punkt ist, dass Kund_innen informierter sindals früher. DieQualität undKomplexität der Beratung und der Detailgrad an Information sind gestiegen. Aber auchdas Bewusstsein für Risiken ist heute höher. Nachder Krisewirddie Nachfrage auf jedenFall steigenunddieAbschlussquoten werden höher sein. Wird dann auch bei einem niedrigeren Reisebudget versichert? In Zeiten wie diesen wird bei der Sicherheit auf Reisen nicht gespart. Da ist auch bei kleinerem Budget eine Reiseversicherung ein fast schon unerlässlicher Bestandteil. Man muss zwei Dinge unterscheiden: dieReisekostenunddasRisiko.Man kann mit einem niedrigen Budget auch weit weg reisen, aber je weiter weg man von zu Hause ist, desto teurer wird der Rücktransport imUnglücksfall. Vielerorts ist zudemdermedizinische Standard ein anderer. Das Reisebudget korreliert also nicht immer mit dem Risiko. Nachhaltigkeit imTourismus indenAngeboten sinddieThemenderGegenwart.Wieübernimmt hierdieEuropäischeReiseversicherungVerantwortung?Was kannman unter einer nachhaltigen Reiseversicherung verstehen? Natürlich gibt es eine nachhaltige Reiseversicherung. Wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, die sich uns bieten. Wir beziehen Strom ausschließlich aus erneuerbarer Energie. Warmwasser und Heizung, der Postversand, Mobilität und Reisen imUnternehmen werden CO2-kompensiert. Wesentliches Kriterium für unsere Unternehmensplanung ist ESG, also Environment, Social and Governance (Anm.: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Als Teil der Generali Group nehmen wir an einer Vielzahl an Initiativen und Projekten teil. Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung und gute Arbeitsbedingungen für dieMitarbeiter_innen dürfen keine Schlagworte sein. Wir arbeiten sukzessive daran und informieren auch transparent über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten. Nicht jedesReisebürowirddieKrisewirtschaftlich überstehen. Was bedeutet das für das Geschäft undGeschäftsmodelle einesReiseversicherers? Wir hoffen natürlich, dass es alle unserer Partner schaffen. Der Großteil davon ist gut aufgestellt und wir sind zuversichtlich, dass die politischen Maßnahmen so greifen, dass die Betriebe nachhaltig überleben. Was alle motivieren sollte: Das Geschäft für Reisebüros wird nicht kleiner sein nach der Krise – im Gegenteil. Die Veränderung wird strukturell wahrscheinlich eine Seitwärtsbewegung sein. Einfach gesprochen: Wenn es in einem Ort zwei Reisebüros gibt und eines davon zusperrenmuss, werden dessenKund_innen nicht ins Internet, sondern ins andere wechseln. Der Trend wird anhalten, wer die bessere Beratung und ein gutes Service bietet und damit einen Mehrwert gegenüber einer Buchung im Internet, wird zu den Gewinnern zählen. WelcheSpurenwollenSiealsVorstandsmitglied imUnternehmen hinterlassen? Ich hoffe, dass ich in der Vergangenheit schon ein paar Spurenhinterlassenhabe. DasThema Sicherheit auf ReisenwirdweiterhindasThema sein, das uns beschäftigt. Wir werdenmit höchster Qualität und modernem, bestem Service agieren. Daran werde ichmitmeinenKolleg_innenweiterarbeiten. Was wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, sind langjährige Partnerschaften. Wir nennen das Lifetime Partner für Kund_innen und Vermittlerpartner_innen – in gutenwie in schlechtenZeiten. EineZukunftsfrage ist, diebestenMitarbeiter_innen zu finden, zu haben, zu fördern. Was wir schon bisher vorgelebt haben, ist die technologischeWeiterentwicklung undder Anspruchals Innovationsführer. Da braucht es Mut, immer wieder Neues auszuprobieren und keine Angst davor zu haben, dass ein Versuch einmal scheitert. Voraussetzung dafür sind ein positives Geschäftsergebnis und nachhaltigesWirtschaften. Nur so könnenwir unsere Leistungen erbringen und unsere Mitarbeiter_innen halten. Traditionell steht am Ende des Jahres-Abschlussinterviews ein Wunsch, eine Botschaft und ein Appell: Was wünscht sich Christian Wildfeuer für 2022? Der Wunsch, den wir alle in uns tragen: Gesundheit. Mein Appell ist, dass wir als Gesellschaft zusammenhalten. Probleme lassen sich nur gemeinsam lösen, ob imPrivaten oder Beruflichen, auf wirtschaftlicher, sozialer und auf internationaler Ebene. Zusammenhalt und Unterstützung braucht es auch bei Meinungsverschiedenheiten. Die großeHoffnung, die ich hege, ist die Rückkehr der Freiheit uns wieder persönlich zu treffen und die Welt zu bereisen und das Leben – in vollen Zügen oder vollen Flugzeugen (lacht) – genießen zu können. ts Zur Person Mag. Christian Wildfeuer ist Jurist und war lange im Tourismus tätig, bevor er 2004 im Unternehmen begonnen hat. Er ist seit 2009 Gesamtprokurist bei der Europäischen Reiseversicherung und seit 2014 auch Geschäftsführer der beiden Tochterunternehmen TTC und Care Consult. Seit 01. September ist er neuer Vorstand bei der Europäischen Reiseversicherung und als Chief Insurance Officer verantwortlich für die Bereiche Versicherungstechnik und Schaden sowie Recht.

8 08 | 2021 Aktuell Dubai Beton, Bohnen, Potenziale In der Stadt der Wolkenkratzer und Malls brummt das touristische Geschäft. Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigten Arabischen Emirate und die Expo 2020 – aufgrund der Pandemie um ein Jahr verschoben – locken zum Neu- undWiederentdecken Dubais. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind von den reinen Zahlen betrachtet Österreichs wichtigster Handelspartner in der Golfregion. Als blühende Volkswirtschaft, Messestandort und Tourismusdrehscheibe litt das Land zu Beginn der Pandemie unter den nationalen und globalen Einschränkungen. Eine Konkurswelle samt Bevölkerungsschwund von zehn Prozent (am Ende des Vorjahres) – zirka 90 Prozent der Einwohner des Landes sindArbeitsimmigranten – später ist man mittlerweile zurück in der Spur, und vor allemder Tourismus springt an. Von den 16,73 Millionen Touristen im Vorcoronajahr ist man allerdings noch weit entfernt – geschweige denn vom Ziel des Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing, bis Mitte des Jahrzehnts 25MillionenGäste begrüßen zu dürfen. Zumindest die Beherbergungsbranche bleibt optimistisch, wie die rege Bautätigkeit – anders kann man sich Dubai ja gar nicht vorstellen – beweist. Die Anzahl der Hotels mit rd. 730, darunter fast 140 im 5-Sterne-Segment, und der Gästebetten (rd. 133.000) ist seit dem Vorjahr noch einmal spürbar gestiegen und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. ImMärz eröffnet als neues Highlight das um angeblich über 1,2 Milliarden Euro errichtete, 800 Zimmer bietende Royal Atlantis auf The Palm Jumeirah in unmittelbarer Nähe des „alten“ Atlantis. Weitere Neuzugänge amMarkt sind unter anderemdas LegolandHotel, The Obelisk, einMandarinOriental, das NHHotel The Palmund die deutscheDesign- undBoutiqueHotelkette 25hours tritt amMarkt ein. Ein offensichtliches Zeichen des aktuellenComebacks ist das geschäftige Gewusel am Dubai International Airport. Die große Karotte vor der Nase der Gäste ist neben demWetter, mit angenehmen © Rastislav Sedlak SK – stock.adobe.com, Schweighofer Innovationsreise der ÖW: LisaWeddig, Chefin der ÖsterreichWerbung, mit (v. l.) Leo Bauernberger (SalzburgerLand Tourismus), The Palm-Architekt Ali Mansour und Martin Gross (Emirates)

08 | 2021 9 30 Grad imNovember, Glamour und „Do Buy“ in den zahllosen Einkaufstempeln der Stadt die Expo. DieWeltausstellung steht unter demMotto „Connecting Minds, Creating the Future“ und findet noch bis Ende März 2022 statt. Das 438 Hektar große Areal zwischen Dubai und Abu Dhabi wurde in unfassbar kurzer Zeit bebaut. Für die Zeit danach gibt es Pläne zur Umnutzung als Wohnraum, gesichert ist das nicht und für die Emiratis wahrscheinlich auch nicht wirklichwichtig. In den ersten beiden Monaten verzeichnete die Expo fast fünf Millionen Besucher. ÖsterreichischeTürme Österreich ist mit einem Pavillon, der ins Auge sticht, vertreten. Die 38 Kegeltürme aus Beton sind eine Hommage an die traditionelle arabische Architektur, angelehnt an die kühlendenWindtürme. Der Pavillon kommt weitgehend ohne technische Kälteerzeugung aus und benötigt bis zu 70 Prozent weniger Energie als konventionell klimatisierte Gebäude in Dubai. Von den äußeren Werten waren auch die namhaften Tourisitiker aus ganz Österreich begeistert, die auf Einladung der ÖsterreichWerbung (ÖW) auf einer Innovationsreise die Expo erlebten und Kontakte mit arabischen Reiseveranstaltern knüpfen konnten. Der traveller war mit on tour. Über die inneren Werte kamen allerdings zwiespältige Wortmeldungen, zu „verkopft“ sei das Expo-Motto „Austria makes sense“ inVerbindung der Lebens- undWirtschaftsbereiche umgesetzt. Vor allem imVergleich zu den Schaumomenten der anderen Länder. Für offene Münder sorgte etwa der Auftritt Saudi-Arabiens, das sehr gekonnt mit schönen Bildern und Emotionen agiert – aber mit 150 Millionen Euro auch das zehnfache Budget Österreichs zur Verfügung hatte. Der stillere Auftritt Österreichs ist andererseits ein Kontrapunkt zur Reizüberflutung in der Nachbarschaft, wo im besten Fall (touristische) Klischees bedient, oft aber auch übertrieben dem Nationalstolz gefrönt wird. „Unser Pavillon kommt bei der lokalen Bevölkerung extrem gut an“, erzählt Philipp Schrammel, Pavilion Director der Expo Austria 2020. Ganz ohne Klischees kommt man natürlich nicht aus, der „Emperors Dish“ Kaiserschmarrn im Österreich-Cafe begeistert immer wieder aufs Neue. Erfolgreich genutzt wird der Messeauftritt auch vomengagierten Teamder Österreich Werbung in der Region unter der Leitung von Robert Gröblacher. Gäste aus den arabischen Ländern in Österreich zählen zu den kaufkräftigsten überhaupt. Pro Kopf und Tag geben sie im Urlaub 487 Euro aus, ohne An- und Abreise mitzurechnen, verzeichnen eine sehr lange Aufenthaltsdauer (sieben Tage imSommer) vorwiegend in der 4/5-Stern-Hotellerie oder HighEnd Apartments. 2019 sorgten sie noch für 1,3 MillionenNächtigungen inÖsterreich bei 384.000 Ankünften. Mit Emirates, Qatar, Saudia, Kuwait Airways, flydubai, AirArabia, Flynas und Etihad gibt es doch zahlreiche Anbieter mit Flugverbindungen. Beliebteste Region ist Salzburgmit einem Anteil von fast 54 Prozent – Stichwort Zell am See-Kaprun – deutlich vor Wien und Tirol. Heuer waren die arabischen Länder ab der Öffnung im Mai der stärkste Fernmarkt, erklärt ÖW-Chefin Lisa Weddig, und in Wien sind die Vereinigten Arabischen Emirate nach Wertschöpfung der viertwichtigste Markt. Ein noch zu lösendes Problem ist die 2G-Regel in Österreich, weil doch viele potenzielle Gäste mit Sinopharm geimpft sind, das bekanntlich von den Behörden noch nicht anerkannt ist. Eintauchen und abtauchen Der Trend geht aber auch in die andere Richtung, vor allemDubai lockt Österreicher mit bekannten Qualitäten. Saud Mohammed Saeed Hareb Al Muhairi, bei Dubai Tourism verantwortlich für die deutschsprachigen Märkte, hat einen einfachen Job. Zumindest die Argumente gehen ihm nicht aus, warum Dubai regelmäßige Besuche wert ist. Die Stadt verändert sich in einem unglaublichen Tempo, Jahr für Jahr werden neue Attraktionen aus dem Boden gestampft. Jüngst etwa „Ain Dubai“, mit 260Metern Höhe das größte Riesenrad der Welt – mit weniger als Rekordleistungen geben sich die Emiratis nicht zufrieden. Oder das „Museum of the Future”, ein weiteres architektonisches Wunder, die unvermeidliche Dependance von „Madame Tussaud“ und nicht zuletzt Neuzugänge bei den Malls. Einen imposanten Blick bot sich der Gruppe der ÖW-Innovationsreise vom Aussichtsturm „The View“ mit der Skyline der Stadt vor den Augen und gleich unter den FüßenThe Palm. In die andere Richtung ging es bei „Deep Dive Dubai“, dem – was sonst – tiefsten Pool der Welt. Taucher können sich hier an einer riesigen Unterwasserwelt mit verlassenen Häusern und verschiedenenThemengebieten in eine Tiefe von bis zu 60 Metern sattsehen. Und wer sich nach einem kleinen Stück Österreich im Wüstenland sehnt, kann zum Beispiel das Vienna Cafe im JW Marriott Hotel Dubai besuchen, die weltweit höchsten Wassersäulen der „Palm Fountain“ bestaunen samt Wiener Walzer als musikalische Begleitung oder stärkt sich auf den Straßen der Stadt mit einemKaffee vomEspressomobil. Die Destination ist seit Juli 2020 durchgehend wieder für touristisches Reisen geöffnet. Im vergangenen Winter profitierte Dubai, da es die einzige gut erreichbare Sun- and Beach-Destination war. Mit der Expo 2020 wurde laut lokaler Hotellerie und den Airlines das Vorkriseniveau wieder erreicht und teilweise sogar übertroffen. DXB war 2021 der meistfrequentierte Flughafen weltweit auf Basis internationaler Ankünfte. Dubai kann einen überfordern mit seinen bunten Superlativen, aber es ist unverwechselbar, immer eine Reise wert und ist eines sicher nicht – langweilig. ts Das Team der ÖsterreichWerbung für die Arabischen Länder unter der Leitung von Robert Gröblacher.

10 08 | 2021 MSC Cruises Meisterliche Taufe der MSC Virtuosa Die drittgrößte Kreuzfahrtmarke der Welt hat Dubai als Austragungsort für die Taufe gewählt, um sein Engagement in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im gesamten Nahen Osten, wo die Marke führend ist, zu unterstreichen. Mit der italienischenFilmlegende Sophia Lorenhatteman sich einen strahlenden Namen für die Schiffstaufe geholt, ein spektakuläres Feuerwerk bildete den passenden Rahmen für den neuen Star und 17. Schiff in der Flotte vonMSCCruises. Die Veranstaltung in Port Rashid spiegelte die wachsende Bedeutung des Emirats als Reiseziel für Kreuzfahrturlauber aus aller Welt wider. „Wir arbeiten kontinuierlich an der Verwirklichung des Ziels, Dubai zum beliebtesten Reiseziel zu machen“, so seine Exzellenz Helal Saeed Almarri, Generaldirektor von Dubais MinisteriumfürWirtschaft undTourismus. Für die kommende Kreuzfahrtsaison 2021/22 erwartet man bei Hafenbetreiber DP World insgesamt 126 Schiffsanläufe und über 500.000 Kreuzfahrtgäste. MSC Cruises wollte – im Jahr des „Goldenen Jubiläums“ der Vereinigten Arabischen Emirate, dem 50-jährigenStaatsjubiläum–mit der Taufeauchdas langjährige und langfristige Engagement in dieser Region demonstrieren, betont Pierfrancesco Vago, ExecutiveChairmanvonMSCCruises: „Das ist auch der Grund, warum die neue MSC Virtuosa, eines der technologischundökologisch fortschrittlichsten Schiffe unserer Flotte, indiesemWinter indenVereinigten Arabischen Emiraten anlegen wird.“ Die Highlights Die MSC Virtuosa kann bis zu 6.334 Passagiere und 1.704 Besatzungsmitglieder aufnehmen und wird bis März 2022 von ihrem Heimathafen in Dubai aus die Golfregion befahren. Ihre erste Kreuzfahrt führte sie nachAbuDhabi, Sir Bani Yas Island undDoha. Das Kreuzfahrtschiff verfügt auf 19Decks über zehnRestaurants, 21 Bars und Lounges sowie fünf Swimmingpools und den größten Shopping-Bereich auf See. Das Highlight ist die 112 Meter lange Promenade unter einem beeindruckenden LED-Himmel, demgesellschaftlichen Herzstück des Schiffes. Einzigartig ist auch der brandneue MSC Starship Club, den es exklusiv auf derMSCVirtuosa gibt und in demder weltweit erste futuristische humanoide Roboter-Barkeeper „Rob“ zu sehen sein wird. ts © MSC Cruises/Ivan Sarfatti

08 | 2021 11 Special Flandern? Aber natürlich! Flandern, Belgiens nördliche Region, erfindet sich neu. Angesichts der großen Herausforderungen unserer Tage hat sich VISITFLANDERS gefragt: Wie muss Tourismus aussehen in Zeiten vonKlimawandel undCorona? Wie kannmanReisen nachhaltig und so gestalten, dass Bewohner der Region ebenso davon profitieren wie ihre Besucher? Weg vonOver-Tourismus undWachstumum jeden Preis, hin zu einemsanften Reiseverhalten – dazu gehört auch der Fokus auf das Thema Natur, für das esmehrere Produkte gibt, die die große Bandbreite undWirkkraft desThemas deutlichmachen. DennNatur, das sind die heidebewachsenenHügel und ausgedehntenWälder, Seen undWanderdünen im Nationalpark Hoge Kempen in der belgischen Provinz Limburgmit einer Fläche von 12.000Hektar. Der erste und einzigeNationalpark Belgiens ist Lebensraum für zahlreiche seltene Tiere. Über 80 Rundwanderungen mit mehr als 220 KilometerWanderwegen und neun Startpunkten locken Besucher, darunter zwei Routen, die das Deutsche Wanderinstitut mit dem Wandersiegel „Premium“ ausgezeichnet hat (nationaalparkhogekempen.be). Natur, das sind aber auch die vielenNaturschutzgebiete und Überflutungsflächen, Polder und Deiche, die in ganz Flandern zu finden sind. So- genannte Ikonen-Fahrradtouren erschließen diesen Schatz, oft in Kombinationmit Haltepunkten in den Kunststädten wie Gent, Antwerpen und Brügge oder an Überresten der Weltkriege (FlandersbyBike.com). Natur, das sind aber auch unzählige Parks und GärtenanSchlössernwiederGroßkomturei Alden Biesen, einer der größtenBurganlagender Euregio, oder demSchlossGroot Bijgaarden, Veranstaltungsort der Floraliamitmehr als einerMillionenTulpen, Hyazinthen, Narzissen. Natur, das sind auch botanischeGärtenmitwertvollenSammlungenwieden königlichenGewächshäusern inLaekenoder dem PlantentuinMeise, beideunweit vonBrüssel.Meise beispielsweise ist einer der größten botanischen Gärten der Welt mit mehr als 18.000 Arten aus der ganzenWelt. JedenTag erblühenneueArten, reifen Früchte, wird Natur erlebbar. Weitere Infos allgemein: www.visitflanders.com Kulturhighlights in Flandern 2022 Das Königliche Museum für schöne Künste in Antwerpen (KMSKA) zählt zu den bedeutendsten Museen für bildende Kunst in Europa. Seine Sammlung überspannt sieben Jahrhunderte. Nach umfassender Renovierung wird das Haus imSeptember 2022 wiedereröffnet Weitere Infos: www.kmska.be © Monique Van Endert, KMSKA bezahlte Anzeige

12 08 | 2021 Aktuell Branchenkämpfer Sichtbar und hörbar bleiben Eva Buzzi (ÖRV), Phillies Ramberger (ÖVT) und Gregor Kadanka (Fachgruppe Reisebüros derWKÖ) sprechen in der Krise mit einer Stimme. Der traveller hat nachgefragt, wo für die Touristiker aktuell der Schuh drückt und was es braucht, damit es wieder besser läuft. Welche Maßnahmen braucht es jetzt, angesichts der aktuellenEntwicklungen, seitens der Politik, umdas Überleben der Touristikbranche zu sichern? Wenngleich verglichen mit 2020 insgesamt eine bessere Buchungslage erreicht werden konnte, ist die wirtschaftliche Situation, in der sich die Masse der Reisebüros und Reiseveranstalter befindet, nach wie vor sehr schwierig. Deshalb braucht die Reisebürobranche dringend weitere Unterstützungsmaßnahmen, von denen ein Teil bereits auf Schiene gebracht werden konnte. Auch der Ausfallsbonus geht in die Verlängerung. Wichtig bleibt bei der Umsetzung dieser Maßnahmen nach wie vor, dass die Gelder auch rasch bei unseren Mitgliedern ankommen. Abseits aller notwendigen Hilfsmaßnahmen wünschen wir uns aber vor allemKlarheit und Planbarkeit, ohne die unser Geschäft nun mal kaummöglich ist. Was können/müssen die Unternehmen selbst dazu beitragen? Der Branche selbst können wir nur raten: sichtbar undhörbar bleibenund fürKundenerreichbar sein! Bei aller „Abgeschmacktheit“ dieses Ausspruches ist die Krise doch auch eine Chance. Verunsicherte Kunden werden gerne auf unser Know-how, unsere topaktuellen Informationen und unsere Unterstützung zurückgreifenundauchbereit sein, dafür zubezahlen.Wir empfehlenunserenMitgliedern zusätzlich, sichdie diversenKMU-Digitalförderungen / E-Commerce etc. nochmals detailliert anzusehen. EineguteÜbersicht über dieCOVID-19- Sonderförderungen findet man auch beimAWS. Was tut sich auf den wichtigen „Nebenschauplätzen“wie Kundengeldabsicherung für Airlines oderNeuregelung der Insolvenzsicherung für die Pauschalreise bzw. wo sehen Sie Besserungsbedarf der Pauschalreiserichtlinie? Von der „Front“ Insolvenzabsicherung gibt es endlich einen ersten Erfolg zu vermelden: Das gegenwärtige Modell wird für das Jahr 2022 verlängert. Unsere Anstrengungen richten sich unabhängig davon aber natürlich nach wie vor auf die Entwicklung eines nachhaltig funktionierenden Absicherungsystems. Die Kundengeldabsicherung für Airlines und eine wirklich notwendige Nachbesserung beim PRG sind dickere Bretter, die in Brüssel zu bohren sind. Besonders die Pauschalreiserichtlinie macht uns in der gegenwärtigen Ausgestaltung zu schaffen. Die Pandemie hat gezeigt, dass in einem derartigen Fall sämtliche Risken finanzieller Natur auf die Reiseveranstalter abgewälzt werden können – hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Das derzeitig herrschende Ungleichgewicht zwischen Buchungen, Pauschalreiseveranstaltern und individuellen Buchungen auf einzelnen Internetportalen wird sich letztendlich beim Konsumenten negativ auswirken, da die Erwartungshaltung – gleiche Preise wie Portale, aber voller Schutz durch die PRL – von den Veranstaltern nicht erfüllt werden kann. ts C © Florian Albert Photography Der Optimismus war bei Gregor Kadanka, Phillies Ramberger und Eva Buzzi (v. l.) – im Bild mit Ex-ÖRV-Präsident Joschi Peterleithner (r.) – beim ÖRV-Kongress inWr. Neustadt groß, die Zuversicht haben sie auch jetzt nicht verloren – aber der Kampf geht weiter. Mitgliedsbeitrag gesenkt Der ÖVT-Vorstand hat beschlossen, den Mitgliedsbeitrag 2022 für ordentliche Mitglieder um 100 Euro zu senken. Alle Verbände wünschen den BranchenkollegInnen einen friedlichen, gesunden Advent.

Smart sind nicht nur unsere neuen Versicherungsprodukte, smart sind auch Sie! → ALLIANZTRAVEL-AGENTMAX.AT Detailinfos zum Vertriebswettbewerb im Login-Bereich von AgentMax sowie von Ihrer Gebietsleitung. Smart. Sales. Werden Sie unser Champion!

14 08 | 2021 Aktuell Flughafen Salzburg Ganghofer bleibt, Reiseziele locken Die amtierende Flughafen-Geschäftsführerin Bettina Ganghofer setzte sich im Hearing gegen 30 Mitbewerber durch. Für dieWintersaison ist man bestens gerüstet. Die Bewältigung der aktuellen CoronaLage und die bevorstehenden Investitionen sowieNeuausrichtungen brauchen genau so eine Führungspersönlichkeit“, gratuliert Landeshauptmann-Stellvertreter und FlughafenAufsichtsratsvorsitzender Christian Stöckl der 58-Jährigen. Was noch fehlt, ist einzig die Zustimmung der Eigentümer Land und Stadt Salzburg, dabei dürfte es sich nur mehr um Formalitäten handeln. BettinaGanghofer verantwortet seit 2017 die Geschicke des Flughafen Salzburg. Zuvor war die ausgebildete Luftverkehrskauffrau und Absolventin der University of Lancaster ab 2009 in unterschiedlichen Funktionen bei der Mitteldeutschen Flughafen AG beschäftigt und davor 24 Jahre im Lufthansa-Konzern engagiert. Winter macht Lust aufsWegfliegen Die Luftverkehrswirtschaft in Europa erholt sich in kleinen Schritten, der Weg ist noch ein langer. DieMannschaft amFlughafen Salzburg ist bestens für den kommendenWinter gerüstet und dasWinterflugprogramm bietet ein vielfältiges Angebot. Die beliebten Kanaren etwa stehen wieder auf demFlugprogrammund gehen sogar „in die Verlängerung“. Bis in den Mai hinein geht es mit der Lufthansa-Tochter Eurowings nach Teneriffa und Gran Canaria. Tauch- und Schnorchelfans zieht es nach Ägypten. Eurowings fliegt Fluggäste ab Salzburg direkt nach Hurghada. Ganzjährig geht esmit flydubai in die VereinigtenArabischen Emirate nachDubai. Flydubai fliegt imCodesharemit Emirates, wodurch sich das gesamte EmiratesStreckennetz eröffnet. Wer Lust auf einen Städtetrip in Europa hat, fliegt mit Eurowings und easyJet in deutscheMetropolenwie Berlin, Düsseldorf, Hamburg oder Köln (mehrmals wöchentlich). Lufthansa verbindet Salzburg zudem bis zu dreimal täglich mit Frankfurt. AuchAmsterdam ist unbedingt eine Reise wert und wird mit Transavia angeflogen, ebenso Rotterdamund Eindhoven. BritishAirways fliegt nach London City Airport auch Heathrow an, easyJet Gatwick undmit Ryanair geht es ganzjährig nach Stansted. Ganz neu im Programm ist Oslo (2x wöchentlich mit Flyr). © Salzburg Airport, Cristianbalate – stock.adobe.com, lunamarina – stock.adobe.com Austrian Airlines Weiterer Flug nach Cancún Während derWeihnachtsfeiertage und ab Ende Jänner fliegt der Homecarrier dreimal wöchentlich per Direktflug zur beliebten Destination in der Karibik. Schon nach kurzer Zeit im Austrian-Streckennetz, wird die Direktverbindung ins mexikanische Cancún mit einem zusätzlichen wöchentlichen Flug aufgestockt. Ab 25. Jänner 2022 wird neben den bisherigen Verbindungen am Donnerstag und Sonntag im Rahmen des Winterflugplans auch dienstags das sonnige Mexiko angesteuert. Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Cancún-Angebot während der Weihnachtsferien zwischen 19. Dezember und 09. Jänner auf zehn statt sieben Roundtrips aufgestockt. Die neueste Destination im Austrian-Streckennetz wirdmit einer Boeing 777 bedient und fliegt bis zu 306 Passagiere direkt ab Wien an die Karibikküste Mexikos. Als zweitgrößter Flughafen des Landes kann Cancún auch als idealer Ausgangspunkt für die Weiterreise mit Austrian- Partnerairlines genutzt werden. Tickets sind ab 570 Euro erhältlich. Ab Salzburg auf die Kanaren: Der Strand Playa de Las Teresitas im Nordosten von Teneriffa Salzburg Airport Geschäftsführerin Bettina Ganghofer bleibt an Bord.

08 | 2021 15 Condor Ab Wien in den Urlaub Der deutsche Ferienflieger kommt ab Sommer 2022 nach Wien und fliegt mehrmals wöchentlich in den Süden. Das Angebot ab der Bundeshauptstadt in die Ferienregionen im sonnigen Süden wird weiter ausgebaut, nun steigt auch Condor in den Ring. Bereits ab Ostern geht es immermontags, mittwochs, freitags und sonntags nach Palma de Mallorca, und ab Mitte Mai montags, mittwochs und samstags nachHeraklion auf Kreta, dienstags und freitags nach Kos und donnerstags und sonntags nach Rhodos. Mit der Einführung der elf wöchentlichen Flüge nach Mallorca, Heraklion, Rhodos und Kos ab Wien reagiert Condor auf die großeNachfrage der österreichischen Reiseveranstalter nach maßgeschneiderten Urlaubsflügen. Die Flüge sind entweder als Teil einer Pauschalreise, im Reisebüro oder als Nur-Flug-Ticket online unter www.condor. combuchbar. „Der Nachholbedarf nachUrlaubsreisen wird im kommenden Sommer riesig sein“, ist Ralf Teckentrup, CEO von Condor, überzeugt. „Den Flughafen Wien kennen wir nach unseren Langstreckenflügen bis 2018 bereits sehr gut. Wir freuen uns, nun mit der Kurz- und Mittelstrecke zurückzukehren.“ Weitere Infos bei AVIAREPS Österreich für vertriebliche Anfragen unter Tel.: +43-1-585 36 30 14 bzw. per E-Mail unter sales.austria@condor.com. Fragen zu Reservierungen- und Ticketing unter Tel.: +43-1-585 36 3145 bzw. E-Mail unter reservations.austria@condor.com Einfach mal aufladen. Winterurlaub in vielen Sonnenzielen wie Mexiko und Malediven genießen. Jetzt sicher & flexibel buchen. Details unter www.tui-agent.at © Condor

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