Traveller 08/2021

4 08 | 2021 Aktuell EVA AIR Eine Verbindung schreibt Geschichte Am 11. November 1991 hob nicht nur die erste Boeing 767-300 der jungen EVA AIR von Taipeh Richtung Wien ab, vielmehr war dieser Flug überhaupt der erste, den die private taiwanesische Airline nach Europa absolvierte. Eine Verbindung schreibt Geschichte und lässt sich auch in ihrem 30. Jahr nicht von einem Virus aus der Flugbahn werfen. Politisch veränderte sich 1991 mit dem Zerfall der Sowjetunion und der Gründung von Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Moldawien, Weißrussland, der Ukraine, Aserbaidschan, Litauen, Lettland und Estland dieWelt – und damit auch die Reiselandkarte. Heute kann in fast all diese Länder, auch wenn so manches eher noch exotisch anmutet, und, so nicht gerade ein Virus die Welt in Beugehaft nimmt, gereist werden. Exotisch, das war vor 30 Jahren wohl auch für viele Taiwanesen und Österreicher das rd. 9.000 Flugmeilen entfernte Wien bzw. Taipeh. Mit der regelmäßigen Flugverbindung vom fernen Taiwan ins Herz von Europa baute EVA AIR jedoch eine beständige Brücke zwischen beiden Ländern, wie Edward Ho, EVA AIR General Manager Österreich und CEE, im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten formulierte. Trotz und gerade in turbulenten Zeiten für die gesamte Branche, wofür man allen, die an dieser Erfolgsgeschichte bis heute mitgeschrieben haben – allen voran dem Flughafen Wien, der EVA AIR seit dem Erstflug immer begleitet und unterstützt hat – zu besonderemDank verpflichtet ist. Wien – das Tor nach Europa Mehr als zwei Millionen Passagiere – der zweimillionste Fluggast wurde am 01. April 2019 am Flughafen Wien begrüßt – wählten seit dem Inaugural im November 1991 also EVA AIR als ihren Carrier nach Bangkok bzw. Taipeh, bis zur reinenNonstop-Verbindung abMärz 2018 wurde der Flug über Bangkok geführt. Anfangs zweimal pro Woche, folgten bald saisonale Frequenzerhöhungen in denMonatenDezember und Jänner auf bis zu fünf Flüge wöchentlich. Kontinuierlich wurde das Geschäft ausgebaut, Taipeh wurde für immer mehr Österreicher zu einem interessanten Reiseziel wie auch immer mehr Taiwanesen nach Wien kamen, was sich ab September 2013 in vier wöchentlichen und letztlich ab März 2018 in einem täglichen Flug – viermal wöchentlich über Bangkok und dreimal pro Woche als Direktverbindung nach Taipeh – manifestierte. Dass Wien – noch vor den HUBs London, Paris und Amsterdam– als erstes europäisches Flugziel imdamals noch sehr dünnen Flugplan von EVA AIR stand, zeugt auch heute noch von besondererWertigkeit. Denn die erst zwei Jahre zuvor als Tochter der Evergreen Group gegründete Fluglinie bediente im regulären Linienverkehr mit Bangkok, Seoul, Jakarta, Singapur, Kuala Lumpur und Penangmit drei Boeing 767-300 gerade mal sechs asiatische Destinationen. 1992, also ein Jahr nach Aufnahme des Wien-Flugs und dem damit verbundenen Schritt nach Europa, folgte dann die erste Verbindung in die USA. Mit einer Bestellung von 25 Boeing und MD11Langstreckenmaschinen war der Fokus bereits klar auf Ausbau, Wachstum und ein innovatives und junges Flugprodukt gestellt. So war EVA AIR eine der ersten Fluglinien, die mit der Evergreen Deluxe Class, dann ELITE Class und letztlich Premium Economy Class bereits 1992 eine Premium Economy Class in ihren Maschinen einführte, die in den letzten Jahren von fast allen Flagcarrieren in ihren Flotten um viel Geld nachgerüstet wurde und noch immer wird. ImHeadquarter in Taipeh entstand ein Flight-Trainingscenter mit Flugsimulatoren zur laufenden Aus- und Weiterbildung des staffs, denn Sicherheit ist für das Star-Alliance-Mitglied – man trat der größten Airline-Allianz 2013 bei – oberste Unternehmensprämisse. Dass das nicht einfach nur so dahingesagt ist, belegt die kontinuierlich hohe Bewertung in den internationalen Safety Rankings, in denen EVA AIR seit vielen Jahren stets an vorderster Stelle rangiert und weltweit zu den sichersten Fluglinien zählt. Im Frühjahr geht‘s wieder los Zurück zu 30 Jahren Österreich und der Entwicklung des Wien-Fluges, der anhand eines rechnerischen Vergleichs deutlichwird: Von anfangs 200 Sitzplätzen in der Boeing 767 und zwei wöchentlichen Flügen bis zuletzt – bevor Corona die Luftfahrt stoppte –, 300 Sitzplätzen auf einemtäglichen Boeing 787 Flug, lässt sich die Kapazitätssteigerung leicht ausrechnen. Zwischen der ersten Boeing 767 und dem topmodernen Dreamliner, der seit Mai 2019 die Wien-Strecke befliegt, kamen auch noch ein Airbus A330-200 sowie eine Boeing 777- © Martin Dichler, EVA AIR Archiv Offizielle Begrüßung des EVA AIR Erstflugs am FlughafenWien am 12.11.1991

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