Traveller 06/2021

2 06 | 2021 Kommentar U nus pro omnibus, omnes pro uno! Un pour tous, tous pour un! Uno per tutti, tutti per uno! In per tuts, tuts per in! Einer für alle, alle für einen! Egal ob lateinisch, franzö- sisch, italienisch, rätoromanisch oder auf Deutsch – jener von Alexandre Dumas für seine Drei Mus- ketiere, die mit d’Artagnan, Athos, Porthos und Aramis eigentlich vier waren – erdachte Sinn- spruch, der es in weiterer Folge bis zum (inoffizi- ellen) Wahlspruch der Schweizer Eidgenossen- schaft brachte, steht für das, wovon wir gerade jetzt ganz viel brauchen könnten, es uns in der großenMenschengemeinschaft jedoch ammeis- ten mangelt: An nationaler und internationaler Solidarität, an gelebtem Idealismus, am sprich- wörtlichen Ziehen an einem Strang, eben am ehrlichen „Einer für alle, alle für einen“ Zusam- menhalt. Scheinbar ist der Mensch nicht (mehr) fähig oder klug genug, umauchnachbereitsmehr als einein- halb Jahren gesellschaftlichem, emotionalemund wirtschaftlichemAusnahmezustand zu erkennen, dass Corona ebennicht bloß ein tropfendesNaserl und die Pandemie kein lapidares Kriserl, sondern eine gefährliche Weltwirtschaftskatastrophe ist, gegen die, bis auf die Impfung, bis dato noch kein alternatives Kraut gewachsen ist. OmasWadenwi- ckel, Zwiebelsirup undWipferlsaft amüsieren das Virus genauso, wie in der Klangschale esoterisch angereichertes Silberwasser, dumme Ignoranz, Arroganz und Egoismus. Doch das scheint die ewigen Besserwisser, jene, die selbst bei 110 dB (Lautstärke einer Kreissäge) das Gras ganz laut wachsen hören, die generellen Skeptiker undVer- schwörungstheoretiker gegen Staat und Medizin und natürlich die zigtausend Salzamt-Promovier- ten und Hobby-Virologen nicht zu tangieren. Sie ignorierenweiter die gesamtgesellschaftliche Ver- pflichtung des Einzelnen und opponieren gegen das, was uns aus dieser Sackgasse führen kann: Der Doppelstich in den Oberarm. Dabei, und das zeigt, wie kurz hier gedacht wird, geht es vor allemAUCH umden Schutz der Unge- impften und darum, dass OPs am Knie, der Hüfte oder lebensrettende medizinische Eingriffe nicht wieder zurückgestellt werden müssen, weil uns sehendes Auges und offenen Ohres die nächste Welle bereits wieder zu überrollen beginnt, was danndasGesundheitssystemwieder an seineGren- zen führenkann.Wennwir Pechhaben, soGesund- heitsminister Mückstein im Interview mit dem KURIER, sind wir nämlich bereits Anfang August, also in ein paar Tagen, bei einer Inzidenz von über 75. Dann geltenwir inKombinationmit der domi- nierendenDelta-Variante alsVarianten-Gebiet und dann ist Schluss mit Tourismus. So what? Die Impfung bleibt der wichtigste Schlüssel zurück ins neue, alte Leben, wer glaubt, dass es ohne geht, irrt. DieserMeinung des Epidemiologen undNeo- natologen an der MedUni Wien, Francesco Car- dona, schließt sich die Eigenverantwortung und deren bester Freund, der gesunde Hausverstand, aus voller Überzeugung an. Wenn sich jetzt ganz viele, ambesten alle in der großen Touristikfami- lie impfen lassen und dann ihren „Impfstatus“ prominent in die Auslage stellen, kann daraus schnell eine echte gesunde Bewegung werden. Weil Touristiker vife und empathischeMenschen sind und schon lange umdie Kraft desMusketier- schen Leitspruchs wissen. Die persönliche Freiheit hört nämlich dort auf, wo sie den Bestand der Gesamtheit gefährdet. Heißt: Freiwilligkeit hat dort Grenzen, wenn das Wirtschafts- und Sozialsystemnicht nur imkleinen Österreich, sondernweltweit in einen dauerhaften und nichtmehr reparablenKrisenmodus gebracht wird, wie es die Vorsitzende der Bioethikkommis- sion, Christiane Druml, definiert. Einer für alle, alle für (k)einen! Inhalt Aktuell rainmaker.travel �������������������������� 4 Interview Emmanuel Marcinkowski, Atout France ������������������������������ 6 Special Veranstalter-Mix ������������������������ 8 Schweiz �������������������������������������� 10 GTAWaterways ������������������� 13 AmaWaterways ������������������������ 14 Costa Crociere ��������������������������� 17 Celestyal Crystal ����������������������� 18 Happy Visit Hungary ���������������������������� 21 IMPRESSUM Medieninhaber und Verleger: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H. | Verlagsort/Anschrift Medieninhaber/Redaktion/Herausgeberin: Euro Plaza 5, Gebäude J, Kranichberggasse 4, 1120Wien | Tel.: +43/1/866 48-0, Fax: DW -100 | Internet: www.manstein.at | Geschäftsführung: Mag. Markus Gstöttner, Mag. Dagmar Lang, MBA | Herausgeberin: Mag. Dagmar Lang, MBA | Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H. eine 100% Beteiligung der dfv Mediengruppe, Frankfurt/Main | Sprecher der Geschäftsführung Deutscher Fachverlag GmbH: Peter Esser, Sönke Reimers | Alle anderen im Mediengesetz (§25 MedienG) aufgelisteten Angaben finden Sie unter: www.traveller-online.at/impressum | Diese Ausgabe erscheint ausschließlich als E-Paper | Titelbild: Norwegian Cruise Line traveller – INDIVIDUELL | AKTUELL | UNABHÄNGIG Chefredakteurin: Brigitte Charwat | Sales &Marketing: Michaela Siebenhaar, Elke Rakwetz | Redaktion: Brigitte Charwat, Michaela Siebenhaar, Nadine Vejnoska | Online-Redaktion: Nadine Vejnoska | Sekretariat: Andrea Mang (DW 622 / a.mang@manstein.at) | Aboverwaltung: vertrieb@manstein.at | Produktion: Georg Vorstandlechner (g.vorstandlechner@manstein.at) | E-Mail: redaktion@traveller-online.at | www.traveller-online.at, www.facebook.com/travelbruno Zu Gunsten der einfacheren Lesbarkeit wird sowohl für die männliche wie die weibliche Form die männliche Form verwendet. Unsere Texte richten sich in gleicherWeise an Frauen und Männer.

RkJQdWJsaXNoZXIy MzgxNTI=