Traveller 04/2021

2 04 | 2021 Kommentar E s fließt, noch wie ein leises Bächlein, aber mit jedem Stich nimmt der Anti-Corona- Strom Fahrt auf, und beschert uns dann irgendwann das, was wir uns so sehnlichst wün- schen: Normalität, oder so ähnlich halt! Unser D-Day, unser Departure-, Decision- oder Delive- ry Day, ist der 19. Mai. Jener Tag also, an dem die kleine Welt Österreich wieder alles ein bisserl aufsperrt und mit ihm auch viele der lieben EU- Verwandtschaft und ein paar fernere Freunde, die sowie ehwir auch nicht dieMaske vorMund und Nase lüften, aber sich doch wieder ein bisserl ex- trovertierter und exponierter zeigen. Nur halt nicht zu nah und nicht zu viel, weil Sie wissen schon … Die Sehnsucht nach Schnitzel, Bier undWein, nach fröhlicher Geselligkeit im Stammbeisl, ist riesen- groß und wird nur vom noch größeren Fernweh übertroffen. Ausgehungert von all dem, was uns vor noch gar nicht so langer Zeit als völlig normal erschien, möchten wir jetzt gleich rein in den nächsten Flieger und uns in den Süden vertschüs- sen. Getestet, genesen oder geimpft, eh klar, um die coronageschundene Seelemit Pizza, Souvlaki, Pljeskavica oder Paella baumeln zu lassen, bis sie vor lauter Freud benommen in den Seilen hängt. Das Angebot der Reisemacher für diese grenzüber- schreitende Völlerei ist groß und hoffnungsfroh wie die Touristiker selbst, die nach einer langen Durststrecke zumindestmal auf einhalbvollesGlas zum Löschen des ersten finanziellen Durstes in diesem Sommer hoffen dürfen. In den Destinati- onen, der Hotellerie und Gastronomie putzt man was das Zeug hält und ist längst zu Hygiene- und Sicherheitsweltmeistern geworden. Auch die Air- lines beginnen vorsichtig zu frohlocken, zumindest dieser Sommer verspricht dorthin, wo Pizza, Sou­ vlaki, Pljeskavica undPaella bereits auf Abnehmer warten, volle Flieger wie auchdie erfolgsverwöhn- ten Kreuzfahrer mit vorsichtigem Optimismus wieder die ersten Anker ihrer im Holding schau- kelnden Schiffe lichten. Wenn’s denn auch wirklich klappt mit dem an- gesagten Revival, denn die Hoffnung ist mit dem Grünen Pass, der auch gelb, rot oder blau sein kann, ziemlich bunt. Hauptsache er kommt, EU- und wenn’s bitte irgendwie geht, auch bald welt- weit. Weil die Reise nur dann wieder nachhaltig beginnen kann, wenn keine sonderbaren Allein- gänge, kein abstruses Regelwerk den Neustart stoppt, bevor der erste Flieger Richtung Süden abgehoben ist. Österreich orientiert sich bei sei- nen Einreiseregeln an der Corona-Ampel der EU-Gesundheitsagentur ECDC, was aktuell so viel bedeutet, als dass ab 19. Mai Einreisen aus Ländern, die auf der ECDC-Karte in Grün oder Orange leuchten, auflagenfrei möglich sein sollen. Für hellrote Gebiete reicht ein negativer Corona- test oder ein Nachweis einer Impfung bzw. einer überstandenen Corona-Infektion. Einreisen aus dunkelroten Gebieten sind hingegen weiterhin quarantänepflichtigmit Freitestmöglichkeit nach dem fünften Tag. Eine ziemlich farbenfrohe Pa- lette, die zeigt, dass der große EU-Gemeinschafts- gang nur ein kleiner Schritt vor die jeweils eigene Haustüre ist. Oder wie Alexis von Hoensbroech und Günther Ofner, im Intervie w (Seite 4) s agen: „Leider wird diese globale Pandemie sehr national gemanagt,“ so der Austrian CEO und auch der Flughafen Wien Vorstand betont: „Die primäre Aufgaben- stellung, auf die sich alle konzentrierenmüssen, ist, dass man in Europa mit Überwinden der Pandemie bis hoffentlich Sommer einheitliche Reisevorschriften für die Ein- und Ausreise, Hy- gienevorschriften und Sicherheitsvorkehrungen für Tests und Impfungen festlegt. Denn das ist die Basis für alles.“ Und zwar völlig egal ob ge- streift, getupft oder kariert! Es wird bunt und bleibt kompliziert! Inhalt Aktuell Austria Trend Hotels ��������������� 22 Interview Alexis von Hoensbroech und Günther Ofner, AUA/VIE ���������� 4 Manuela Gollner, MSC Kreuzfahrten ������������������� 16 Special Österreich ������������������������������������ 8 Flexcation ���������������������������������� 10 GTAWATERWAYS ������������������� 15 Kreuzfahrten ����������������������������� 18 Karibik ���������������������������������������� 20 IMPRESSUM Medieninhaber/Verleger: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H. | Verlagsort/Anschrift Redaktion/Herausgeberin/Medieninhaber: Euro Plaza 5, Gebäude J, Kranichberggasse 4, 1120 Wien | Internet: www.manstein.at, stammgast.online, traveller-online.at | Tel.: +43/1/866 48-0 | Fax: DW -100 | Geschäftsführung: Mag. Markus Gstöttner, Mag. Dagmar Lang, MBA | Herausgeberin: Mag. 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