Traveller 01/2021

01 | 2021 3 Aktuell ANEX Imneuen, 60-Seiten umfassenden Sommer-Maga- log präsentiert der Veranstalter die wichtigsten Destinationen rund ums Mittelmeer. Austrian Seit 25. Jänner und vorerst bis 03. Februar gilt auf allen Austrian-Flügen eine FFP2-Masken Trage- pflicht. Flughafen Graz Mit knapp 200.000 Fluggästen und einem Minus von 81%hat die Corona-Pandemie auch amFlug- hafen Graz eine tiefe Kerbe hinterlassen. FlughafenWien Nach einem massiven Einbruch 2020 hofft man auf einen Aufschwung ab Jahresmitte. Man rechnet mit 2,5Mio. Fluggästen und einemkleinenGewinn. GRUBER-reisen Das Urlaubsbarometer zeigt nach oben: Rd. 23 % der Umfrageteilnehmer haben bereits einenUrlaub gebucht, 73%möchten gerne einenUrlaub buchen. ITB Berlin Im Interview erklärt Head of ITB, David Ruetz, was man sich von der ITB Berlin 2021 als rein digitales Format erwarten darf. NET NET, das Netzwerk für den europäischen Privat- sektor im Tourismus, drängt auf eine einheitliche Strategie für mehr Planungssicherheit. Oceania Cruises Mit einerMatinée-Reihe lädt das Premium-Kreuz- fahrtunternehmen in regelmäßigen Abständen zu exklusiven und limitierten Online-Events ein. RUEFA Bei Ruefa stehen vor allem die Themen Sicherheit, Service und kostenloses Storno für die Sommersai- son 2021 im Vordergrund. Thai Airways Es war leider nur eine kurze Rückkehr des thailän- dischen Nationalcarriers. Durch die Coronakrise hat TG die Wien-Verbindung wieder gestrichen. VIVACruises Die Flotte wächst um drei bekannte Schiffe. MS ROBERT BURNS, MS TREASURES und MS INS- PIRE, die alle einen neuenNamen erhaltenwerden. abta Businesstravel in der Abwärtsspirale Dramatische Rückgänge verzeichnete die österreichischeGeschäftsreise-Branche imCorona- Jahr 2020. Die Zahl der geschäftlich bedingten Flugreisen sank um 74 %. Geschäftsreisen insgesamt – auch Autofahrten zählen dazu – gingen um 40 % zurück. Für den Sommer er- warten Reiseexperten steigende Ticketpreise. „Der Einbruch des Geschäftsreisemarktes im Jahr 2020 ist beispiellos,“ kommentiert abta-Präsident Andreas Gruber die aktuellen Branchenzahlen, denen eine aktuelle Analyse, zu der Daten der Statistik Austria und der führenden Travel Ma- nagement Companies herangezogen wurden, zugrundeliegt. Praktisch von einer Woche auf die andere waren Geschäftsreisen nur noch in Aus- nahmefällen möglich. Den betroffenen touristi- schen Unternehmen, also Fluggesellschaften, Travel Management Companies, Hotels u.a., wurde die Geschäftsgrundlage entzogen. Anders als in der Industrie, die nach dem ersten Lock- down wieder zu einer wirtschaftlichen Erholung ansetzte, verschärfte sich imGeschäftsreisemarkt die Krise gegen Ende des Jahres 2020 nochmals. Im Rückwärtsgang Führende heimische Wirtschaftsforschungsin- stitute erwarteten zum Jahresende 2020 einen Rückgang der wirtschaftlichen Tätigkeit (BIP) zwischen 7,5 und 7,3 %. Die Statistik Austria weist dagegen für die beiden Krisenquartale April bis September einen Rückgang der Ge- schäftsreisen von 40,5 % aus. Bezieht man das Vorkrisen-Quartal und das geschätzte Reise­ volumen im vierten Quartal mit ein, ergibt sich für das Gesamtjahr 2020 ein Rückgang von 40,2 %. Damit ist die Reisewirtschaft in einem weit überdurchschnittlichen Maß von der Co- rona-Krise betroffen. Tickets haben kein Mascherl Stichwort „Tickets haben keinMascherl“, können oder wollenAirlines keine genauenAngaben über den Rückgang der Geschäftsreisenmachen, kann die abta durch die Zusammenarbeit mit den in Österreich führenden Travel Management Com- panies doch recht exakt denAbwärtstrend belegen. Demnach ist imviertenQuartal 2020 die Zahl der ausgestellten Flugtickets um 87,2 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 gesunken. Auf das Gesamtjahr bezogen beträgt der Rückgang 74 %, hier spielt das noch fast normale erste Quartal 2020 positiv hinein. Der durchschnittliche Ticketpreis bei Geschäfts- reisenbetrug imGesamtjahr 2019 655 Euro. Inden Quartalen eins bis drei 2020 sank dieser Wert auf 575 Euro. Der Rückgang des durchschnittlichen Ticketpreises beträgt damit 12,1%. Schlüsseltman jedoch die Entwicklung der Ticketkosten nach großen Verkehrsgebieten auf, ergibt sich ein be- merkenswerter Unterschied: Im Europa-Verkehr sinddie durchschnittlichenTicketkostenum22,4% gesunken, imInterkont-Verkehr ist es denAirlines aber offensichtlich gelungen, den Durchschnitts- preismit 1.431 Euro gegenüber demWert von 2019 leicht zu erhöhen. Airlines undGeschäftsreisebü- ros sind also doppelt von der Corona-Krise getrof- fen: Die deutlich geringere Zahl vonTickets (- 74%) konnte nur zu geringeren Durchschnittspreisen (- 12 %) verkauft werden. red -40% -12 % Geschäftsreisen 2020 Geschäftsreisen insgesamt -74 % Flugtickets für Geschäftsreisen Flugpreisentwicklung Quellen: Statistik Austria und abta-Unternehmenspool

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