Traveller 15/2020

2 15 | 2020 Kommentar E s ist eine schöne und schräge Geschichte, die ich Ihnen heute erzählen möchte. Sie ist bereits zwanzig Jahre alt und hat somit nichts mit Corona, der Pandemie, der globalen wirtschaftlichen Schieflage, den sozialenMissver- hältnissen, mit der immer weiter auseinanderge- henden Schere zwischen Reich und Armundmit Hass undHetze, sie hat eigentlich nichts mit dem aktuellen Zustand unserer Welt zu tun. Und doch hat sie sehr viel mit dem gemein, was wir alle so lieben, denn es ist eine Geschichte von grenzen- losemReisen und hat damit großes Potenzial, uns allen, diewir Tourismus leben, inspirierendeHoff- nung zu geben. Weil es ganz einfach ist zu reisen, auchwennwir gerade nicht wissen, wohin! Damit sind wir schon mittendrin in diesem verrückten Reise-Abenteuer-Wettbewerb, der sich Global Scavenger Hunt™ (TGSH) nennt, 2000 vonWilliam D. Chalmers lanciert wurde, und der Menschen auf ein „BlindDatemit derWelt“mitnehmen soll. Irgendwie ist das, was Chalmersmit seiner „Reise- Weltmeisterschaft“ tut, mit unserem Status quo vergleichbar: Wir wissen ja gerade auch nicht, wohin wir verreisen können. Nur mit demUnter- schied, dass unser „Blind Date mit der Welt“ ein unfreiwilliges, aufgezwungenes ist, eines, das kei- ner mag und von dem man nur Ärger und Frust und nichts fürs persönlicheWohlbefinden erwar- ten darf. Die geheimnisvolle Reisechallenge hin- gegen nimmt den Menschen zu unbekannten Zielen rund um die Welt mit und verspricht den Teilnehmern, die sich online bewerben können und dafür rd. 25.000 USDbezahlen, ein besonde- res und unvergessliches Abenteuer. „Nicht die besuchten Destinationen sind das Ziel, sie sind lediglich die Kulisse für neugierige Abenteurer. Es ist eine aufregende Erfahrung, nicht zu wissen, woman als nächstes hingeht,“ sagt Chalmers und kannmittlerweile auf 15 derartigeÜberraschungs- Reisetrips verweisen. Heuer, eh klar, fiel der stets im April stattfindende „Scavenger Hunt“ Corona zum Opfer, auch 2003 wurde aufgrund von SARS und des Irak-Krieges abgesagt, 2021 soll TGSH jedoch wieder stattfinden und dem Teilnehmer mit dem besten „Reise-IQ“ als Gewinner dieser World Travel Championshipmit einer kostenlosen Weltreise belohnen. Dafür müssen in 23 Tagen mindestens zehn geheime Länder besucht werden, wo sogenannte Site-Doing-Scavenges – bestimm- te Aufgaben – zu absolvieren sind. Dieses „andere“ Reiseabenteuer belegt eigentlich, warum Menschen verreisen: Um ihrem Alltag zu entfliehen. Um ein echtes Abenteuer zu erleben. Um aus der Komfortzonen zu gelangen. Um Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen. Um sich zu entspannen, verjüngen und sich inspirieren zu lassen. Umneue Länder zu erkunden und fremde Kulturen zu entdecken. Um neue Menschen zu treffenundBeziehungen zu stärken. UmNeues zu lernen und sich selbst herauszufordern. Um den persönlichen Horizont zu erweitern. Um Sehens- würdigkeiten, Geräusche, Gerüche und das Lä- chelnneuer Orte zu erleben. Umdas eigene Leben zu feiern. Um das Fernweh zu stillen. Um länger als einen Moment im Moment zu leben und um vielleicht ein Geschichtenerzähler zu werden. Gerade jetzt, in diesen schlechten Zeiten, bedarf esmehr solcher verrücktenGeschichten, umden Zauber des Reisens aufrechtzuerhalten. Genau deshalb habe ich Ihnen heute auch die Geschich- te vom„BlindDatemit derWelt“ erzählt. Ichmach mir jetzt ein Rendezvous mit der Welt aus, Sie auch? Lust aufThe Global Scavenger Hunt™ 2021? Bewer- bungen sind unter GlobalScavengerHunt.com möglich. Blind Date mit derWelt Inhalt Aktuell GlobeAir �������������������������������������� 10 Austrian Airlines ����������������������� 13 DER Touristik & Aldiana ���������� 21 Interview Phillies Ramberger & Dr. Josef Peterleithner Präsidenten ÖRV und ÖVT ������ 4 Mag. Iris Isabella Haiderer, access media ��������������������������� 26 Special Costa ������������������������������������������� 14 Kreuzfahrten ����������������������������� 18 Cluburlaub �������������������������������� 22 IMPRESSUM Firma des Medieninhabers: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., EURO PLAZA 5, Gebäude J1, Kranichberggasse 4, 1120Wien | Internet: www.manstein.at | Tel.: +43-1/866 48-0 |Fax: +43-1/866 48-100 | E-Mail: office@manstein.at | Diese Ausgabe erscheint ausschließlich als E-Paper | Verlagsort: 1120Wien | Anschrift des Medieninhabers, der Redaktion und des Herausgebers: 1120Wien, Kranichberggasse 4 | Gründer: Prof. Hans-Jörgen Manstein | Aufsichtsrat: Klaus Kottmeier, Peter Ruß, Peter Kley, Angela Wisken | Name des Herausgebers: Mag. Dagmar Lang, MBA | Vertretungsbefugte Organe: Mag. Dagmar Lang, MBA, Geschäftsführerin, Mag. 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