Traveller 12/2019

No. 12 | 2019 2 Kommentar IMPRESSUM Firma des Medieninhabers: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf | Internet: www.manstein.at | Tel.: +43-1/866 48-0 | Fax: +43-1/866 48-100 | E-Mail: office@manstein.at | Firma des Herstellers: Friedrich Druck & Medien GmbH | Herstellungsort: Zamenhofstraße 43, 4020 Linz | Verlagsort: 2380 Perchtoldsdorf | Anschrift des Medieninhabers, der Redaktion und des Herausgebers: 2380 Perchtoldsdorf, Brunner Feldstraße 45 | Gründer: Prof. Hans-Jörgen Manstein | Aufsichtsrat: Klaus Kottmeier (Vorsitz), Peter Russ, Peter Kley | Name des Herausgebers: Mag. Dagmar Lang, MBA | Vertretungsbefugte Organe: Mag. Dagmar Lang, MBA, Geschäftsführerin, Mag. Markus Gstöttner, Geschäftsführer Alle anderen im Mediengesetz (§25 MedienG) aufgelisteten Angaben finden Sie unter: www.traveller-online.at/footer/impressum.html | Titelbild: © peteleclerc – stock.adobe.com traveller – WÖCHENTLICH | AKTUELL | UNABHÄNGIG Chefredakteurin: Brigitte Charwat | Sales & Marketing: Michaela Siebenhaar | Redaktion: Brigitte Charwat, Martin Bruno Walther, Michaela Siebenhaar, Gabriela Artner, Nadine Vejnoska, Ilona Urban | Social Media: Lukas Charwat (socialmedia@traveller-online.at ) | Sekretariat: Ilona Urban (DW 434 / i.urban@traveller-online.at ) | Aboverwaltung: vertrieb@manstein.at | Produktion: Georg Vorstandlechner (g.vorstandlechner@manstein.at ) | E-Mail: redaktion@traveller-online.at | Internet: www.traveller-online.at , www.travelbruno.at, www.facebook.com/travelbruno Zu Gunsten der einfacheren Lesbarkeit wird sowohl für die männliche wie die weibliche Form die männliche Form verwendet. Unsere Texte richten sich in gleicher Weise an Frauen und Männer. Nach Check-in- und Gepäckgebühren, Verge- bührung für bevorzugte Sitzplätze, Pre-Boar- ding oder Essen und Trinken an Bord – das Zu- satzgeschäft ist für Airlines längst mehr als nur die sprichwörtliche Butter auf dem Brot. Sie machen damit fast schon mehr Profit als mit der reinen Transportleistung. Rund 57 Mrd. US-Dollar spülten Zusatzangebote 2017 den Airlines weltweit und 19,4 Mrd. US-Dollar (rd. 15,6 Mrd. Euro) den größten Anteil europä- ischen Fluglinien in die Kassa. Europas Carrier sind besonders kreativ, wenn’s um den Zusatz­ euro geht, den man für alles, worauf der Passa- gier auf seinem Flug nicht verzichten kann oder möchte, aus dem Börsel zieht. Und dieses lu- krative Geschäft ist nicht mehr nur den Low Co- stern vorbehalten, auch traditionelle Carrier bessern ihre Bilanz mit einem immer umfang- reicher werdenden „to-go Angebot“ auf. Die Lufthansa Gruppe etwa legte 2017 mit einem Umsatz von knapp 1,7 Mrd. Euro und damit 23 % mehr als 2016 in diesem Geschäftsfeld über- proportional zu. Dass es für 2018, auch wenn die Zahlen noch nicht vorliegen, nicht weniger wurde, kann angenommen werden. Mehr als sieben Prozent tragen die Ancillary Services im Kranich-Konzern zum Gesamtumsatz bei, da- mit rangiert die Gruppe mit Lufthansa, SWISS, Austrian, Eurowings und brussels airlines welt- weit unter den zehn besten Fluglinien mit den höchsten Zusatzeinnahmen. Damit dieses Geschäft aber auch weiter floriert, braucht es neue Ideen. Und die ergeben sich fast von selbst aus unser aller Konsumverhalten. Jetzt kommt das Smartphone, unser wichtigster Alltagsgebrauchsgegenstand, dran. Besser ge- sagt, der Strom, den das Handy benötigt, um die ständige Erreichbarkeit, das Teilen, Liken, Posten, Mailen und YouTube Schauen auch hoch über den Wolken nicht zu unterbrechen. Was bis dato mehrheitlich noch kostenfrei mög- lich ist, wird sich bald ändern. Denn frisches Geld liegt in den USB-Anschlüssen, einmal Handy aufladen kostet etwa bei Scoot, dem Bil- ligableger von Singapore Airlines, am Flug von Berlin nach Singapur satte 7,70 Euro. Wir rechnen mal am Beispiel einer Austrian Boeing 777-200ER mit einer Sitzplatzkapazi- tät von gesamt 306 Passagieren hoch: Lässt man die 38 Business- und 24 Premium Eco Sitze aus, bleiben 246 Economy-USB An- schlüsse. Ergibt pro Flug in Summe 1.894,20 Euro. Multipliziert man dann mit einer täg- lichen Verbindung, ergibt das für nur einen Flug jährlich mehr als 690.000 Euro. Aber hallo, und auch wenn diese Milchmädchenrechnung so nicht aufgeht, macht sie doch das große Po- tenzial dieser Idee deutlich. Möglich, dass jetzt Airlines, die noch über keine USB-Anschlüsse in ihren Flugsitzen verfügen, rasch aufrüsten, um das kürzlich von Airbus auf der Hamburger Flugzeugkabinen-Messe AIX vorgestellte Smart Power-System gewinnbringend nutzen zu kön- nen. Lufthansa Technik experimentiert eben- falls mit einer USB-Buchse, die nur gegen Ein- wurf einer Münze oder der Vorab-Ansicht von Werbung am mobilen device Energie liefert. Stellte aber mit der Energienutzung der Lese- lampen über den Köpfen der Passagiere und ei- ner dort anzubringenden Buchse auch eine ko- stenfreie aber leistungsschwächere und passa- gierunfreundlichere USB-Variante vor. Ein „lu- stiges“ Bild, wenn dann zig Ladekabel von der Decke baumeln, und der Sitznachbar näch- stens vielleicht auf die Toilette muss! Man sollte den Passagier von heute aber nicht unterschätzen. Er könnte nämlich zum Extra- wurstsemmerl und Kaffee im Thermobecher auch eine dicke fette Powerbank „to go“ mit auf Reisen nehmen ... Frisches Geld aus der Buchse! Inhalt Aktuell ÖVT����������������������������������������������� 04 Interview Lisa Weddig, TUI Österreich�������������������������������� 05 Massimo Martina, Aldiana Club Calabria���������������������� 30 Special Deutschland����������������������������������� 08 Frankreich ������������������������������������� 23 Agentmix Costa/AIDA ������������������������������������ 29

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