Traveller 05/2019

No. 05 | 2019 2 Kommentar IMPRESSUM Firma des Medieninhabers: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf | Internet: www.manstein.at | Tel.: +43-1/866 48-0 | Fax: +43-1/866 48-100 | E-Mail: office@manstein.at | Firma des Herstellers: Friedrich Druck & Medien GmbH | Herstellungsort: Zamenhofstraße 43, 4020 Linz | Verlagsort: 2380 Perchtoldsdorf | Anschrift des Medieninhabers, der Redaktion und des Herausgebers: 2380 Perchtoldsdorf, Brunner Feldstraße 45 | Gründer: Prof. Hans-Jörgen Manstein | Aufsichtsrat: Klaus Kottmeier (Vorsitz), Peter Russ, Peter Kley | Name des Herausgebers: Mag. Dagmar Lang, MBA | Vertretungsbefugte Organe: Mag. Dagmar Lang, MBA, Geschäftsführerin, Mag. Markus Gstöttner, Geschäftsführer Alle anderen im Mediengesetz (§25 MedienG) aufgelisteten Angaben finden Sie unter: www.traveller-online.at/footer/impressum.html | Titelbild: © www.chaluk.com traveller – WÖCHENTLICH | AKTUELL | UNABHÄNGIG Chefredakteurin: Brigitte Charwat | Sales & Marketing: Michaela Siebenhaar | Redaktion: Brigitte Charwat, Martin Bruno Walther, Michaela Siebenhaar, Gabriela Artner, Nadine Vejnoska, Ilona Urban | Social Media: Lukas Charwat (socialmedia@traveller-online.at ) | Sekretariat: Ilona Urban (DW 434 / i.urban@traveller-online.at ) | Aboverwaltung: vertrieb@manstein.at | Grafik: Martin Bruno Walther (m.walther@traveller-online.at) | E-Mail: redaktion@traveller-online.at | Internet: www.traveller-online.at , www.travelbruno.at, www.facebook.com/travelbruno Zu Gunsten der einfacheren Lesbarkeit wird sowohl für die männliche wie die weibliche Form die männliche Form verwendet. Unsere Texte richten sich in gleicher Weise an Frauen und Männer. Tourismus zählt weltweit zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweigen. Kein noch so kleines Land mit noch so kleinem touristischem Aufkommen kann heute auf diese sprudelnde Einnahmequelle verzichten. Schon gar nicht jene Länder, für die Tourismus die Existenz- grundlage der lokalen Bevölkerung bildet. Mit 1.322 Mrd. Menschen reisten 2017 um sieben Prozent mehr als in 2016 und damit fast so viele, wie der ganze große indische Kontinent Einwohner hat – aktuell an die 1.334 Mrd. Also ein ganzer Erdteil auf Reisen und fast so rasch wie Indiens Bevölkerung wächst, nehmen auch die Tourismusströme weltweit zu. Für 2018 zählt die UNWTO zwar noch, man erwartet aber ein weiteres Wachstum von fünf Prozent und rechnet bis 2030 mit einem Anstieg der welt- weiten Reiseströme um 3,3 %. Diese vielen Touristen gehen nicht zu Fuß, nur ganz wenig fahren mit dem Rad und auch wenn Reisen mit der grünen Bahn trendy ist, bleibt das (noch) nicht ganz so grüne Flugzeug Trans- portmittel Nummer Eins. Daher noch ein paar Zahlen: Laut ICAO war das Flugzeug in 2017 für 4,1 Mrd. Menschen und damit um 7,1 % mehr als in 2016, erklärtes Transportmittel. Das wachsende Billigflugsegment hat mit 1,2 Mrd. Passagieren die Entwicklung beschleunigt, die Low Cost Carrier decken bereits rund 30 % des gesamten zivilen Luftverkehrs ab. Zuwächse zei- gen nahezu alle Regionen, Europa ist mit einem Anteil von 37 % an den weltweit zurückgelegten Passagierkilometern Spitzenreiter und bleibt wichtigster Markt für die zivile Luftfahrt. 671 Mio. Menschen (+ 8 %) reisten 2017 innerhalb Europas – besonders Ziele rund ums Mittelmeer legten zu. Auch Afrika mit Tunesien und Ägyp- ten zog mit plus acht Prozent wieder mehr Tou- risten an. Plus sechs Prozent in Asien, plus fünf Prozent im Mittleren Osten, aber nur plus drei Prozent in den USA (doch ein Trump-Effekt?) machen die große Reiselust deutlich. All diese Zahlen zeigen aber auch die Heraus- forderung, die die riesige Reisekarawane für die gesamte touristische Leistungskette mit sich bringt. Wenn Overtourismus nicht mehr nur Trendmetropolen zu ersticken droht. Was müs- sen also touristische Unternehmen tun, außer wie gerade Venedig, Touristensteuern und Ein- trittsgebühren zu verlangen? Ein Beispiel: Beherbergungsbetriebe sind ein es- sentieller touristischer Bestandteil. Ob Stadt-, Strand-, Ketten- oder Luxushotellerie, man ist sich der großen sozialen, ökologischen und wirt- schaftlichen Verantwortung längst bewusst, wo- von unzählige Nachhaltigkeitskonzepte zeugen. Was aber bis dato fehlte, war ein neutraler inter- nationaler und kommerziell unabhängiger Stan- dard, der die ökologischen, sozialen und wirt- schaftlichen Anforderungen an ein Nachhaltig- keitsmanagementsystem in Beherbergungsbe- trieben festlegt. Den gibt es seit kurzem mit der ISO 21401 Zertifizierung, die sich u.a. mit Men- schenrechten, Gesundheit und Sicherheit für Mitarbeiter und Gäste, Umweltschutz, Wasser- und Energieverbrauch, Abfallerzeugung und Entwicklung der lokalen Wirtschaft befasst. „Diese international vereinbarte Norm sorgt für Klarheit in einem verwirrenden Markt, gilt für alle Arten von Unterkünften und kann als Instru- ment zur Verbesserung des nachhaltigen Ma- nagements dienen. Und wird auch dazu beitra- gen, den Markt für mehr Nachhaltigkeit in der gesamten Tourismusbranche zu stimulieren“, so Manuel Otero, Vorsitzender des ISO-Technischen Komitees. Und das ist auch höchste Zeit! Mehr über ISO/TC 228 im Video unter: https://www.youtube.com/watch?time_ continue=9&v=zDkaM4-foQg Infos unter: https://www.iso.org/standard/70869.html Tourismus: Fluch und Segen! Inhalt Aktuell Club Sei ������������������������������������������ 4 Baltic Sea Tourism Center���������������� 14 Interview Dr. Cem Kinay ���������������������������������� 6 Special Österreich ���������������������������������������� 8 Greentravel ������������������������������������ 12 Kreuzfahrten ���������������������������������� 19 Jamaika����������������������������������������� 20 Karibik ������������������������������������������ 22

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