TUI

Kreuzfahrten und Erholung bei Türkei-Reisen

Das Comeback der Urlaubsziele im östlichen Mittelmeer und die steigende Nachfrage nach Kreuzfahrten machen den Reisekonzern TUI zuversichtlich. In den wachsenden Sommerbuchungen sei eine Rückkehr der Türkei und auch Ägyptens als Reiseziele erkennbar, erklärte TUI-Chef Fritz Joussen vor Beginn der Hauptversammlung am Dienstag in Hannover.

Die Türkei-Buchungen aus Deutschland seien um 50 % gestiegen gegenüber dem Vorjahr, als Anschläge und politische Krisen die Erholungssuchenden verunsicherten. Auch Griechenland oder Zypern seien wieder gefragt, nachdem die Urlauber in Europa im vergangenen Jahr Spanien oder Portugal vorgezogen hatten. Für die Reiseveranstalter ist das vorteilhaft, da sie wegen der niedrigeren Kosten in der Türkei besser verdienen als in Spanien.

TUI konnte den saisonüblichen Verlust im Reisegeschäft in seinem ersten Quartal abermals dank des Gewinns aus dem stetigeren Kreuzfahrt- und Hotelgeschäft verringern. Der bereinigte operative Verlust belief sich von Oktober bis Dezember auf 25 Mio. Euro im Vergleich zu 60 Mio. Euro vor Jahresfrist. Dazu trug auch ein Sonderertrag durch den Verkauf von drei Hotels in Höhe von 38 Mio. Euro bei. Im ersten Quartal eröffnete TUI zugleich sieben neue Hotels und Ressorts, darunter Robinson Clubs auf den Malediven und in Thailand. Der Konzernumsatz kletterte um acht Prozent auf 3,5 Mrd. Euro.

Das stärkste Wachstum verzeichnete das Kreuzfahrtgeschäft: Der Erlös legte um gut ein Viertel auf 192 Mio. Euro zu, TUI verdiente dabei operativ (Ebitda) 37,5 Mio. Euro. Der Reisekonzern will seine Flotte deshalb bis 2023 auf 18 von derzeit 15 Schiffen ausbauen. Für die Gesellschaft TUI Cruises orderte das Unternehmen gerade einen neuen Ozeankreuzer: Die "Mein Schiff 7" soll mit knapp 2.900 Passagierplätzen in fünf Jahren bei der Meyer Turku Werft vom Stapel rollen. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass das ein Wachstumssektor bleibt in den nächsten fünf bis sieben Jahren", sagte Joussen.

Die Quartalsbilanz wäre noch besser ausgefallen, hätte der Ferienflieger TUI Fly nicht wegen der Pleite der Air-Berlin-Tochter Niki und dem damit wegfallenden Einsatz von sieben seiner Flugzeuge Verluste gemacht. Das brockte TUI 20 Mio. Euro Abschreibungen auf Forderungen aus dem Verleihen der Flugzeuge samt Personal ein. Joussen bekräftigte das Jahresziel, den um Währungseffekte bereinigten operativen Gewinn um mindestens zehn Prozent zu steigern.

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