St. Margarethen: Keine Oper im Steinbruch

Nach der Absage der für 2018 geplanten Opernproduktion im Steinbruch in St. Margarethen zeigt man sich bei der Wirtschaftskammer Burgenland besorgt: Laut Blitzumfrage bei burgenländischen Tourismus- und Handelsbetrieben wäre das Ende der Opernfestspiele im Römersteinbruch „ein enormer Schaden für die heimische Wirtschaft“, stellte Kammerpräsident Peter Nemeth fest.

„Bei uns laufen die Telefone heiß. Hoteliers, Händler und Gastronomiebetriebe befürchten enorme Umsatzeinbußen. Ein Betrieb hat schon jetzt 450 Vorreservierungen für 2018, die er mit einem Schlag verlieren würde“, so Nemeth: „Manche sprechen gar von 50 % Umsatzverlust“, berichtete der Wirtschaftskammerpräsident.

Nemeth sieht nun Wirtschaft- und Tourismuslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) gefordert: Dieser trage jetzt die Verantwortung, damit es nicht zum Fiasko komme. „Er muss jetzt seine Wirtschaftskompetenz beweisen, denn es geht nicht um einen Streit zwischen Land und Veranstalter, sondern um den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Burgenland“, sagte Nemeth.

FPÖ: Nicht unser Thema

Die Freiheitlichen sehen das freilich anders. Die FPÖ sei seit zwei Jahren in der Regierung und „mit diesem Thema nicht aufgewachsen“. Daher könne Petschnig nur „eine Vermittlungsposition“ einnehmen, stellte Landesparteiobmann Johann Tschürtz fest.

Die Opernfestspiele seien kein Thema der Freiheitlichen Partei: „Da muss man die Personen fragen, die da wirklich eingebunden sind“, sagte Tschürtz in Eisenstadt vor Journalisten.

Petschnig, in der Landesregierung für Wirtschaft und Tourismus zuständig, teilte in einer Aussendung mit, er sei betroffen über die Ankündigung der Esterhazy-Gruppe, nächstes Jahr keine Opernproduktion in St. Margarethen anzubieten zu wollen. Die Oper im Steinbruch sei „ein weithin bekannter Magnet für unsere Gäste“. Daher sei die Absage der Veranstaltung für 2018 „eine äußerst bedauerliche Nachricht für den burgenländischen Tourismus“.

Für „definitiv unangebracht“ halte er hingegen Versuche, auf Basis der Entscheidung eines privaten Investors statt nach Lösungen zu suchen, politisches Kleingeld wechseln zu wollen, stellte Petschnig fest. Zudem wies der Landesrat auf die Referatsverteilung hin. Aus dieser gehe eindeutig hervor, wer in der Landesregierung für kulturelle Angelegenheiten zuständig sei: „Ich bin es nicht“.

(by APA)

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